Toyota-Testfahrer tanken Wasserstoff bei Coop

In der Schweiz noch eine Seltenheit: Das Brennstoffzellen-Auto Toyota Mirai war mit einem Toyota-Team zum Tankstopp bei Coop Pronto in Hunzenschwil.

Ein Team der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Toyota Europe in Belgien ist derzeit quer durch Europa unterwegs, um das neue Modell Mirai mit Brennstoffzellen-Antrieb (in der Schweiz noch nicht erhältlich) unter Alltagsbedingungen zu testen. Gleichzeitig wollen die Techniker feststellen, wie es um das Netz von Wasserstoff-Tankstellen bestellt ist.

«Wir sind gestern mit dem Mirai über den Gotthard-Pass gefahren, zurück durch den Tunnel und heute über Lausanne hierher», erzählt Ingenieur Julien Salvat, als er vergangenen Mittwoch mit seinen Kollegen an der Wasserstoff-Zapfsäule bei Coop Pronto in Hunzenschwil AG auftankt. «Die Tour verlief bislang ohne Problem.»

Flächendeckendes Netz in Dänemark

Beeindruckt zeigte sich das Toyota-Team vom Geschäftsmodell, das Coop mit dem Partner H2 Energy für die Wasserstoff-Produktion und den Tankstellenbetrieb entwickelt hat. «Im Unterschied zu den Mitgliedsstaaten der EU können die Schweizer für diese Pionierleistung keine Fördergelder aus Brüssel beanspruchen», betont Salvat.

Die beste Abdeckung mit Wasserstofftankstellen bietet Dänemark mit landesweit 11 Stationen, hat der Toyota-Tester festgestellt. «Im Vergleich dazu sind 35 Tankstellen in ganz Deutschland sehr wenig.» Immerhin will man dort das Netz der Wasserstoff-Tankstellen bis Ende des nächsten Jahres auf 100 ausbauen.

«

Die Tour verlief bislang ohne Problem.»

Julien Salvat, Toyota-Ingenieur

Coop-Flotte reduziert CO2-Ausstoss

Auch in der Schweiz plant Coop weitere Wasserstoff-Tankstellen. Derzeit steht neben der Anlage bei Coop Pronto in Hunzenschwil nur eine weitere bei der Empa in Dübendorf ZH zur Verfügung.  In Hunzenschwil werden neben einem Camion-Prototyp vor allem die Flottenfahrzeuge von Coop betankt, 12 Hyundai ix35 Fuel Cell. Per Ende Juli haben diese schon mehr als 240 000 Kilometer zurückgelegt – das entspricht einer CO2-Einsparung von rund 46 Tonnen.

Coop setzt auf Wasserstoff »

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