Sie:

Dass Studien alles belegen und bei Bedarf das gleiche widerlegen, ist nicht ungewöhnlich, aber durchaus praktisch. Gegen kultiviertes Streiten, wie es Schneider propagiert, habe ich nichts, aber ich teile seine Meinung nicht, dass man den Tonfall von Teenagern prinzipiell von Moll auf Dur umstellen muss. Besser ist, statt beim Absender am Lautstärkeregler zu drehen, bei sich einen Filter aktivieren. Ich zum Beispiel habe eingebautes Oropax im Ohr. Das zücke ich, wenn es um Unwichtiges geht. Bei wirklich wichtigen Themen wie Pünktlichkeit am Abend oder Wie-lange-darf-man-am-Handy-sein, sorge auch ich dafür, dass der Ton stimmt. Damit das Problem nicht im ohrenbetäubenden Getöse überhört, sondern gelöst wird.

Er:

Türen knallen geht nicht, da bin ich mit Schreiber einig. Doch weshalb soll sich ein Teenager, wenn er unzufrieden ist und sich unverstanden fühlt, das nicht in normaler Lautstärke äussern? Wie sollen sie verstehen lernen, dass Lautstärke allein kein Argument ist? Nein. Die Sache ist ganz simpel: Mit seinen Eltern spricht man anständig. Umgekehrt natürlich auch. Für mich sind Dauermonologe von Müttern und Vätern gleichermassen inakzeptabel das Rumbrüllen von Teenagern. Wer immer nur laut wird, einschnappt oder Türen knallt, lernt leider nur schwerlich, zuerst nachzudenken, bevor man etwas fordert.

Wer konnte Sie überzeugen?

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