Dieses am Körper getragene Silikon-Pflaster ist eine Steuerung, vorgestellt an der Cebit.

Steuermann: Bedienknöpfe auf dem Arm

Der eigene Körper als Steuerung für elektronische Geräte? Möglich wird das mit der Entwicklung der Universität des Saarlandes, die an der Cebit gezeigt wurde.

Einmal Schnipp – und der iPod geht an – oder das Telefon oder was auch immer. Voraussetzung ist, dass auf dem Handballen eine dieser neuen Steuerungen aus Silikon klebt, die Informatiker der Universität des Saarlandes in Deutschland an der weltweit grössten Informationstechnik-Messe Cebit in Hannover zeigten. Während sich grosse Hersteller wie Samsung oder Apple in der Entwicklung von Smartwatches gegenseitig zu überbieten versuchen, könnte das deutsche Projekt namens iSkin (trotz des Namens hat das Projekt nichts mit Apple zu tun) eine praktische Alternative werden.

Es handelt sich dabei um eine zweite Haut aus Silikon, die Nutzer wie ein Heftpflaster auf ihren Körper kleben können. Sie hat keine fixe Grösse – sie kann persönlichen Bedürfnissen angepasst werden. Auf dem Fettpflaster sind diverse Funktionen als Touch-Buttons integriert. Im Innern arbeiten leitfähige Elektrosensoren, die Befehle des Besitzers empfangen und ausführen können. So ist es unter anderem möglich, Musik auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Medienplayer drahtlos zu steuern.

E-Spielzeug

Sehr schlau kommt ein kleiner grüner Dinosaurier von IBM daher. Das elektronische Superhirn soll Kindern ihre Fragen beantworten. Für die schnellen und präzisen Antworten sorgt das Innenleben des Supercomputers Watson, der durch Interaktion mit seiner Umwelt dazulernt und sich so immer besser auf seinen Besitzer einstellen kann. Der Dino ist dadurch in der Lage, aus den vorliegenden Daten weitere Informationen zu beziehen und selbst Schlüsse daraus zu ziehen. Natürlich lässt sich über den Sinn solcher Spielzeuge streiten und es stellen sich Fragen um die Datensicherheit und den Datenschutz. Denn der hilfreiche Fragenbeantworter könnte sich nebenbei als Spionagegerät erweisen, wie im Fall einer WLAN-fähigen Barbie – der kürzlich zu reden gab –, die sich mit Kindern unterhält und über Gesprächsinformation Daten über die Besitzer sammelt.

Gestengesteuerte Einrichtung

Eine etwas andere Art der Steuerung fürs intelligente Zuhause präsentiert Digitalstrom, das deutsch-schweizerische Unternehmen mit Hauptsitz in Schlieren/ZH. Zusammen mit Microsoft zeigte man, wie elektronische Geräte in der Wohnung mit Gegenständen, Gesten und Bewegungen gesteuert werden. Als Basis dazu dient zum Beispiel der Kinect-Sensor, der ursprünglich Microsofts Gamekonsole Xbox 360 neue Spielmöglichkeiten spendierte. So wird beispielsweise der Wasserhahn aufgedreht, sobald ein Topf darunter gehalten wird. Für die Übertragung der Signale verwendet Digitalstrom das bestehende Stromnetz in der Wohnung, das mit intelligenten Lüsterklemmen versehen wird. Das Herz des Systems ist der Digitalstrom-Meter, der in den Sicherungskasten eingebaut wird und dann die Kommunikation der Geräte managt.

Digitalstrom erklärt an der Cebit 2015

(Deutsch, von «Smart-Home-Blog.de» auf Youtube)

Weitere Schwerpunkte

Big Data und Datensicherheit waren grosse Themen an der diesjährigen Cebit. So nahm auch der amerikanische Whistleblower Edward Snowden an der Diskussion in Hannover teil – via Video.

Video von Edward Snowden an der Cebit
Project iSkin (English)

Kompakte Spiegelreflexkamera

Mit der D5500 bietet Nikon seine erste Spiegelreflexkamera mit dreh- und neigbarem Display an. Auch sonst kann sich die Kamera sehen lassen. Sie besitzt einen 24-Megapixel-Sensor und einen schnellen 39-Punkt-Autofokus. Zudem lässt sich das Gerät über WLAN mit dem Heimnetzwerk verbinden. Für schlechtere Lichtverhältnisse lässt sich die Lichtempfindlichkeit auf ISO 25.600 erhöhen. Das kompakte Gehäuse liegt gut in der Hand und ist dank seines vergleichsweise geringen Gewichts komfortabel zu bedienen. Neu ist das eingebaute Stereo-Mikrofon, das bei Filmaufnahmen einen verbesserten Ton bieten soll.

Nikon-Spiegelreflexkamera D5500 Body für Fr. 668.– bei Microspot.ch.

Zum Produkt bei Microspot

Tierischer Spass

Der Spieler schlüpft in «Utopolis – Aufbruch der Tiere» in die Rolle eines Tiers und geht mit 24 Mitspielern auf die Reise in die untergegangene Stadt Utopolis. Die Spieler stellen ihre eigenen Regeln auf und müssen versuchen, eine funktionierende Gesellschaft aufzubauen. Jeder kann Gesetzesvorschläge einbringen, über die abgestimmt wird und die bei einer Annahme verbindlich sind. Nur wenn die Spieler kooperieren, können sie die Herausforderungen meistern. Das Game der deutschen Nemetschek-Stiftung ist gelebte Demokratie und für den deutschen Computerspielpreis 2015 nominiert.

«Utopolis – Aufbruch der Tiere» ist kostenlos und werbefrei für iOS- und Android-Geräte verfügbar.

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Text:
Michael Benzing
Foto:
zvg
Veröffentlicht:
Montag 30.03.2015, 06:22 Uhr

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