Was macht eigentlich Beat Breu?

Der Ex-Radprofi ist wieder auf Achse – dieses Mal mit dem Circus Royal.

Als «Bergfloh» fuhr Beat Breu (60) einst der Konkurrenz davon – wie 1982 auf der Alpe d’Huez. Heute wirbelt er im Zirkusbistro.

Als «Bergfloh» fuhr Beat Breu (60) einst der Konkurrenz davon – wie 1982 auf der Alpe d’Huez. Heute wirbelt er im Zirkusbistro.
http://www.coopzeitung.ch/Was+macht+eigentlich+Beat+Breu_ Als «Bergfloh» fuhr Beat Breu (60) einst der Konkurrenz davon – wie 1982 auf der Alpe d’Huez. Heute wirbelt er im Zirkusbistro.

Beat Breu (60) lernte Pöstler. Als er in den Radsport wechselte, ging dort für ihn ebenso die Post ab: Gleich bei seiner ersten Tour de Suisse wurde der St. Galler der Einnahme eines Aufputschmittels überführt. Das war 1979; seitdem glich sein Leben einer Achterbahnfahrt, wobei er sich derzeit auf dem Weg nach oben befindet. «Mir gehts gut», sagt er, als wir ihn am Telefon erreichen.

Beat Breu war immer für einen Spruch gut, er liess aber auch Taten folgen. 1981 gewann er die Tour de Suisse und kreierte während der Rundfahrt den zweitbekanntesten Satz der Schweizer Sportgeschichte (hinter Anita Weyermanns «Gring ache u seckle»): «De Gottfried isch für mi gstorbe.» Er hatte geglaubt, dass Teamkollege Godi Schmutz für ihn fahre und nicht auf eigene Rechnung. Danach machte er sich an der Tour de France unsterblich, indem er zwei Etappen gewann – eine davon führte auf die Alpe d’Huez.

«Mein schönster Erfolg», sagt er nun in den Hörer, mit Geschirrgeklapper im Hintergrund. Seit Anfang März ist Beat Breu mit dem Circus Royal unterwegs und führt dort zusammen mit seiner Frau Heidi das Bistro. «Gerade habe ich einen Kaffi Bär serviert – Kaffi mit Appenzeller und Schlagrahm.» Die schweren Zeiten, in denen er als Bordellbesitzer, mit einer Kurz-Ehe, einem Konkurs oder als Komiker für Negativschlagzeilen sorgte, scheinen weit, weit weg. Die Leute freuen sich, ihn zu sehen – und wollen von ihm hören, wie er auf der legendären Tour-Etappe zum «Bergfloh» wurde. «Dafür habe ich meine Fotoalben dabei», sagt Breu, der gerne von jenen Zeiten erzählt.

Dann entschuldigt er sich: «Einen schönen Tag noch.» Er muss wieder einen Kaffi servieren.

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