Gute Traktion: Auf Fatbikes mit besonders breiten Reifen kommt man auch auf losem Untergrund gut voran.

Velos – von extrabreit bis ultraleicht

Mit dem Velo bis an den Meeresstrand fahren – da versinkt man doch in den Dünen? Falsch: Sand ist kein Hindernis mehr, seit einige findige Surfer unter den Velofahrern das Prinzip der «Dune Buggys» aus den 1960er-Jahren abgeschaut haben: Velos mit extrabreiten Pneus – damit kommt man auch auf losem Untergrund gut voran. Von den Stränden Kaliforniens haben sich diese sogenannten Fatbikes mittlerweile bis in die Schneeregionen Kanadas ausgebreitet, und auch hierzulande sind sie auf den Downhill-Trails anzutreffen. Bei der Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee hatte Ende August auch ein E-Bike dieser Art Weltpremiere. Allerdings ist das «LEBOWSKe» der US-Edelschmiede Felt für den Durchschnittsvelofahrer wohl unerreichbar: Knapp 5800 Dollar soll das ab der kommenden Saison erhältliche E-Fatbike kosten.

Nicht weniger exklusiv, aber für einen ganz anderen Einsatz entwickelt, ist das «Velocité», das die Karbonspezialisten von Leigthweight gemeinsam mit mehreren Partnern aus Forschung und Industrie auf die Räder gestellt haben. Herausgekommen ist ein E-Bike mit futuristischen Zügen.Über den Felgenmotor am Hinterrad wird das Velo nicht nur vorangetrieben: Er funktioniert auch als Motorbremse und gewinnt dabei Energie für das Antriebssystem zurück. Obwohl das Bike weniger als 15 Kilogramm wiegt, soll es voll alltagstauglich sein. Wer das selber ausprobieren will, muss sich aber gedulden: Noch ist das «Velocité» nur ein Demonstrationsobjekt für das, was alles an Zweiradtechnik in Zukunft einmal möglich sein wird.

Ein weiterer Blickfang auf der Eurobike war ein originelles E-Klapprad mit breitem Aluminium-Kastenrahmen, einseitiger Radaufhägung vorne und hinten sowie innen liegender Verkabelung. Mit einem Gesamtgewicht von weniger als 18 Kilogramm ist es nicht nur für Berufspendler attraktiv. Ebenso wie der Preis: Je nach Ausstattung kostet das Bike um die 3000 Euro – ohne Versandkosten. Das «eFP» (FP steht für Folding Project) kommt aus Athen und wird nur auf Bestellung handgefertigt: «Free shipping within Greece» heisst es auf der Website der Manufaktur.

Impressionen von der Eurobike

Die Trends von der Eurobike

  • Futuristisch: Das Karbonrad «Velocité» mit dem Felgenmotor am Hinterrad demonstriert künftige Zweiradtechnik.
  • Handmade: In Athen wird das «eFP», ein leichtes e-Klapprad mit Alu-Kastenrahmen gebaut – nur auf Bestellung.
  • «LEBOWSKe»: Für das e-Fatbike von Felt braucht es ein fettes Portemonnaie: Der Preis liegt bei 5800 US-Dollar.
  • Winterhart: Das «Starckbike» von Moustache kommt in der Schneeversion mit einem künstlichen Pelzmantel daher.
 

«Schwarzfahrer»  

Riskante Fahrt: Dass hinter dem ersten noch ein unbeleuchtetes Velo fährt, ist kaum zu erkennen.

Riskante Fahrt: Dass hinter dem ersten noch ein unbeleuchtetes Velo fährt, ist kaum zu erkennen.
Riskante Fahrt: Dass hinter dem ersten noch ein unbeleuchtetes Velo fährt, ist kaum zu erkennen.

Fast jedes dritte Velo ist in Schweizer Städten auch noch nach Sonnenuntergang ohne Licht unterwegs. Dies hat die Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen SFZ bei einer Erhebung in Solothurn, Luzern, Zürich, Biel und Basel festgestellt. Nur bei 58 Prozent waren Front- und Rücklichter eingeschaltet. 31 Prozent fuhren komplett «schwarz», 11 Prozent verfügten entweder nur vorne oder hinten über eine Beleuchtung. Die Fachstelle rät, die Beleuchtung regelmässig zu prüfen und allfällige Mängel zu beheben. Die beste Lichtausbeute bieten laut SFZ Bikes, die mit modernen Nabendynamos ausgerüstet sind. Auch mit aufsteckbaren Led-Akku-Leuchten bestückte Velos sind in der Dunkelheit gut bis sehr gut zu erkennen.

Weitere Informationen über: Felt «LEBOWSKe» 
Alles rund um den Forschungsvrbund «Velocité»
Weitere Informationen über die Manufaktur Folding Project

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Martin Winkel

Redaktor

Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 15.09.2014, 11:24 Uhr

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