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Löwenmäulchen, Federmohn und Strauchbasilikum

Astilbe

Dahlie

Echinacea

Karde

Dahlien

Kosmea

Löwenmäulchen

Dahlie

Minzesträusschen

Ringelblume

Dahlien

Kleiner, hübscher Gruss aus dem Garten: ein Sträusschen mit Edelwicken.

Sabines Garten: Ab in die Vase!

Sabine Reber liebt es, grosse Sträusse zu schneiden, und schwelgt im blühenden Reichtum ihres Gärtchens. Mit den Schnittblumen probiert sie auch neue Kombinationen für die Beete aus.

Was ich am meisten geniesse im Sommergarten, nebst dem eigenen Gemüse, das wir in Hülle und Fülle ernten, sind die Schnittblumen. Immer wieder wandle ich den Beeten entlang, pflücke Löwenmäulchen, Prärieenzian (Eustoma), hellgrüne Zinnien und purpurne Kosmeen. Ich schneide Dahlien in allen Formen und Farben und die lange haltenden Echinacea, von denen mich die neuen, abricotfarbenen und roten Züchtungen begeistern. Ein weiterer Klassiker für die Vase sind Lilien, die ich in allen Variationen liebe. Derzeit blüht eine schwarz-weisse nepalesische Lilie, die den anderen Blumen die Show stiehlt. Lilien gehören sowieso zu den allerbesten Schnittblumen, insbesondere duftende Sorten wie Casa Blanca oder Lilium longiflorum. Bei den weissen Blüten sorgfältig die Staubfäden wegschneiden, damit die Blüten sauber bleiben. Achtung Flecken! Blütenstaub von Lilien lässt sich fast nicht mehr wegwaschen. Und natürlich dürfen Rosen nicht fehlen. Edelrosen sind der Klassiker für die Vase, wo sie mit ihren langen Stielen besser zur Geltung kommen als im Beet. Bei mir muss manchmal auch die Santana dran glauben, die an der Fassade rankt, oder was halt grad so blüht an Rosen, eigentlich lassen sie sich alle verwenden. Manche halten halt nicht so lange, aber das macht nichts, weil ich ja im Garten wieder Nachschub holen kann.

Am allerliebsten mag ich kleine Sträusschen mit Edelwicken. Alle paar Tage pflücke ich Edelwicken, sodass sich den ganzen Sommer über neue Blüten bilden. Ihre quirligen Stiele lassen sich schön arrangieren in altem Porzellan oder Kristallglas aus dem Brockenhaus, das ich genauso sammle wie schöne neue Blumensorten. Und so steht immer ein Vä-selchen oder ein Tässchen mit Edelwicken neben meinem Computer. Wie ich an diesen Zeilen arbeite, bewundere ich ihre zarten Farben, ja, ich lasse mich gern ablenken von ihrem Duft, der den Zauber eines englischen Sommergartens heraufbeschwört.

Meine Tochter schneidet Minzesträusschen, die sie einstellt und dann beobachtet, wie die Zweiglein wurzeln. Tatsächlich sind diese kleinen Kräutersträusschen auf dem Küchentisch ganz hübsch. Minze verwende ich selber auch gerne, wobei ich jede Menge langer Zweige für grössere Sträusse schneide. Für grosse Sträusse nehme ich auch gern Hortensienblüten sowie Phlox. Auch die Muschelblumen (Mollucella laevis) sowie Fenchel- oder Dillblüten sind gute Füller, die den Sträussen Volumen verleihen.

Eine prima Strukturpflanze sind Karden. Ich lasse ihre stacheligen Blüten gern etwas über die anderen Blumen hinausragen. Allerdings sind Karden ziemlich stachelig, und wer um diese Jahreszeit nicht schon längst Hornhaut an den Fingern hat von der vielen Gartenarbeit, sollte unbedingt Handschuhe tragen, um sie zu verarbeiten. Dasselbe gilt für Brombeeren, die sich auch ganz hübsch machen in Blumensträussen. Ich schneide jeweils kurze Zweige mit grünen und einigen schon fast reifen Beeren dran und füge sie zwischen Rosen. Auch Astilben verwende ich gerne, sie verleihen den englischen Rosen Halt, und ihre zarten Blütenpuffer fügen auch die wirrsten Sträusse noch zu einem Ganzen zusammen.

