Die Rute ist eine besonders empfindliche Stelle. Ist sie verletzt, muss sie sorgfältig behandelt werden.

Spuri beisst sich durch

Wegen eines Unfalls kommt Spuri in die Tierarztpraxis.  Die Verletzung an sich ist nicht schlimm. Doch das Verarzten wird ziemlich schwierig.

Ohne Anmeldung stürmte die Dame in meine Praxis. Im Schlepptau ein mittelgrosses Basterli an der Leine. Dieser hatte sein Schwänzchen eingezogen und jaulte immer wieder, als hätte ihn jemand geschlagen. «Schnell, ich habe ihm versehentlich sein Schwänzchen eingeklemmt, als ich die Autotüre schloss.»

Falsch verbunden? 

Spuris Rute war relativ weit oben geschwollen und sie schmerzte ihn. Vorsichtig tastete ich mich durch, schliesslich musste er zum Röntgen. «Spuri hat Glück gehabt. Seine Rute ist gequetscht und ich sehe nur einen feinen Riss im Knochen, das kommt gut.» Nun musste er noch einen Verband haben. Die schmerzhafte Stelle sollte ruhiggestellt werden, doch wie befestigt man dort einen Verband? Zu streng eingebunden, würde er die Blutversorgung im Gewebe noch mehr einschränken, doch gar nicht eingebunden, würde zu viel Bewegung im verletzten Bereich die Heilung erschweren.
Mit viel Watte verband ich die Rute so, dass sie gut gepolstert wurde, stabil war und trotzdem die Blutversorgung nicht unterdrückte. Alles wurde mit viel Klebstoff am Hinterteil des Hundes angeklebt.

Minuten nach dem Verlassen der Praxis stand Spuri wieder auf dem Tisch. Im Auto hatte er sich schnell und gezielt den Verband abgebissen. Der zweite Versuch war ein etwas eleganterer Verband. Diesmal war das gesamte Hinterteil von Spuri zerklebt. Minuten danach versuchte ich es ein drittes Mal. Diesmal wurde sein Schwänzchen seitlich nach vorne ans Halsband gezogen, mit einem Halskragen.

Wenige Minuten und einen Verband später meinte ich, dass Spuris Schwänzchen wohl weniger gestresst würde, wenn wir ihn ohne Verband gehen liessen. Spuri dürfe einfach nicht zu viel wedeln.

 

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Sprechstunde: Fragen Sie Chantal Ritter

Falls Sie ein gravierendes Problem haben, können Sie eine Frage an Tierärztin Dr. Chantal Ritter stellen. Beachten Sie aber, dass Chantal Ritters Ratschläge eine erste Einschätzung der Lage sind, doch im Ernstfall nicht den Besuch eines Tierarztes ersetzen können. Die Tierarztsprechstunde finden Sie in unserer Online-Tiercommunity.

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Chantal Ritter

Tierärtztin

Foto:
Getty Images, zVg
Veröffentlicht:
Montag 08.05.2017, 10:00 Uhr

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