Sind weisse Haie als Touristenattraktion vertretbar?

Er:

Schlangen, Wölfe, Spinnen: Wie viele Tiere leiden ungerechterweise unter einem katastrophalen Image? Und wenn man Weisse Haie beobachtet, reden wir vom offenen Meer und nicht von einer Zirkusvorstellung, wo Orcas oder Delphine vorgeführt werden. Einverstanden: Es ist es fragwürdig, mit Anfütterung zu arbeiten. Aber schliesslich sollen die Interessierten ja tatsächlich Haie zu Gesicht bekommen. Nur dann kann man auch eine positive Beziehung aufbauen. Was dringend notwendig ist. Man weiss nämlich viel zu wenig über diese faszinierenden Tiere. Deshalb sind alle Mittel recht – also auch teure Touristenfahrten – um das Image von Weissen Haien aufzubessern.

Sie:

Mein Bruder hat kritische Artikel über den «Weisser-Hai-Tourismus» gelesen. Die Tiere werden durch die Anfütterung in ihrem natürlichen Verhalten gestört, was unbekannte Konsequenzen haben kann. Die einzigen, die von dieser Touristenattraktion profitieren, sind anscheinend die Bootsunternehmen. Deshalb bin ich eher dagegen. Die Frage ist auch, um was es einem eigentlich geht? Um die Lust am Grusel und an der Sensation? Wenn man daheim stolz erzählen kann, dass man Auge in Auge mit einem Meeresmonster war, macht das sicher mächtig Eindruck. Wobei ich kleinlaut zugeben muss: Mich hat diese Begegnung in freier Wildbahn ebenfalls sehr berührt. Stolz bin ich nicht, aber dankbar.

 

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Er:

Wann werden wir jemals wieder die Gelegenheit haben, wilde Tiere in natürlichem Umfeld zu erleben? So schnell nicht. Zudem habe ich vor unserer Buchung abgeklärt, ob es Anbieter gibt, die einen Teil des Geldes der Hai-Fahrten in die Forschung stecken. Das Siegel «Fairtrade-in-Tourism-Southafrica» bürgt dafür, dass mit den Tauchtouren Meeresbiologie und Haiforschung finanziert wird. Ich bin der Meinung, dass engagierte Projekte aus Tourismus und Naturschutz den Weissen Haien mehr bringen, als Desinteresse oder ein falsches Image durch Hollywood-Filme.

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