Es lohnt sich, Inhalte lieb gewonnener Videos und Platten auf eine Disk zu brennen. Denn alte Abspielgeräte, insbesondere von Videos, sind heute rar.

VHS und Vinyl: Filme und Musik erhalten

VHS-Filme und Schallplatten-Sammlungen besitzen oft einen hohen emotionalen Wert. Ein Grund, sie zu digitalisieren und damit fit für die Zukunft zu machen.

VHS-Kassetten (Videokassetten) liegen heute meist in Schränken und warten darauf, dass der Zahn der Zeit sie zernagt. Längst haben digitale Aufnahme- und Abspielgeräte die alten Bänder abgelöst, entsprechende Player sind kaum noch zu bekommen. Während viele alte Spielfilme im HD-Zeitalter wohl am besten entsorgt werden, da sie aufgrund ihrer vergleichsweise minderwertigen Qualität wohl sowieso nie mehr angeschaut werden, besitzen eigene Aufnahmen aus früheren Tagen zumeist einen hohen emotionalen Wert. Sie zeigen beispielsweise die ersten Jahre des jetzt erwachsenen Sprösslings oder die eigene Hochzeit vor einigen Jahrzehnten. Grund genug, diese filmischen Andenken zu retten.

Es gibt drei Methoden, wie man Bänder digitalisiert. Wer einen digitalen Camcorder mit Komponentenanschluss besitzt, kann den VHS-Player damit verbinden und die Kassette auf Speicherkarte oder DVD kopieren. Voraussetzung ist, dass die Kamera Videosignale nicht nur ausgeben, sondern auch empfangen kann. Informationen dazu liefert die Bedienungsanleitung.

Der einfachste Weg führt über ein spezielles Kombi-Aufnahmegerät. Das hat den Vorteil, dass der Besitzer dabei keinen Umweg über den Computer nehmen muss. Diese Rekorder besitzen jeweils ein VHS- und ein DVD-Laufwerk. Man kann auf diese Weise komplette Kassetten kopieren, manche Modelle kommen sogar mit dem amerikanischen NTSC-Format klar. Am Ende entsteht eine DVD, die anschliessend am TV angeschaut oder am PC bearbeitet werden kann. Wer eine grosse Filmsammlung in seinen Regalen stehen hat, wird den Komfort dieser Methode schätzen. Sie funktioniert übrigens auch umgekehrt: Inhalte können auf VHS aufgenommen werden, auf Wunsch werden Kassetten sogar kopiert. Die DVD fungiert hier als Zwischenspeicher. Das ist praktisch, wenn man für Freunde und Verwandte Filme kopiert, die nur einen VHS-Rekorder besitzen. Die Auswahl an diesen Kombi-Rekordern nahm in den vergangenen Jahren stark ab, Eile tut also not.

Die dritte Methode geht über einen sogenannten Analog-Digital-Wandler (auch «USB-Video-Wandler» genannt). Das analoge Signal eines Players oder einer Kamera wird via Scart- oder Komponentenanschluss an den USB-Port des PC übertragen. Dort kann man die Inhalte mithilfe einer Software, beispielsweise Roxio Easy VHS To DVD, bearbeiten und auf DVD brennen. Bevor der Wandler an den PC angeschlossen wird, müssen die Treiber und das dazu gehörige Videoschnittprogramm installiert werden. Zwar benötigt man für diese Methode PC-Kenntnisse, doch sie ist deutlich billiger als die mit einem Kombi-Rekorder. Zudem lässt sich das Kabel selbst auch für die Digitalisierung von Vinyl-Schallplatten verwenden. Dazu verbindet man den Plattenspieler mit dem PC und kopiert die Songs auf die Festplatte. Für reine Audio-Inhalte empfiehlt sich aber eine Musiksoftware, beispielsweise das kostenlose Aufnahmeprogramm Audacity (wir berichteten in Coopzeitung Nummer 44).

Für Vinylscheiben bietet der Handel zudem spezielle Plattenspieler zum Kopieren an. Sie besitzen entweder einen USB-Anschluss oder ein DVD-Laufwerk zur Ausgabe der Songs. Auch bei dieser Methode muss natürlich nachbearbeitet werden. Ist diese Arbeit verrichtet, ist die gesamte Film- und Plattensammlung im neuen Zeitalter angekommen.

Das NDR-Fernsehen testete drei VHS-Retter (auf Youtube hochgeladen von User «isnirrtum»)

Festplattenrekorder: Panasonic

Der Panasonic DMR-BCT730EG ist Settop-Box, Festplatten-Rekorder und Blu-ray-Rekorder mit 4K-Upscaling in einem. 3-D- und HDTV-Inhalte können auf die 500 GB grosse Festplatte aufgenommen werden. Programmiert werden die Sendungen wahlweise per Smartphone, was eine Bedienung von unterwegs ermöglicht. Dank des integrierten WLAN lassen sich alle Inhalte auf Mobilgeräte streamen. Das klappt auch umgekehrt: Bilder und Videos können kabellos auf den Fernsehbildschirm übertragen werden. Der Twin-HD-Tuner -ermöglicht die Aufnahme von zwei Sendern gleichzeitig, für den direkten Empfang von HD-Programmen stehen zwei CI-Plus-Slots zur Verfügung. Für die komfortable Bedienung verspricht der Hersteller eine einfache Menüführung.

Das Gerät ist unter anderem bei Fust für 749 Franken erhältlich.

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Text:
Michael Benzing
Foto:
GettyImages, zVg
Veröffentlicht:
Montag 18.11.2013, 09:30 Uhr

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