Sie:

Meine Güte, können Männer kompliziert sein. Wie viele Hürden muss mein armer Gatte überspringen, bis er über etwas lächeln kann. Ob ihm das Spass macht? Dabei weiss er theoretisch, was es braucht: Innere Grösse, sagt er ja selber. Ich nenne das Grosszügigkeit. Wer grosszügig ist, nimmt alles weniger ernst, vor allem sich selber. In der Regel mag es Schneider ja, wenn etwas schnell geht. Deshalb gibt’s nur eines, was er schleunigst lernen sollte: Denn um körperlich zu wachsen, ist er ja bereits zu alt, aber nicht, um grosszügiger zu werden.

Er:

Glaubt irgendjemand, dass stundenlanges Schweigen und grimmiges Blicken Spass macht? Natürlich nicht! Es ist die Hölle. Schreiber meint, ich wolle ihr damit etwas mitteilen. Dabei liegen die Dinge ganz anders: Ich leide. Ich stecke in einem Loch, aus dem ich mich erst wieder befreien muss. Ich muss mir einen Weg zurück in die Harmonie bahnen. Das ist nicht immer so einfach. Deshalb ist der richtige Zeitpunkt zum verzeihen dann, wenn man mit sich selber im Reinen ist – nicht, wenn man etwas ins Reine bringen will, obschon man selber noch nicht weit genug dafür ist.

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