Wo sind wir? Wohin gehen wir noch? Die Sinnfragen können im Gebirge überlebenswichtig sein.

Orientieren beim Wandern

Dank globalen Satellitennavigationssystemen wie GPS und GLONASS werden unsere Smartphones oder andere technische Navigationsgadgets zu Wanderführern. Ein Überblick.

Schlugen sich passionierte Wanderer früher mithilfe von Wegtafeln, Kompass und Sonnenstand bis zum Ziel durch, so können sie heute moderne GPS-Geräte zur Orientierung nutzen.

Digitale Karten

Dazu braucht es nicht viel, denn bereits mit einem normalen Smartphone oder Tablet sowie der passenden App sind Sie bestens ausgerüstet für die nächste Tour. Die App «SchweizMobil» zeigt alle signalisierten Schweizer Wander- und Velowege auf Karten von Swisstopo bis zum Massstab 1:25'000, zudem liefert sie Infos über den öffentlichen Verkehr inklusive aller SBB-Haltestellen. Dank der GPS-Ortungsfunktion wissen Sie jederzeit, wo Sie sich gerade befinden. Die App bietet ausserdem Infos rund um die Wanderung – wie Übernachtungsmöglichkeiten in der Umgebung oder Veloservice-Stationen und schlägt auf Wunsch fertige Touren vor. Die App ist für Android und iOS verfügbar, nicht alle Modelle sind aber kompatibel. Informieren Sie sich im jeweiligen App Store.

Profi-Wander-GPS

Für Geocacher, Wanderer und andere Outdoor-Fans gibt es spezielle Navigationsgeräte, die einen auch abseits der Strassen nicht im Stich lassen. Sie besitzen den Vorteil, dass sie auch mal einen Sturz oder einen Platzregen unbeschadet überstehen und die Bedienung auf den Ausseneinsatz zugeschnitten ist. Darüber hinaus hält der Akku länger als bei Smartphones oder Tablets.     
Manche Modelle funktionieren sogar mit handelsüblichen Batterien. Eines davon ist das Garmin Dakota 20 Topo. Es führt den Besitzer über topografische Karten auch in abgelegenen Gegenden sicher zum Ziel. Der Schweizer Kartensatz ist bei diesem Modell neben der weltweiten Basiskarte bereits mit an Bord, weitere Karten können später kostenpflichtig hinzugefügt werden. Der interne Speicher kann durch eine micro-SD-Karte erweitert werden, mit dabei sind auch ein 3-D-Kompass und ein barometrischer Höhenmesser. Praktisch: Wenn Ihre Freunde ebenfalls kompatible Geräte besitzen, können Sie Wegdaten über Funk untereinander austauschen. So verfügt die ganze Wandergruppe über dieselben Informationen, auf der Strecke kann also nichts mehr schiefgehen.

Testbericht: Garmin Oregon 550 und Dakota 20

 (auf Youtube, von «freizeitalpin»)

Smarte GPS-Uhren

Eine Alternative zu Smartphone-Apps oder reinen Navigationssystemen sind GPS-Uhren wie die Suunto Ambit 2 HR. Es handelt sich dabei in erster Linie um eine Sportuhr, die die Trainingsleistungen überwacht und Joggern, Schwimmern oder Velofahrern die nötigen Informationen liefert. Daneben bietet sie aber auch eine Navigationsfunktion mit Höhenmesser und Barometer. GPS-Uhren kommen aber weder in der Bedienungsfreundlichkeit noch in der Übersichtlichkeit an die Smartphone- oder Navigationsgerät-Variante heran.

Suunto Ambit 2 und Ambit 2 S All-in-one GPS-Uhren

(auf Youtube, von Suunto)

Für Camper

Der Garmin Camper 760LMT-D richtet sich vor allem an Camper mit Wohnmobil oder -wagen. Für sie gibt es zahlreiche Zusatzinfos und eine nutzerdefinierte Routenführung in ganz Europa. Navigiert wird über ein 17,8 Zentimeter grosses Display oder via Sprachanweisungen. Karten-Updates sind lebenslang gratis verfügbar. Damit Sie nicht wertvolle Ferienzeit im Stau verbringen müssen, ist ein Verkehrsfunkempfänger im Auto-Ladekabel integriert. Die Infos werden rasch über das digitale Radioformat DAB+ übertragen. Für das Anbringen im Wagen wird eine Klebeplatte mit aktiver Halterung (Stromanschluss) mitgeliefert.

Der Garmin Camper 760LMT-D ist bei Microspot für 328 Franken erhältlich.

Zum Produkt bei Microspot.ch

Blumen erkennen

Sie wandern gerne in den Bergen und wollen die Blumen am Wegesrand erkennen? Dann hilft Ihnen die neu für iPad optimierte App «Alpenblumen Finder». Mit 224 informativen Alpenblumen-Porträts und 900 Fotos im Grossformat ersetzt die App das dicke Buch im Rucksack. Es stehen mehrere Filter mit den Kategorien Blütenfarbe, Blütenart, Blattform und/oder Blütezeit zur Verfügung, um Pflanzen zu identifizieren. Die Daten werden zu Hause über WLAN oder Computer heruntergeladen und stehen danach unterwegs offline zur Verfügung. Nutzer können die Liste durch eigene Bilder und Notizen erweitern.

«Alpenblumen Finder» Fr. 7.– für iOS. Ab Anfang Juli auch für Android.

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Text:
Michael Benzing
Foto:
Getty Images, zvg
Veröffentlicht:
Montag 01.06.2015, 19:53 Uhr

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