Sie:

Spontan sein ist wunderbar. Nicht aber an Festtagen, wie etwa Heiligabend oder Ostersonntag. So will Schneider immer wieder mal das Eierverstecken an Ostern abschaffen. Geht’s noch? Warum? Das gehört doch einfach dazu. Er macht mit seinen Ideen nur alle unglücklich. Ist doch egal, ob jemand an den Samichlaus glaubt oder nicht, es geht um das gemeinsame Verständnis. Um die Faszination der Wiederholung. Rituale schweissen emotional zusammen, denn die Gleichzeitigkeit der Gefühle tut wohl. Doch wenn Schneider die Abläufe umkrempeln will oder gar etwas vergisst, dann vermittelt er mir, dass er Rituale nicht so wichtig nimmt. Und das würde ich jetzt ganz spontan und wortwörtlich als haltlos bezeichnen.

Er:

Kinder brauchen Rituale, ja, das sagt sie schon richtig. Aber Schreiber sucht zwanghaft nach Ritualen, auch für sich selber. Und das kann problematisch sein, denn ein Ritual muss allen Beteiligten Freude machen – also auch mir. Nur werde ich eigentlich gar nie gefragt. Es könnte doch ein Ritual sein, dass wir an Heiligabend mal alle gemeinsam kochen. Mir würde das Spass machen. Dass es aber immer das gleiche Gericht sein muss, ist mir ehrlich gesagt schon zu viel Zwang. Und zudem bin ich der Ansicht, dass das bewusste Ausbrechen aus einem bestehenden Ritual auch eine Bereicherung sein kann – vielleicht sogar ein wenig auch eine Befreiung.

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