Er:

Woher will Schreiber wissen, dass Motorradfahren einen nicht weiterbringt? Also, innerlich, meine ich? Stundenlang durch die kalifornische Wüste zu fahren ist bestimmt meditativ: Dieses gleichmässige Brummen, die stete Vibration, der warme Fahrtwind – da kann man doch in Trance geraten und womöglich bewusstseinserweiternde Erfahrungen machen. Aber so weit denkt Schreiber nicht, denn das wahre Problem ist, dass sie Angst hat, und dass sie sich nicht in den Verkehr traut. Die Frage hier sollte sich nicht darum drehen, ob man ab einem gewissen Altern nicht mehr Töff fahren soll, sondern ob man auch im reiferen Alter immer noch seine Angst bekämpfen lernen kann.

Sie:

Schneider sieht sich als sicherer Wert auf der Strasse. Dem kann ich grundsätzlich zustimmen. Er fährt gut, aber er fährt ja nicht allein. Und was auf Strassen los ist, weiss jeder: Gehupe, Gedrängel, Gehetze. Mit einem Töff ist man all dem viel direkter ausgesetzt, ein harmloser Blechschaden wird hier zum gefährlichen Körperkontakt. Der Stress ist gross, und es ist wohl nicht unbedingt so, dass ein nicht mehr ganz Junger besser mit Hektik und Tempo umgehen kann. Stattdessen sollte die Anzahl bereits gelebter Jahre doch eher dazu führen, die Anzahl der noch vor einem liegenden Jahre mit Vorsicht zu geniessen. Darum: Schneider ist meiner Meinung nach zu alt, um mit Töff fahren zu beginnen.

Wer konnte Sie überzeugen?

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