Aus Alt mach noch älter: Der Shabby-Chic-Look gibt ganz schön was her.

Shabby Chic: Alles andere als schäbig

Warum immer alles neu machen? Heute stylen wir Ihre Möbel auf alt! Das Schöne dabei ist: Der Effekt ist deutlich grösser als die Arbeit.

Retro ist schon länger im Trend, auch im Wohnbereich. Kaum ein Möbelhaus, das nicht auch Vintage-Möbel im Programm führt. Entsprechend kunstvoll gealtert, sehen Kommoden, Stühle, Schäfte und Rahmen aus, so als lägen ihre besten Zeiten schon viele Jahre zurück. Das dafür aber mit Stil. Und den entsprechenden Kosten. Da darf man sich schon die Frage stellen: Warum für etwas bezahlen, was man auch selber machen kann? Shabby Chic heisst das Zauberwort. Und weil es eine willkommene Abwechslung ist, etwas alt anstatt neu zu machen, legen wir gleich los.

Schleifen mit Gefühl

Und zwar mit Grossmutters Kommode. Aber was Sie auch immer auf alt trimmen wollen, wichtig ist, dass es aus Holz ist. Und zwar idealerweise aus Massivholz. Ist das gute Stück lackiert, und das ist es meistens, muss der Lack runter und die Beschläge müssen zuvor entfernt werden. Grosse Flächen lassen sich dann mit der Schleifmaschine bequem behandeln, Ecken, Kanten und Verzierungen mit dem Handschleifpapier und entsprechendem Feingefühl. Tragen Sie dabei aber unbedingt Atemschutz und Brille. Und denken Sie daran, dass, je nach Lack, Schleifstaub nicht nur eine Riesensauerei gibt, sondern auch giftig sein kann. Zum Trost müssen Sie dafür nicht allzu pedantisch arbeiten. Schliesslich soll das Ergebnis ja im wahrsten Sinne des Wortes schäbig werden.

Ist das gute Stück blank, entfernen Sie Staubresten mit einem feuchten Tuch. Danach können Sie zu Pinsel und Farbe greifen und die Kommode bemalen. Idealerweise mit dem Colodur-Shabby- Chic-Lack. Ist die erste Schicht mit dem Voranstrich in der Farbe Ihrer Wahl trocken, folgt der zweite Arbeitsschritt: Die Behandlung mit dem Shabby-Chic-finish-Öl. Bringen Sie mit einem Schwamm das Shabby-Muster nach Ihrem Geschmack an.

Sorgen Sie für Kontraste

Die Gebrauchsspuren werden direkt in den Lack hineingeschliffen.

Die Gebrauchsspuren werden direkt in den Lack hineingeschliffen.
http://www.coopzeitung.ch/Shabby+Chic_+Alles+andere+als+schaebig Die Gebrauchsspuren werden direkt in den Lack hineingeschliffen.

Ist die Farbe dann vollkommen durchgetrocknet, schleifen Sie mit feinem Schleifpapier mit einer Körnung von mindestens 240 die gewünschte Patina in den Lack. Und zwar an den Stellen, die erfahrungsgemäss auch am meisten von Abnutzung betroffen sind. Also etwa Ecken und Kanten. Schleifen Sie vorsichtig bis aufs Holz. Die im Ton abgesetzten Farbschichten sorgen für authentische Effekte. Wenn Ihnen das zu wenig ist, verwenden Sie kräftigere Voranstrich-Farben wie etwa Blau und Weiss oder Rot und Weiss, was spannende Kontraste ergibt. So, und wenn Ihnen die ganze Patina einmal nicht mehr gefällt; irgendwann restaurieren wir die Kommode wieder und machen sie wie neu.

  

Das bringts ebenfalls

Ab auf den Flohmarkt
Alte Beschläge und Griffe vom Flohmarkt passen perfekt zu Ihrem neuen Shabby-Chic-Stück.

Kreidefarben
Verwenden Sie Kreidefarbe anstelle von Acryl. Deren matte, pudrige Oberfläche wirkt sehr shabby.

Mit Holz kombinieren
Kombinieren Sie den Shabby-Chic-Look mit Naturholz, indem Sie etwa Schubladen in der Holzoptik belassen.

http://www.coopzeitung.ch/Shabby+Chic_+Alles+andere+als+schaebig Shabby Chic: Alles andere als schäbig

Aus Neu mach Alt
Coop Bau + Hobby führt eine Auswahl an Artikeln für den angesagten Shabby-Chic-Look: Von Colodur etwa ist eine Voranstrichfarbe auf Acrylbasis erhältlich (Fr. 13.95/750 ml). Zusammen mit dem Shabby-Chic-finish-Oil (Fr. 15.95/375 ml) lassen sich so mit einfachen Mitteln spannende Effekte auf die Möbel zaubern. Kinderleicht funktionieren auch die Lacksprays von Belton (Fr. 15.95/400 ml), mit denen sich die Vintage-Optik aufsprayen lässt.

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Stefan Fehlmann

Redaktor

Foto:
Getty Images, Living4media
Veröffentlicht:
Montag 08.01.2018, 00:00 Uhr

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