Stefan «Büssi» Büsser: «Im Web ging es ab»

Mit den «Best of Bachelor»-Folgen erlangte er im Netz Kultstatus. Seit März tourt der Comedian wieder durch die Schweiz.

Mit mehr als 60'000 Fans auf Facebook und rund 18'000 Followern auf Instagram ist Stefan Büsser (30), kurz «Büssi», im Internet der beliebteste Radio- und TV-Moderator der Schweiz. Seit März ist er mit seinem Soloprogramm «AU(R)A» erneut auf Tour.

Ihre ersten Aufritte hatten Sie laut eigener Aussage im Klassenzimmer.
Ich war der sprichwörtliche Klassenclown. Zum Ärger der Lehrer. Einen Grossteil meiner Schulzeit verbrachte ich daher vor der Klassentür. Dennoch ist etwas aus mir geworden.

Wann wurde Ihnen klar, dass Sie mit dem Lustigsein einmal Ihren Lebensunterhalt verdienen möchten?
Ich spürte schnell, dass ich die Bühne mag. Zu Beginn lernte ich Stücke anderer Komiker auswendig und gab diese dann zum Besten. Als ich merkte, dass ich bei den Leuten gut ankam, suchte und fand ich einen Autor, mit welchem ich das erste Programm verfasste.

Als Moderator von «Energy Downtown» sind Sie schon lange hinter dem Radio-Mikrofon zu Hause. Hatten Sie nie Mühe, sich später auch im Fernsehen zu zeigen?
Ich habe nach wie vor Mühe damit. Das ist gut so. Wenn man beginnt, sich nicht mehr selbstkritisch zu sehen, sollte man aufhören.

Sie leiden an der Stoffwechselkrankheit Cystische Fibrose. Was hat dieser Umstand mit Ihrem Soloprogramm «AU(R)A» zu tun?
Wir waren am Schreiben eines neuen Programms, als ich ins Spital musste. Dort sah und erlebte ich teilweise so abstruse Dinge, die Stoff für ein komplett neues Programm lieferten. Den Namen «AURA» hatten wir schon. Wir setzten das R in Klammern und so ergab sich der neue Name mit Doppelbedeutung. Das Programm soll aber keine vom Publikum bezahlte Therapie für mich sein. Es dient mehr als Ansporn für Personen, die ebenfalls mit schwierigen Situationen zu kämpfen haben. Klar mache ich mir in ruhigen Momenten Gedanken über meine Zukunft, lasse mich davon aber nicht auffressen.

Wie geht Ihr persönliches Umfeld damit um, dass Sie über diese Krankheit auch Witze reissen?
Ich kenne meinen Körper gut und weiss, wann es mir nicht gut geht. Aussenstehende können damit weniger gut umgehen. Sie machen sich in solchen Situationen besonders grosse Sorgen.

Glücksbringer für den ersten Auftritt.

Glücksbringer für den ersten Auftritt.
Glücksbringer für den ersten Auftritt.

Wie kamen Sie auf die grandiose Idee der «Best of Bachelor»-Folgen?
Langeweile und Schlaflosigkeit! Zu Beginn hatte ich auf Facebook nur Memes (Bilder mit humorvollen Sprüchen, Anm. d. Red.) gepostet. Das kam extrem gut an. Ich schnappte mir meine Kamera und drehte die erste «Best of»-Folge. Im Web ging es ab! Meine Follower liebten die Videos. So wurden diese zu klassischen Selbstläufern.

Sie wurden von Ihren Fans sogar oft selber als Bachelor-Kandidat nominiert …
Ich habe grossen Respekt vor den Kandidaten. Mitmachen würde ich bei einem TV-Format dieser Art jedoch nicht.

Ihre Freundin steht Ihnen vereinzelt auch für Videos zur Verfügung. Sie scheinen denselben Humor zu haben.
Absolut. Sie kennt mich definitiv am besten. Privat sind wir aber nicht am Dauerwitzeln. Nach einem fünfstündigen Radiotag sind wir froh, am Abend einfach einmal nicht mehr sprechen zu müssen.

Damit filmt er seine Videos.

Damit filmt er seine Videos.
Damit filmt er seine Videos.

Ist sie dafür verantwortlich, dass das ganze Land Sie nur noch kurz «Büssi» nennt?
Nein, damit hatte Radiokollege Roman Kilchsperger angefangen. Jetzt kennt man mich sogar an meinem Arbeitsplatz kaum mehr als Stefan.

Was antworten Sie Leuten, die mit dem Spruch kommen: Wenn du schon Komiker bist, dann erzähl uns einen Witz!
Unter uns: Ich bin echt schlecht im Witzeerzählen. Bei Radioshows oder Interviews gebe ich nie Teile aus einem Programm wieder. Es ist komisch ohne Publikum. Wenn man Glück hat, lacht gerade mal der Radiomoderator. Wenn nicht, ist die unangenehme Stimmung perfekt.

Sie haben schon sehr viele Dinge angepackt. Was steht noch auf Ihrer persönlichen Bucket-List?
Eine eigene Late-Night-Show würde mich reizen. Besonders weil dies in der Schweiz praktisch nicht möglich wäre. Ich bleibe der Schweiz aber auf jeden Fall erhalten, da ich mich hier am wohlsten fühle.

Stefan Büsser live

Mittwoch, 06.04.2016

  • Schräger Mittwoch - Moderation & Kurzauftritt, Theater im Burgbachkeller, Zug, 20 Uhr

Montag, 25.04.2016

  • Rampenschau - Kurzauftritt, Casinotheater, Winterthur, 20 Uhr

Freitag, 29.04.2016

  • Soloprogramm AU(R)A @ Let's fetz Einsiedeln, Reithalle, Einsiedeln, 20.30 Uhr

Sonntag, 01.05.2016

  • Giacobbo/Müller - Kurzauftritt, Kaufleuten, Zürich, 19 Uhr, SRF 1, 22.05 Uhr

Dienstag, 10.05.2016

  • Stand-Up Comedy-Show - Kurzauftritt, Bernhard Theater, Zürich, 20 Uhr

Mittwoch, 11.05.2016

  • Stand-Up Comedy-Show - Kurzauftritt, Bierhübeli, Bern, 20 Uhr

Donnerstag, 26.05.2016

  • Soloprogramm AU(R)A, Casinotheater, Winterthur, 20 Uhr

Dienstag, 14.06.2016

  • Stand-Up Comedy-Show - Moderation, Bernhard Theater, Zürich, 20 Uhr

Samstag, 17.09.2016

  • Soloprogramm AU(R)A, Fabrikli, Bottenwil, 20 Uhr

Samstag, 1.10.2016

  • Soloprogramm AU(R)A, In der Au, Volketswil, 20 Uhr
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Loredana Steiner

Mediamatikerin / Onlineredaktion

Foto:
Christoph Kaminski, zVg
Veröffentlicht:
Montag 04.04.2016, 15:00 Uhr

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