Ohne Aufschrift ist der E-Tron äusserlich nicht vom normalen A3 Sportback zu unterscheiden

Schleich dich! Audi A3 Sportback E-Tron

Spieltrieb Wie man im Auto einen Zeitvertreib für öde Arbeitswege entdecken und dabei erst noch ein gutes Gewissen bekommen kann.

Der Anschluss fürs Ladekabel verbigt sich im Kühlergrill.

Der Anschluss fürs Ladekabel verbigt sich im Kühlergrill.
Der Anschluss fürs Ladekabel verbigt sich im Kühlergrill.

Irgendwann packt es auch den abgebrühtesten Fahrer. Mag man sich noch so sehr einreden, in einem ganz normalen Auto zu sitzen – plötzlich packt einen doch der Ehrgeiz, möglichst wenig zu verbrauchen. Starr auf den Bordcomputer blickend wie das Kaninchen auf die Schlange, kämpft man um jede Wattstunde Batterieladung, um jeden Meter Reichweite, wie in einem Videospiel. Ist dann die Batterie leer – game over! Jedenfalls bei reinen Elektroautos. Autos mit Hybridantrieb wie der Audi A3 Sportback E-Tron kommen noch ein paar Hundert Kilometer mit Benzin weiter, da sie über beide Antriebe verfügen. Nicht so flüsterleise und antrittsstark wie mit dem Elektromotor, doch ohne Angst vor dem Liegenbleiben.

 
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Elektronik sorgt für Effizienz

Wer weniger als 50 km Arbeitsweg hat, kommt theoretisch wochenlang ohne einen Tropfen Sprit aus: Als Plug-in-Hybrid kann man das Auto einfach zu Hause und am Arbeitsort per Steckdose nachladen. In der Praxis ist die Reichweite etwas geringer. Am Wochenende gehts dann halt mit Benzin in die Berge.

Koordiniert wird der Einsatz der beiden Motoren mit verschiedenen Fahrprogrammen – automatisch via Elektronik (das ist am effizientesten) oder per Tastendruck. So kann man sich beispielsweise Reststrom aufsparen, um in der Innenstadt rein elektrisch zu fahren. Spielt man nicht ständig an den Einstellungen herum, fährt sich der A3 E-Tron wie jeder andere Kompakte. Man spürt zwar das Mehrgewicht – er tritt zäher an, als die insgesamt 204 PS vermuten lassen. Dafür senkt das tief im Heck eingebaute Batterie-Paket den Schwerpunkt und sorgt für fast schon sportliches Fahrverhalten. Am grössten ist der Spass für einmal bergab: Was für ein erhebendes Gefühl, wenn Kilometer um Kilometer Energie zurückgespeichert wird! Und was für ein quälendes, wenn dann in der Ebene die Ladeanzeige der Batterie rasch zurückgeht …

Hochwertige Ausstattung

Platzangebot, Materialien und Verarbeitung des E-Tron haben das übliche Audi-Niveau. Nur der Kofferraum bietet mit 280 Litern Volumen 100 weniger als der normale A3. Zwei Ausstattungsstufen gibt es, und damit der höhere Preis (der E-Tron kostet rund 5500 Franken mehr als ein A3 mit 180-PS-Benziner) nicht so schmerzt, hat Audi einige Extras hineingepackt, die es sonst nur gegen Aufpreis gäbe. Per Smartphone-App lassen sich der Ladevorgang der Batterie und die Klimaanlage steuern. Ein Navi kostet aber 3190 Franken zusätzlich.

Auch wenn sich die Freude am Sparspiel bald legt: Es bleibt die Erkenntnis, dass man viele der alltäglichen Fahrten mit Strom zurücklegen kann. Doch das gute Gewissen ist einfach ein wenig teurer.


Probefahrt: Audi A3 Sportback E-Tron

Audi A3 Sportback E-Tron Attraction

Motor & Antrieb
Vierzylinder-Turbobenziner,
1,4 Liter, 110 kW/150 PS,
Elektromotor 75 kW/102 PS,
zusammen 150 kW/ 204 PS,
6-Gang-S-tronic,
Frontantrieb

Verbrauch & CO2
Benuzin 1,6l/100 km,
Strom 12,4 kw/100km
37 g/km CO2,
Energieetikette A

Preis
ab 45'450 Franken

Platzangebot    ****
Komfort ****
Kosten/Nutzen    
***

   
           
    

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Text:
Andreas Faust
Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 07.09.2015, 18:56 Uhr

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