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Spielmobil: Kompakt-SUV mit Charakter

Der Verzicht auf Allradantrieb ist nur eine der Eigenheiten des Fünfplätzers.

Gefahren von Andreas Faust, Autojournalist

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Auf den ersten Blick schaut er schon ein wenig aus wie ein Spielzeugauto. Eher skurriles Design sowie technische Lösungen weitab vom Mainstream ist man von Citroën ja gewohnt. Aber dieser C3 Aircross wäre – auf handliches Format verkleinert – ganz sicher ein Renner im Kinderzimmer mit seinen wulstig wirkenden Rädern, den über die Front verteilten Scheinwerfern und seinen quadratischen Proportionen. Überhaupt scheinen sie es bei Citroën derzeit mit Vierecken zu haben, selbst wenn deren Ecken kuschelig verrundet werden. Und dieser kompakte SUV – Citroëns erstes selbst entwickelter – scheint auch wie aus Bausteinen zusammengesetzt zu sein. Zwischen all den glatt gelutschten übrigen Modellen im Segment zeigt der C3 Aircross so Eigenständigkeit und Charakter.

Glücklicherweise haben die Entwickler aber bei all der Extravaganz im Design nicht die praktischen Qualitäten vergessen. Der Neue ersetzt den C3 Picasso, einen waschechten Van, und darum muss er genauso variabel im Interieur sein. Vorne sind die Platzverhältnisse sehr komfortabel, aber wenn ich meine 185 Zentimeter hinten bequem unterbringen will, muss ich die um 15 Zentimeter verschiebbare Rückbank ganz nach hinten bewegen. Das geht in Ordnung – die Zielgruppe sind schliesslich Paare und junge Familien, deren Nachwuchs hinten definititv gut untergebracht ist. Und so ist der Kofferraum mit mindestens 520 Litern Volumen auch variabler zu nutzen. Schade nur, dass es diese Variabilität nur gegen Aufpreis gibt.

Design vs. Ergonomie

Das Viereck-Motiv wiederholt sich im Innenraum; von den Instrumenten über die Ablagen bis hin zum ziemlich unhandlichen Schaltknauf. Allein der wäre schon ein Argument für die geschmeidig schaltende Automatik (1500 Franken): Man müsste ihn weniger anfassen. Viereckige Tasten sucht man jedoch vergebens – sogar die Klimaanlage lässt sich nur per Touchscreen bedienen. Das finde ich eher umständlich.

Dafür gefällt mir die Zurückhaltung beim Gewicht: Die Basisversion wiegt nur 1088 Kilogramm – Citroën spart sich den schweren und verbrauchstreibenden Allradantrieb und bietet dafür eine variable Traktionskontrolle an (gegen Aufpreis). Der schwere Turbodiesel mit 100 oder 120 PS zerrt spürbar an den Vorderrädern, mit dem 82-PS-Benziner ist das Auto etwas knapp motorisiert, aber der 110-PS-Turbo passt perfekt zu dem Fünfplätzer – und verbraucht erst noch einen Dezi weniger im Schnitt.

Da es diesen Motor erst ab der mittleren Ausstattung gibt, muss man aber mindestens 22 590 Franken ausgeben. Und es wäre noch mehr möglich dank einer reichhaltigen Aufpreisliste. Nur eine Option fehlt: ein kleiner C3 Aircross – zum Spielen für den Nachwuchs.

Zusammenfassung

Citroën C3 Aircross

Platzangebot ★★★★
Komfort ★★★★
Kosten/Nutzen ★★★★★

Motor und Antrieb

  • 3-Zylinder Turbo-Benziner
  • 1,2 Liter, 81 kW/110 PS,
  • manuelles Fünfgang-Getriebe, Frontantrieb


Verbrauch und CO2

  • 5,0 l/100 km, 115 g/km CO2
  • Euro 6, Energieetikette B


Preis
ab 22 590 Franken

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zVg
Veröffentlicht:
Montag 06.11.2017, 09:13 Uhr

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