Unter Beobachtung: Sensoren im Schuh sollen das Training optimieren.

Smarte Sohle

Schritte zählen und Kalorien berechnen kann bald jedes Handy. Für ambitionierte Laufsportler gibt es weitaus leistungsfähigere Gadgets.

Sie gelten als Trendprodukte: «Wearables», die tragbaren Minicomputer, die unser Leben einfacher machen sollen. Am Handgelenk sieht man sie schon überall, doch neben Activity-Tracker oder Smartwatch arbeiten intelligente Begleiter inzwischen auch an verborgenen Stellen – unter den Füssen.

Der Trainer im Schuh

Im Laufsport, wo seit jeher gemessen, verglichen und ausgewertet wird, vermisst Software heute jede Bewegung. Es gibt inzwischen Dutzende von Anbietern, die mit Sensoren gespickte Schuhe und Einlegesohlen oder Foot-Pods verkaufen. Die neueste Generation kann etwa verfolgen, wie sich der Fuss beim Laufen dreidimensional positioniert, ob ein Läufer eher hüpft oder schlurft.

Bei einigen Modellen messen Sensoren, wie viel Energie beim Abdruck verwendet wird und an welchen Punkten. Wofür es in früheren Zeiten die Beobachtung durch eine zweite Person brauchte, das wird heute durchgehend digital verfolgt.

Warnung vor Ermüdung

Solch eine intelligente Einlegesohle erkennt beispielsweise, ob Sie beim Laufen auf dem Vorfuss auftreffen oder auf der Ferse. Sobald Sie zuerst das eine tun und dann das andere, sind Sie dabei, zu ermüden. Die Software kann diese und andere Unregelmässigkeiten erkennen und den Läufer warnen: Die Information kommt via Handy auf die Kopfhörer. Einige Hersteller werben gar damit, dass sich Fehlstellungen auf diese Weise diagnostizieren lassen.

Angefangen hat das alles vor noch nicht allzu langer Zeit mit dem Wunsch, jederzeit wohlig warme Füsse zu haben. Das war die Idee hinter «Digitsole» beim Start als hoffnungsvolles Crowdfunding-Projekt 2014. Eine Einlegesohle sollte per Bluetooth und Handy-App die Füsse stets angenehm warm halten und nebenbei Schritte zählen. Aus der Idee wurde inzwischen ein Unternehmen mit mehreren Produktlinien und einer eifrigen Entwicklungsabteilung. Da gibt es zum Beispiel ein futuristisches Schuhmodell, das sich von alleine schnürt. Und der letzte Schrei: High Heels mit ausfahrbaren Hacken.

Das grosse Kribbeln

Wer unvermessen einfach in Ruhe durch den Wald joggen möchte und nicht das Bedürfnis hat, seine Laufleistung anschliessend online zu teilen, kann schlaue Schuhe aber auch auf eine andere Weise nutzen: Eine indische Firma hat eine GPS-Kopplung via Handy entwickelt, mit der die Schuhe zum Navigationsgerät werden – dank vibrierender Sohlen. Kribbelt es am linken Fuss, heisst es – logisch – nach links gehen. Auf diese Weise kann man sich den Blick aufs Handy-Display ersparen. An Wegkreuzungen mit mehr als zwei Möglichkeiten wird es aber mit dem Kribbeln vermutlich etwas kompliziert.

So funktioniert die digitale Sohle

Wimmel-Spass

Schon das Betrachten der Bilder von «Hidden Folks» macht Spass. Im Spiel geht es darum, in den handgezeichneten Schwarz-Weiss-Welten Personen oder Dinge zu finden. Das ist gar nicht so einfach: Da öffnen sich Türen, es fallen Dinge aus Bäumen, und manche Objekte entdeckt man erst, wenn man etwas wegrollt. Ebenso lustig: Einfach überall tippen und abwarten, was passiert – allein schon wegen der fast 1000 Geräusche vom Brummeln bis zum Fiepen.

«Hidden Folks», Fr. 4.– für iOS, Windows und Linux, ab 4 Jahren.

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Text:
Daniela Gschweng
Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Dienstag 20.06.2017, 07:45 Uhr

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