Kunterbunt: Sehen die Stühle so aus, ist es höchste Zeit, sie von der alten Farbe zu befreien.

Jetzt ist der Lack ab

Farbe ist schön. Aber nicht dort, wo sie nicht sein sollte. Abbeizen schafft Abhilfe. Dazu muss man aber ein paar Dinge wissen.

Manchmal ist es zum Haare- raufen: Endlich haben Sie auf dem Flohmarkt die ultimative alte Kommode gefunden, nach der Sie seit Jahren gesucht haben, und dann das: Jeder der gefühlten 25 Vorbesitzer hat sich schon daran selbstverwirklicht und seine Spuren auf dem guten Stück hinterlassen. Und zwar in Form von Farbe. Anstrich über Anstrich, und das in allen möglichen und vor allem unmöglichen Farben. Das Verdikt ist klar: Die Farbe muss runter! Nur wie? Eine Möglichkeit wäre, sie abzuschleifen. Aber Sie haben nicht unbedingt ewig Zeit und Lust? Dann könnten Sie die alten Lackschichten mit der Heissluftpistole aufweichen und abziehen. Was allerdings auch nicht ganz ohne ist. Bleibt also noch das klassische Abbeizen mit geeigneten Lösungsmitteln. Und das machen wir jetzt.
Wichtig ist, dass Sie das richtige Lösungsmittel zur Hand haben. Es gibt hier vor allem zwei Gruppen: die lösemittelhaltigen Abbeizer und deren alkalische Pendants.
Mein Tipp: Verzichten Sie auf Abbeizer mit Lösemittel, diese sind zumeist stark giftig, das vor allem beim Einatmen.
Verwenden Sie besser solche auf alkalischer Basis, wie etwa Natronlauge. Allerdings sind auch diese tückisch! Tragen Sie bei der Arbeit unbedingt Schutzhandschuhe, Atem- und Augenschutz und sorgen Sie für eine gute Durchlüftung. Oder besser noch: Behandeln Sie die Kommode gleich an der frischen Luft.
Allerdings haben die alkalischen Abbeizer einen Nachteil: Sie wirken nur bei ölhaltigen Lacken. Aber da die Kommode sowieso uralt ist, ist die Chance gross, dass sich die Vorbesitzer auch mit Öllacken daran vergriffen haben.

Also, los gehts: 

Fürs Grobe hilft ein Spachtel, danach kommt der Abbeizer zum Zug.

Fürs Grobe hilft ein Spachtel, danach kommt der Abbeizer zum Zug.
http://www.coopzeitung.ch/Schichtarbeit_+Jetzt+ist+der+Lack+ab Fürs Grobe hilft ein Spachtel, danach kommt der Abbeizer zum Zug.

Tragen Sie den Abbeizer mit einem geeigneten Pinsel oder Spachtel richtig schön dick auf. Lassen Sie ihn trocknen, bis eine Kruste entsteht, die anfängt Wellen zu werfen. Das kann gut und gerne einen halben oder sogar einen ganzen Tag dauern.
Tragen Sie danach den angelösten Lack mit einem Spachtel oder einer (weichen) Messingbürste ab. Verwenden Sie keine Stahlbürsten, diese sind zu hart und können die Holzstruktur schädigen.
Ist die Farbe weg, waschen Sie die Fläche gründlich mit Wasser und einem Schwamm oder einer Bürste ab. Wenn das Holz wieder trocken ist, schleifen Sie die Fläche noch leicht, bis Sie eine perfekte Oberfläche haben. Diese können Sie dann entweder ölen oder versiegeln. Oder wieder neu streichen, damit in Zukunft wieder einmal jemand zum Abbeizer greifen darf ...
Und noch was Wichtiges : Wenn der Packungsbeschrieb nicht klar etwas anderes sagt, gehören die ganzen entfernten Farbreste in den Sonderabfall.

  

Kleine Tricks für tolle Ergebnisse

Wirkung verstärken
Decken Sie das Abbeizmittel beim Einwirken mit Alufolie ab. Es trocknet dann nicht so schnell und wirkt länger.

So gehts schneller
Entfernen Sie die dicksten Farbschichten zuerst mit einer Ziehklinge, das verkleinert den Aufwand.

Vorsicht vor Verfärbungen
Entfernen Sie insbesondere alkalische Abbeizer schnell vom Holz, da es sich sonst verfärben kann.

http://www.coopzeitung.ch/Schichtarbeit_+Jetzt+ist+der+Lack+ab Schichtarbeit: Jetzt ist der Lack ab

Der Rico-Farb- und Graffiti-Entferner ist ein zuverlässig wirkender Universal-Abbeizer. Er ist leicht biologisch abbaubar, geruchsmild, CKW- und methanolfrei. Zudem überzeugt er durch eine lange Wirkdauer, ohne dabei einzutrocknen. Alte Farbanstriche und Graffitis auf Holz, Metall und mineralischen Untergründen lassen sich mit ihm zuverlässig, sauber und risikolos entfernen. Erhältlich ist der Rico- Farb- und Graffiti-Entferner bei Coop Bau + Hobby für Fr. 16.50/750 ml.

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Stefan Fehlmann

Redaktor

Foto:
Getty Images, zVg
Veröffentlicht:
Montag 20.02.2017, 14:47 Uhr

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