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Matthias Zehnder
schreibt am 19.03.2012


Warum Karl May gut tut

Nein: Modern ist er nicht, der gute Karl May. 100 Jahre weilt er nun in den ewigen Jagdgründen und seine Bücher haben tüchtig Staub angesetzt.

Ich hab die grossen Abenteuer erst kürzlich wieder gelesen, bin noch einmal mit Winnetou und Old Shatterhand auf Iltschi und Hatatitla durch die Steppen des Wilden Westens gebraust, habe mit Sam Hawkins gekichert, mich über den fiesen Kiowa geärgert und den bösen Santer verflucht. Und in Erinnerungen geschwelgt. Ach ja. Sie schütteln den Kopf? Kindisch? Nicht wertvoll? Aber gute Unterhaltung! Als Mann tut es einfach gut, ab und zu in die Haut eines Old Shatterhand zu schlüpfen. Der Alltag holt einen spätestens am nächsten Morgen um acht wieder ein. Und kommen Sie mir jetzt nicht mit moralischen Vorträgen, von wegen: Der Old Shatterhand löst seine Probleme mit der Faust. Mit einem aggressiven Sioux können Sie keine Mediation machen. Und ganz abgesehen davon ist das ja gerade das Erholsame an dieser Unterhaltung: Es ist sonnenklar, was gut ist und was böse, der Held hat starke Fäuste, sein Pferd ist schnell, das Gewehr trifft immer und am Schluss hat er recht. Die richtige Welt am anderen Morgen um acht ist kompliziert genug. Finden Sie nicht?


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