Nicht immer muss es Nachbars Katze oder Hund sein, wenn der Garten als Toilette benutzt wird.

Unbekannte Übeltäter

Ein Katzenhalter sucht Rat bei Chantal Ritter. Denn er findet immer wieder Häufchen in seinem Garten. Der Mann verdächtigt den Hund seines Nachbarn. Doch damit liegt er ganz falsch.

Ich habe kein krankes Haustier, und trotzdem eine Frage: Wie kann ich herausfinden, welches Tier ständig in meinen Garten macht?» Diese Frage hörte ich im Sommer immer wieder. In diesem Fall verdächtigte der Anrufer Nachbars Hund. Ich fragte ihn nach dem Wann und Wo.

«Nein, beobachten konnte ich das nie, doch seit der kleine Hund in Nachbars Besitz ist, habe ich solche Haufen im Garten!» Häufig geht solchen Anrufen ein erbitterter Nachbarschaftsstreit voraus. Offensichtlich war der kleine Hund nicht gut angekommen. Ich fragte weiter nach und erfuhr, dass immer nach Abwesenheit des Hausbesitzers solche Haufen direkt im Gras zu sehen waren. Der Hausbesitzer wollte wissen, ob man wie beim Bär und beim Wolf in den Alpen eine DNA-Untersuchung machen könne. Auch wollte er wissen, wo es Fotofallen zu mieten gäbe. Ich hielt ihm einen Vortrag über Wildtiere und Katzen, welche ihren Kot nicht verscharrten, stiess aber auf taube Ohren. «Seit der Hund da ist, habe ich solch einen Garten! Somit muss es dieser Hund sein, basta!» Irgendwie tat mir der Hundebesitzer leid – sofern er seinen Hund wirklich nicht heimlich in Nachbars Garten liess. Wir sprachen noch über tiervertreibende Massnahmen. Ich meinte, Ultraschall sei wegen möglicherweise empfindlichen Nachbarn und Wildtieren ungeeignet. Besser wären Luftsprays und Rasensprenger, die mit Infrarot funktionierten. Schon bald hatte ich diesen Anruf vergessen, als ich wieder dieselbe Stimme am Telefon hörte. «Diese Idee mit dem Infrarot-Rasensprenger war nicht gut!» Ich schluckte leer.

«Jedes Mal, wenn ich meine Rosen schneiden wollte, hatte ich vergessen, ihn abzustellen! Und da der Rasensprenger im Hinterhalt aufgestellt war, erwischte es mich jedes Mal eiskalt. Ich habe mir aber auch eine Überwachungskamera gekauft. Sie hat mir endlich den Übeltäter gezeigt!» Ich wurde neugierig. «Es war zum einen ein stattlicher Marder und zum anderen – meine eigene Katze!»Wahrscheinlich waren die beiden glücklich im benachbarten Garten gewesen, bis dieser kleine Hund sie vertrieben hatte.

Sprechstunde: Fragen Sie Chantal Ritter

Falls Sie ein gravierendes Problem haben, können Sie eine Frage an Tierärztin Dr. Chantal Ritter stellen. Beachten Sie aber, dass Chantal Ritters Ratschläge eine erste Einschätzung der Lage sind, doch im Ernstfall nicht den Besuch eines Tierarztes ersetzen können. Die Tierarztsprechstunde finden Sie in unserer Online-Tiercommunity.

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Chantal Ritter

Tierärtztin

Foto:
Getty Images
Veröffentlicht:
Montag 30.06.2014, 00:00 Uhr

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