Sofabanking: «Zak» – eine App für alles

Geld Von der Kontoeröffnung bis zur Budgetkontrolle: Mit der neuen App der Bank Cler lassen sich alle Bankgeschäfte mit dem Smartphone erledigen. Angesprochen sind Neukunden – aber nicht nur.

Matthias Häne (40) Verantwortlich für Strategie und digitale Transformation bei der Bank Cler.

Matthias Häne (40) Verantwortlich für Strategie und digitale Transformation bei der Bank Cler.
http://www.coopzeitung.ch/Sofabanking_+_Zak_+_+eine+App+fuer+alles Matthias Häne (40) Verantwortlich für Strategie und digitale Transformation bei der Bank Cler.

Eine App hat jede Bank. Was ist neu  an der Zak-App der Bank Cler?
Neu ist, dass Sie alles, was mit Ihrem Konto und Ihren Karten zusammenhängt, jetzt mit der App verwalten können. Kompliziertes E-Banking am PC braucht es damit nicht mehr.

Aber mindestens meine Unterschrift bei der Kontoeröffnung muss ich noch auf dem Postweg zur Bank schicken.
Nein. Zur Kontoeröffnung genügt ein kurzes Videotelefonat, das direkt mit dem Smartphone gemacht wird. Das Unterschreiben wird ebenfalls digital über die App erledigt.

Wen sprechen Sie mit Zak an?
Die neue App wurde zusammen mit Berufseinsteigern und Uniabsolventen entwickelt. Sie sind digital affin, und preissensitiv, da die Jugend- und Studenten-Vergünstigungen wegfallen. Und sie müssen sich erstmals ernsthaft mit den Finanzen beschäftigen. Die App richtet sich grundsätzlich aber an alle, die mit ihrem Smartphone schon heute einen Grossteil ihres Alltags planen und organisieren.

«Vergünstigungen wegfallen» macht hellhörig. Was kostet das Angebot?
Das Basisangebot «Cashless» ist gratis, inklusive Maestro-Karte und Kreditkarte. Bei diesem Preismodell kann man kostenlos an allen Bank-Cler-Bankomaten Geld beziehen. Bezüge an Fremdbankomaten sind jedoch gebührenpflichtig. Für sechs Franken im Monat bekommen Sie das gleiche Angebot, aber mit unbegrenztem Bargeldbezug an allen Bankomaten. Sogar vier Bargeldbezüge im Ausland sind im Package inbegriffen.

Was kann die App alles?
Zak kann alles, was man im Alltag braucht: Kontostand prüfen, Rechnungen zahlen, Überweisungen durchführen. Neu ist, dass Sie Ihr Geld in verschiedene Töpfe verteilen können. Zum Beispiel in einen Topf für Steuerrücklagen, einen zum Sparen auf die nächsten Ferien oder auf einen neuen Computer und so weiter. Neue Töpfe können Sie ganz einfach selbst anlegen und wieder schliessen. Das Geld können Sie beliebig zwischen den Töpfen hin- und herschieben, ohne dass auf dem Konto etwas ausgelöst wird. Es hilft Ihnen einfach bei der Übersicht über Ihr Geld, denn Sie sehen immer, wie viel Geld Sie frei ausgeben können. So brauchen Sie nicht mehrere Konti für verschiedene Ausgaben zu eröffnen.


Ein Konto, aber viele Töpfchen – eines für jede Aufgabe. Die App «Zak» hilft, den Überblick über die Finanzen zu wahren.

Das klingt wirklich hilfreich. Wer kam auf diese Idee?
Wir haben die Kundinnen und Kunden von Anfang an in die Entwicklung der neuen Applikation einbezogen. Mit Workshops sowie Interviews und Online-Umfragen von über 800 Personen versuchten wir herauszufinden, was die Leute wirklich brauchen und welche Gewohnheiten sie haben.

Wie steht es um die Sicherheit? Wenn ich Geld auf dem Computer überweise, muss ich die Freigabe übers Smartphone aktivieren.
Als Bank unterliegen wir strengsten Vorschriften, was Sicherheit angeht. In Zak kann sich der Nutzer einfach und schnell einloggen, Zahlungen müssen zusätzlich mittels einem sogenannten «mTAN»-Code freigegeben werden.

Gibt es Zak nur für Junge oder auch für nicht mehr ganz so junge, treue Bank-Cler-Kunden?
Jeder kann Zak nutzen, egal, ob jung oder alt, egal, ob Neukunde oder bestehender Kunde.

Zak ist nicht nur eine Banking-App. Man kann über Zak auch Produkte kaufen. Wie geht das?
Auch das ist ein Novum. Wir haben über Zak eine Anbindung an den Schweizer Online-Marktplatz «siroop». Man kann zum Beispiel bei «siroop» einen Computer suchen, ihn auswählen und dann gleich anfangen, in einem Topf darauf zu sparen. Das Produkt kann dann direkt aus der App bestellt werden und der Nutzer erhält ab einem Einkauf von 350 Franken sogar noch einen Rabatt von 50 Franken. Die Bestellung wird zwar nicht automatisch ausgelöst, aber das System teilt mit, wenn genug Geld vorhanden ist.

Und was ist, wenn ich trotz Einfachheit Probleme habe?
Das System ist sehr kommunikativ. Direkt in der App ist ein eigener Chat (vergleichbar mit WhatsApp) eingebaut. Der dahinterliegende Chatbot «Carl» gibt Antworten auf zahlreiche Fragen, und er lernt ständig dazu. Je mehr Fragen die Nutzer stellen, desto besser wird er. Im Ausland teilt Zak dem Nutzer zum Beispiel mit, wie man mit möglichst wenig Gebühren bezahlt oder Bargeld bezieht. Das kann sehr praktisch sein. Und wenn der Chatbot mal nicht weiterweiss, kann der Nutzer mit einem «echten» Agenten aus dem Beratungscenter weiterchatten.

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Thomas Compagno

Redaktor

Foto:
Getty Images, Fotolia, zvg
Veröffentlicht:
Montag 12.02.2018, 09:44 Uhr

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