toolbar

Michaela Schlegel
schreibt am 29.01.2012


Tag 7 Hundeschlitten

«Menna Astra, Menna Arno, Hopp, Hopp, Hopp, AiiiiiAiiiiiiAiiiiiiiAiiiiiAiiii!!!!»

Mit einer Mischung zwischen finnischem Ansporn-Rufen und Kameltreiber-Lauten feuerten wir heute unsere Huskys an, die uns durch die finnischen Wälder zogen. Aber wer nun glaubt, dass nur die Hunde rannten, der irrt, zur Hälfte galten die Motivationsrufe uns selber, da beim Hundeschlittenfahren Mensch und Hund ein Team bilden. Was heisst das konkret? Geht’s aufwärts steigt der Steuermann vom Schlitten und schiebt bzw. rennt mit. Wenn mans nicht macht, merken das die Hunde sofort und schauen einem mit ihren durchdringenden Augen an. Man weiss genau, was sie sagen wollen: «he Alte, willst du dich etwa drücken?! Nicht mit uns! Runter vom Schlitten und schieben!» Doch bevor wir auf den Schlitten durften, gab es eine Einführung vom Besitzer der Kamisak Huskyfarm. Für uns waren die Anweisungen einfach: In die Kurven liegen und immer dafür sorgen, dass das Seil gespannt bleibt. Falls sich ein Hund verheddert – stoppen und helfen. So und los gings für die erste Gruppe. Zu zweit wurde man einem Gespann von 5-6 Hunden zugeteilt. Einer sass vorne und einer machte den Schlittenführer. Ein tolles tolles toooolles Erlebnis! Dazu kam das wiederum grandiose Wetter und der Sonnenuntergang, der durch die Bäume blitzte. Die andere Gruppe durfte derweil die Gehege der rund 100 Huskys begutachten und mit den 4 Monate alten Husky-Welpen flirten. In einer Kota servierte uns Sinna, die auf der Farm ein Praktikum macht, Tomatensuppe mit Rentierfleisch. Auch die Huskys bekommen Rentierfleisch im Winter, am liebsten rohes und pro Hund ein Kilo. Denn im Winter erwachen sie aus ihrer Sommerlethargie, es ist ihre Zeit, wenn es so richtig schön kalt ist und sie durch die Wälder preschen dürfen. Ich kann das nur weiterempfehlen!

Nach dem sich alle schweren Herzens von den Tieren gelöst hatten gings mit dem Bus auf den Hausberg Kaunispää – uiuiui da waren wir anscheinend nicht willkommen, denn der Wind hätte uns am liebsten davon geblasen oder eingesalbt, wie er dies auch mit dem Aussichtsturm, dem Restaurant und dem Skilift tat. Ein gestrenger Gevatter dieser Winter. Sogar die Bäume hat er so zugeschneit, dass sie sich vor ihm verbeugen müssen. Wir trotzten ihm für ein paar Fotos und huschten dann schnell wieder ins Warme. Der Rest des Nachmittag war frei und später gings ins edle Restaurant Petronella zu einem feinen Abschiedsessen. Denn leider Gottes ist es jetzt doch schon fast vorbei. Morgen geht’s los. Der Zebrakoffer ist auch schon gepackt, naja nicht ganz, denn für ein paar gibt’s morgen noch einen Ausflug auf dem eisernen Rentier – dem Snowmobil.

Goodnight!

M

Grüsse Ps: Ganz viel Danke und ein grosses Lob gehen an unsere super Führerin Katrin Wackenhuth! Wirklich super gemacht und auch an das Kontiki-Saga Reisebüro und Eva Nydegger, die diese besondere Reise geplant und organisiert haben. Merci es war ein wahrer Wintertraum!


Vorheriger Artikel Tag 6 Finnische Sitten
Nächster Artikel Tag 8 In Fahrt

 

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.










Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.


Abonnieren Sie dieses Blog:

Abonnieren per E-Mail:
Bitte korrigieren Sie Ihre E-Mail eingabe


Bitte bestätigen


Weiterempfehlen: