Jeder sein eigener Programmchef – dank der Verbindung von TV und Internet.

Unterhaltung aus dem Netz

Das Internet bringt eine riesige Auswahl an Filmen, Serien und Dokus zu jeder Zeit auf den heimischen Bildschirm – mit der entsprechenden Software. 

Früher gabs Videotheken, heute kommt die TV-Unterhaltung aus dem Internet: Apple iTunes, Amazon Video oder Netflix bieten Filme, Serien und Dokus – darunter sogar Blockbuster und hochwertige Eigenproduktionen – zum Kauf oder für eine pauschale Monatsgebühr. Gratis gibts zudem die Mediatheken der Fernsehsender sowie Youtube-Videos. Ein TV-Abonnement braucht es dafür nicht. Lediglich schnelles Internet und ein geeignetes Endgerät. Viele Smart-TVs können heute schon direkt oder via App auf die Filmportale zugreifen. 

Via WLAN und App …

Andernfalls kommt ein Streaming-Player zu Hilfe: Das kleine Teil wird in eine HDMI-Buchse am Fernseher gesteckt und verbindet diesen über den heimischen WLAN-Router mit dem Internet. Der Zugriff auf das jeweilige Angebot erfolgt dann via Gratis-App.
Mit 199 Franken ist Apple TV der teuerste Streaming-Player auf dem Markt, bietet aber als Einziger Zugang zum gut bestückten iTunes-Filmportal und zeigt in der aktuellen Version Filme in 4K-Auflösung und mit besserem Kontrast (HDR) – sofern der Fernseher das wiedergeben kann. Die Bedienung erfolgt über das Touchpad der mitgelieferten Fernbedienung. Auf Wunsch sucht Apple-Assistent Siri auch per Spracheingabe nach Filmen. Mit Apple TV lassen sich auch Netflix, Hollystar, Mediatheken der TV-Sender und bald einmal Amazon Video nutzen.
Von Amazon selbst gibts den Streaming-Stick Fire TV – aber nur als Import. 4K-Darstellung kann er nicht, kostet aber nur 40 Euro. Auch er bietet die Wahl zwischen Fernbedienung und Spracheingabe – via Assistent Alexa. Neben Amazon Video kann man Netflix nutzen sowie die Mediatheken der TV-Sender. Ab 25. Oktober liefert Amazon für 80 Euro auch das neue Modell mit 4K und HDR aus. Der Google-Streaming-Player Chromcast kostet 39 Franken. Den Chromecast Ultra mit 4K-Auflösung und HDR – in der Schweiz nicht offiziell vertrieben – gibts für etwa 80 Euro. Die Aufgabe der Fernbedienung übernimmt hier das Smartphone oder Tablet, auf dem die Apps der Filmportale installiert werden – neben dem Google-Angebot lassen sich Netflix, Hollystar sowie mit einigen Tricks Amazon nutzen.

… oder via Gamekonsole

Auch die gängigen Gamekonsolen wie PS3/4, Xbox 360/One, Wii/WiiU und Switch eignen sich als Streaming-Player, denn für sie gibt es Apps für deren eigene Filmportale sowie Netflix, Amazon und Mediatheken. Auf Android basierende und von den Filmportalen unabhängige Streaming-Player wie die von NVidia, Gembird oder Xoro sind am vielfältigsten und akzeptieren bis auf iTunes die meisten Apps. Da diese Apps jedoch eigentlich für Android-Tablets ausgelegt sind, ist die Bedienung bei ihnen nicht immer optimal. 

Ab in die Tube

Mit der Youtube-App kann man Videos nur ansehen, Downloads erlaubt Google aus rechtlichen Gründen nicht. Dagegen lassen sich mit «TubeMate» Youtube-Videos wie gewohnt ansehen – und per Fingerdruck auf den grünen Pfeil wird der Clip als MP4-Datei gespeichert, in diversen Auflösungen. Braucht man nur den Ton (z. B. bei Musikvideos), lässt sich die Tonspur als MP3-Datei sichern. Dies funktioniert auch mit anderen Video-Plattformen wie DailyMotion, Facebook oder Vimeo.

«TubeMate», gratis für iOS und Android, ab 12 J.

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Text:
Andreas Grote
Foto:
Alamy, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 16.10.2017, 10:00 Uhr

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