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Michaela Schlegel
schreibt am 29.01.2012


Tag 8 In Fahrt

Um 09.50 gings los auf Expedition.

Im Büro von Ersätti oy – Wild North wurden wir mit der passenden Ausrüstung ausgestattet: Ski-Overall (ja die Modesünde ging weiter), Gesichtsschutz, Helm, Handschuhe, Socken und Schuhe. Mit der Grazie von kleinen Astronauten schritten wir zu unseren Mondfahrzeugen oke es waren Snowmobile. Unser Guide, ein finnischer Riese, erklärte uns mit herrlichem Akzent die wichtigsten Funktionen: Startbutton, Gas, Lenkerheizung, Bremse und am allerwichtigsten, den Panik Button, der das Mobil lahmlegt. Dann noch die Handzeichen: Handhoch heisst Stopp, Flügelarme für vorsichtig Fahren und Trucker-Hup-Zeichen für weiterfahren. Noch Fragen? Nope, es kann losgehen. In Zweier-Teams übernahmen wir die Mobile und fuhren anfangs noch ein bisschen zögerlich auf die Piste. Nach den ersten Kurven (da muss man sich reinlegen wie beim Töfffahren) wurde man schon ein bisschen sicherer. Das merkte ich bei meiner Mobil-Partnerin, die den ersten Part der Strecke übernahm. Sicher zirkulierte sie uns über Anhöhen, durch Täler, um Kurven und unter Baumästen und –Bögen hindurch. Ich konnte solange die surreale Aussicht geniessen: Eine weisse Wildnis – voll verschneite Bäume und Wiesen, dazu ein grauer Himmel – weit und breit keine Zeichen von Zivilisation, weder Häuser noch Schilder noch irgendwas soweit das Auge reicht. Dann stoppten wir, Rentiere im Wald, die sollten uns noch öfter begleiten. Beim nächsten Stopp gabs heisse Getränke, Kekse und Zeit für Fotos. Leider hatte mein Akku wieder zu kalt und meine Handschuhe ware nicht kameratauglich deswegen gibt’s nur wenige Fotos – jahahaa buhuuu lauter Ausreden, aber man kann einfach nicht alles fotografieren, schon gar nicht so wie mans sieht. So weiter geht’s, jetzt kam ich an den Lenker. Huihh, da musste man ganz schön das Gespür dafür finden um den Kurs zu halten, aber nicht zu stark, wegen der Bodenrillen. Auf den langen Graden konnten wir endlich Gas geben juhuuuu ab ging die Post. Und plötzlich drückte die Sonne durch, hinter grauen Nebelschwaden konnte man sie glatt mit dem Mond verwechseln. Wie gemalt und völlig surreal thronte sie am Himmel. Der Wind pfeift uns zwar wieder um die Ohren aber – who cares. Wir sind schiesslich  Mobil-auten. Dann ist es leider auch schon vorbei und wir schälen uns aus unseren Overalls. Zurück im Hotel konnten wir noch schnell duschen und uns umziehen (zum Glück konnte unsere Super-Katrin, das Hotel überzeugen, dass wir die Zimmer länger brauchen – ihr Lächeln ist unwiderstehlich). Dann dann wartete auch schon wieder der Bus der uns zu unserem Startort Kittilä zurück brachte – doch zuvor verabschiedeten wir uns noch von den zwei Paaren, die eine weitere Woche in den Blockhütten gebucht haben – viel Spass wir sind ein bisschen neidisch. Am Flughafen angekommen hiess es Ciao Katrin – Merci für alles und bis hoffentlich bald. In Zürich trennten sich dann auch die Wege vom Rest der Gruppe. Ich bedanke mich bei allen, es war eine tolle Reise mit tollen Leuten! Ich hoffe, Ihr seid alle gut bei euren Lieben angekommen.

Liebe Grüsse

m

Ps: Das Zebra ist wieder glücklich in seinem Stall und hat den restlichen Koffern viel zu erzählen.


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