Eine prima Pflanze zum Füllen ist das neue Strauchbasilikum mit seinem dunkel- violetten Laub und den lilafarbenen Blüten. Es ist mehrjährig und wird wie Pelargonien überwintert. Den Sträussen verleiht es vor allem auch ein wunderbares Aroma, und farblich bietet es einen fantastischen Kontrast zu rosaroten, aber auch zu gelben und orangen Blumen. Ich mag Strauchbasilikum besonders zu Löwenmäulchen und zu Dahlien, die ja selber keinen Duft haben. Auch Efeuzweige helfen, die Sträusse aufzuplustern. Ich stecke am Schluss kurze Efeuzweige in die fertigen Sträusse, sodass sie praktisch verschwinden zwischen den anderen Blumen. Alternativ können die Efeuzweige zuerst in die Vase gestellt werden und bilden so ein Gerüst, in das dann die anderen Blumen «nadisna» hineingesteckt werden.
Damit die Sträusse lange Freude machen, hier ein paar Tricks: Schnittblumen brauchen stets eine saubere Vase, frisches Wasser und Nahrung. Immer ein paar Tropfen Schnittblumennahrung in die Vase geben. Die Sträusse mit klarem Wasser besprühen und sie nachts in ein kühles Zimmer oder ins Treppenhaus stellen, dann halten sie länger. Lassen sie ihre Köpfe doch hängen, frisch anschneiden und ein paar Stunden bis zum Hals in lauwarmes Wasser einstellen. Rosen darf man nicht zu früh und nicht zu spät schneiden, damit sie lange halten. Wenn die Knospen sich öffnen, ist der richtige Zeitpunkt. Am Morgen geschnittene Rosen halten länger als solche, die schon den ganzen Tag an der Sonne standen. Frische Rosen fühlen sich zugleich zart und fest an. Nach einigen Tagen werden die Blüten weich. Daran erkennt man auch im Blumenladen, ob die Rosen frisch sind.

Arbeitskalender Für den August

  • Spinat, Feldsalat, Mangold, Hirschhornsalat und japanische Salate säen.
  • Herbstsalate wie Endivien, Zicho- rien und Zuckerhut pflanzen.
  • Zwiebeln von Madonnenlilien und Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) pflanzen.
  • Erdbeeren pflanzen. Ableger jetzt von den Mutterpflanzen trennen und neu einsetzen.
  • Kohlweisslinge einsammeln, Blattläuse und Schnecken im Auge behalten.
  • Rosen mit Stecklingen vermehren – das klappt vor allem bei alten Sorten gut, die auf ihren eigenen Wurzeln wachsen. Stecklinge fest andrücken und stets feucht halten.
  • Halbverholzte Stecklinge von Büschen und verholzenden Kräutern wie Thymian, Salbei oder Rosmarin nehmen.
  • Stauden nach der Blüte teilen und neu pflanzen. Etwas Kompost in die Pflanzlöcher geben und gut angiessen.
  • Rosen, Balkonpflanzen und Kübelpflanzen noch einmal düngen.
  • Rasen vertikutieren und falls nötig jetzt erneuern.
  • Samen von Sommerblumen ernten und trocknen.
  • Lavendel schneiden (nur die Blüten, ausser, die Sträucher sind zu gross oder unförmig geworden, dann bis ins alte Holz zurückschneiden).
  • Kernobst schneiden.
  • In der Wiese oder auf dem Rasen liegen und Sonne tanken!

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Sabine Reber

Bloggerin

Foto:
Stöh Grünig
Veröffentlicht:
Mittwoch 03.08.2011, 18:59 Uhr

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