Sie:

Ach, typisch Mann. Transferiert das Ganze auf die Ebene der Geschäftswelt. Natürlich macht es sich nicht gut, wenn man bei Kunden herumbrüllt. Wenn aber etwas aus dem Ruder läuft und schwierig wird, dann muss man reden. Redet man nicht, womöglich aus taktischen Gründen, ja dann schluckt man den Ärger unzerkaut runter. Und wenn Schneider Busch bemüht, so gebe ich gern Mark Twain das Wort, der sagt: «Bist du zornig, so zähle bis vier: Bist du sehr zornig, so fluche.» Das muss man ja nicht unbedingt vor Kunden oder Mitarbeitern tun. Anstand ist wichtig, in jeder Beziehung! Deshalb empfehle ich Wutbefreiungsrituale im Alleingang. Die tun niemandem weh, aber jemandem gut. Einem selbst nämlich.

Er:

Jaja, ich weiss schon, häufig unterdrückte Wut macht, das ist wissenschaftlich erwiesen, krank. Und wie! Erhöhter Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, grösseres Herzinfarktrisiko und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Nur, der Witz ist eben, dass das ständige Ausleben von Aggressionen, und das ist auch wissenschaftlich bewiesen, das Krankheitsrisiko in keiner Weise senken. So gesehen ist Schreibers Idee, Wut einfach zu verbrennen, sicher nicht schlecht. Aber vielleicht ist das Rezept, Wut runterzuschlucken, zu verdrängen und am Besten sogar zu ignorieren, deshalb auch gar nicht so schlecht. 

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