Wer Wissen aus den Tiefen des World Wide Web zutage fördern will, muss zuerst entscheiden, wie er suchen will.

Alternativen zu Google

Suchanfragen im Web laufen am häufigsten über Google. 2013 lag der Anteil in Deutschland bei 90 Prozent, weltweit bei 70 Prozent. Doch Googles Funktionsweise ist nicht unumstritten. Alternativen sind gefragt.

Keine Suchmaschine decke die gesamte im weltweiten Netz (www) verfügbare Information ab, stellt Günther Neher von der Fachhochschule Potsdam in einem Referat über die Informationsbeschaffung im Internet fest. Je nachdem, wie die Suchmaschine arbeite, bekomme der User andere Ergebnisse: mehr oder weniger Treffer, eine andere Wertung und damit Struktur der Suchresultate.

Bei marktführenden Suchmaschinen wie Google werden die vorderen Plätze nicht etwa dadurch erlangt, dass sich hinter dieser Quelle der verlässlichste Inhalt befindet. Bei Google steigen Inhalte in der Rangliste nach oben, wenn Webseiten häufig auf diese Inhalte verweisen. So werden sie schliesslich von mehr Nutzern abgerufen, was wiederum dazu führt, dass ihnen eine höhere Relevanz beigemessen wird. Es entsteht ein Teufelskreis, und den Nutzern entgehen so Informationen, die ebenfalls interessant für sie wären, die aber weit hinten rangieren. Auch das Herkunftsland spielt eine Rolle bei der Suchanfrage.

Neben den oft genutzten  Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Bing gibt es auch Metasuchmaschinen. Sie heissen zum Beispiel metager.de oder metacrawler.com. Diese zapfen mehrere Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Bing an. Das bietet den Vorteil umfangreicherer Suchresultate. Metasuchmaschinen suchen in der Regel allgemeiner, da die Suchanfrage in das Raster mehrerer unterschiedlicher Suchmaschinen passen muss. Das hat allerdings den Nachteil, dass man die Suche oft weniger eingrenzen kann.

Um der gesteuerten Suche und Registrierung von Nutzerdaten entgegenzuwirken – also dem Anlegen von Suchprofilen der Nutzer zu Werbezwecken –, wurde in Hannover der Verein Suma EV (steht für «Suchmaschine») gegründet. Dieser engagiert sich seit 2004 «für einen freien Wissenszugang», wie Vorstandsmitglied Wolfgang Sander-Beuermann es ausdrückt. Zu diesem Zweck betreibt Suma EV eine eigene Metasuchmaschine: metager.de. Diese, so der Verein, anonymisiere die Daten der Nutzer und suche anonym über Google, Yahoo und andere, Nutzerinnen und Nutzer können gewisse Suchmaschinen individuell festlegen.

Eine weitere interessante Suchmaschine ist Wolfram Alpha, eine Art Wissenssuchmaschine. Sie gibt Antworten auf Suchanfragen. Benannt ist sie nach dem Gründer Stephen Wolfram, britischer Physiker und Mathematiker. Sie enthält kuratierte wissenschaftliche Erkenntnisse. Das sind Inhalte, die durch ein grosses Team von Fachleuten verifiziert, eingefügt und gepflegt werden. Und dennoch ist die Suche nicht einfach, da Wolfram Alpha auf der von Wolfram entwickelten Software Mathematica basiert, die mit Algorithmen arbeitet. Suchanfragen in unserer alltäglichen Sprache werden vom System manchmal anders interpretiert, als wir das gemeint haben. Fachleute weltweit arbeiten deshalb an der Verbesserung der Plattform, die als Langzeitprojekt angelegt ist.

Ergänzung: Schweizer Metasuchmaschine

Zwei Leser wiesen uns dankenswerterweise auf die Schweizer Metasuchmaschine etools.ch hin. Sie durchsucht sowohl Schweizer als auch internationale Suchmaschinen: Bing, Blekko, Blippex, DuckDuckGo, Exalead, Faroo, Google, Google Scholar, search.ch, Webliste, Wikipedia und Yahoo. Man kann die Suchoptionen individuell einstellen. Etools.ch wurde von der Schweizer Firma comcepta AG entwickelt.

Marktanteil Suchmaschinen weltweit September 2013
Marktanteil Suchmaschinen Deutschland Mai 2013

Vier Pfeiler von Wolfram Alpha

(Youtube) 3:25 Min. Englisch

Cnet vergleicht Google mit Wolfram Alpha

(Youtube) 7:13 Min. Englisch

Dokumentation über die Entstehung und Entwicklung von Yahoo, Excite und Google

(auf Youtube hochgeladen von  User „DokuListe“) 40:59 Min. Deutsch übersetzt

Wissenschaftliches Referat von Stephen Wolfram über Computerisieren und die Entwicklung von Wolfram Alpha

(Youtube) 20:29 Min. Englisch

HP: Notebook

Das Notebook Pavilion 15n055ez hat ein 15,6 Zoll Touch-Display mit Touch-Funktionalität. Die Auflösung von 1366 x 768 Pixeln rangiert etwa in der Mittelklasse, wie üblich bei Notebooks in dieser Preiskategorie. Die eingebaute Grafik-Einheit Intel Graphics 4600 ist auch für Spiele geeignet. Die Festplatte hat ein Terabyte Speicherkapazität und 12 GB RAM. Das Notebook hat einen DVD-Brenner. Eine WLAN- und Bluetooth-Schnittstelle ist vorhanden. Der integrierte Intel Core i5-4200U (2 x 1,6 GHz) ist ein neuer und sparsamer Prozessor der vierten Generation. Das Gerät wird mit vorinstalliertem Windows 8 (64 Bit) geliefert.

Das Notebook ist bei Fust für Fr. 799.– erhältlich (Preis gültig vom 25. Dezember 2013 bis 26. Januar 2014, sonst Fr. 1099.–).

Zum Notebook von HP bei Fust

Filmen wie früher

Mit der App «8mm Vintage Camera» kann man mit dem iPhone oder iPod Touch filmen wie zu Zeiten, als es den Farbfilm noch nicht oder erst kurze Zeit gab. Es gibt zehn verschiedene Filmeinstellungen zur Wahl. «Siena» beispielsweise hat einen leichten Sepia-Ton. Mit «1920» filmt man komplett in Schwarz-Weiss. Die App ist definitiv etwas für Retrofans, denn die Bildschärfe wird ebenfalls entsprechend der Mottowahl angepasst. Man kann zudem die «Linse» (den Rahmen) anpassen und auch Stummfilme drehen. Die Videos können direkt auf Youtube oder Facebook hochgeladen, als E-Mail versendet oder einfach lokal gespeichert werden. Für das iPad gibt es das Pendant «8mm» mit den gleichen Funktionen.

«8mm» für iPad ist für Fr. 2.–, «8mm Vintage Camera» für iPhone oder iPod Touch für Fr. 1.– im App-Store von Apple erhältlich (beide von Nexvio Inc.).

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Annina Striebel

Redaktorin

Foto:
Keystone, zVg
Veröffentlicht:
Montag 06.01.2014, 08:00 Uhr

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