Für grosse Flächen ist eine Schleifmaschine eine grosse Hilfe.

Schleifen für Anfänger 

Verwitterte, lackierte oder beschädigte Oberflächen können oft abgeschliffen werden. Schwer ist das nicht, wenn man weiss, wie.

Schleifen von Hand ist anstrengend, sorgt aber auch für perfekte Ergebnisse.

Schleifen von Hand ist anstrengend, sorgt aber auch für perfekte Ergebnisse.
Schleifen von Hand ist anstrengend, sorgt aber auch für perfekte Ergebnisse.

Was haben eine bunte alte Kommode, die Holztischplatte mit den Weinflecken, das rostige Fahrrad und der verwitterte Fensterrahmen gemein? Richtig, sie alle benötigen eine Oberflächenbehandlung. Und egal, ob Sie neu malen, lackieren, ölen oder versiegeln: vorher muss die Oberfläche geschliffen werden. Das kostet Geduld und Schweiss, gibt Staub, aber es fordert, wenn Sie es richtig machen, keine Tränen. Schleifen ist nicht schwer, ein paar wenige Dinge muss man aber wissen. 

Immer mit Gefühl

Am meisten werden Sie beim Schleifen naturgemäss mit Holz zu tun haben. Zum Beispiel mit der fleckigen Tischplatte. Am gefühlvollsten schleifen Sie diese von Hand. Dazu benötigen Sie einen passenden Schleifblock und Schleifpapier. Und los gehts:

Und los gehts:

  • Starten Sie mit grobem Papier, etwa mit einer 80er-Körnung, und arbeiten Sie sich langsam zu einer 120er- oder 180er-Körnung vor. Den Feinschliff erledigen Sie am besten mit einer 240er- oder gar 320er-Körnung.
  • Schleifen Sie immer in Faserrichtung und entfernen Sie den Schleifstaub regelmässig mit einem feuchten Tuch, damit sich das Schleifpapier nicht unnötig schnell zusetzt.
  • Arbeiten Sie bei Holz, aber auch auf Lack, immer möglichst grossflächig. Das ergibt eine ebene Oberfläche und sorgt dafür, dass sich punktuell keine Hitzeverfärbungen bilden.
  • Wenn Sie beim Holzschleifen Maschinen verwenden, eignen sich Schwing- oder Exzenterschleifer. Mit der runden Schleifplatte des Exzenterschleifers lässt sich schnell viel Material abtragen. Aber: Wenn Sie das Gerät nicht gleichmässig und ohne grossen Druck führen, laufen Sie Gefahr, Dellen ins Holz zu schleifen. Der Schwingschleifer verfügt über eine rotierende Schleifplatte, was für ein feineres Schleifbild sorgt. Die Gefahr, «Löcher» ins Material zu schleifen, ist bei ihm geringer.
  • Für verwinkelte Stücke mit Ecken und Kanten, wie etwa den Fensterrahmen, eignen sich auch Deltaschleifer. Mit ihnen lassen sich auch schwer zugängliche Stellen sauber bearbeiten.
  • Dünn lackierte Stellen können wie Holz geschliffen werden. Der Schleifstaub kann aber giftig sein. Schützen Sie sich unbedingt davor. Dicke oder mehrere Lackschichten sollten abgelaugt oder mit der Heissluftpistole entfernt werden.
  • Beim rostigen Fahrradrahmen brauchts in der Regel hartes Geschütz. Nämlich einen Winkelschleifer, auch Flex genannt. Dieser eignet sich zum Schrubben (zum Beispiel mit Kupferbürstenaufsätzen) und Schleifen, aber auch zum Trennen von Metall. Von Hand erfolgt hier nur noch der Feinschliff.

Mehr zum perfekten Schliff

So wirds besonders fein
Befeuchten Sie Holz vor dem letzten Feinschliff. Das stellt die Fasern auf, was für ein perfektes Ergebnis sorgt.

Unbedingt schützen
Vor allem beim Schleifen mit Maschinen sind Augen-, Atem- und Gehörschutz besonders wichtig.

Perfekte Inperfektion
Schleifen Sie die lackierte Kommode nur teilweise ab und kreieren Sie so den angesagten Shabby Chic.

Kinderleicht schleifen


Der Schwing-Deltaschleifer FDS 140 von AEG ist besonders handlich und leicht. Das prädestiniert ihn für Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen und auch für Überkopfarbeiten. Dank praktischem Klemmsystem lässt sich das Schleifpapier schnell und einfach wechseln.

Erhältlich in grösseren Coop Bau + Hobby für Fr. 149.–, im Online-Shop nur Fr. 111.75

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Stefan Fehlmann

Redaktor

Foto:
Getty Images, Alamy (Montage), ZVG
Veröffentlicht:
Montag 26.12.2016, 16:00 Uhr

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