Weihnachtssterne lassen sich auch stimmungsvoll in Szene setzen. 

Weihnachten: Topfpflanzen zum Fest

Tannenbäumchen und Weihnachtssterne im Topf können lange Freude machen. Sie brauchen nach den Feiertagen nicht gleich weggeworfen zu werden!

Ein bisschen tut es mir jeweils leid, zur Weihnachtszeit all die geköpften Tannen zu sehen. Kaum ist der Dreikönigstag vorbei, werden sie entsorgt. Auch Weihnachtssterne werden häufig im neuen Jahr bald auf den Kompost geworfen. Schade eigentlich! Es gibt nämlich weihnächtliche Pflanzen, die im neuen Jahr weiterwachsen und uns längerfristig Freude machen können – zum Beispiel diverse kleine Tannenbäumchen im Topf. Diese fühlen sich auf dem Balkon oder in einem kühlen Treppenhaus wohl. Dort können sie bereits hübsch dekoriert werden und erfreuen uns beim Heimkommen. Erst am Weihnachtsabend werden sie dann in die gute Stube geholt. Denn zu viel Wärme tut ihnen nicht gut. Ein paar Tage überstehen sie in einem geheizten Raum aber unbeschadet. Am besten dekoriert man sie mit zarten LED-Lichterketten und leichten Glaskugeln. Ihre Zweige sind ja etwas dünner und fragiler als bei den herkömmlichen, abgesägten Tannen. Dafür leben die Bäumchen im Topf viele Jahre weiter. Sie müssen einfach regelmässig gegossen und ab dem Frühling wie die anderen Kübelpflanzen gedüngt werden. Und im nächsten Winter dekoriert man sie erneut. Eigentlich könnten wir zu Weihnachten unsere Wohnungen auch mit anderen Pflanzen dekorieren, etwa mit Stechpalmen und Efeuranken. Auch eine schöne kleine Lorbeerpflanze würde sich als «Weihnachtsbäumchen» gut machen.

Langlebige Weihnachtssterne

Mehrjährig kultivieren lassen sich auch die Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima). In ihrem natürlichen Lebensraum in Mexiko und Brasilien wachsen sie zu grossen, verzweigten Büschen heran und leben viele Jahre. Ich habe schon welche gesehen, die als Zimmerpflanzen mehrjährig kultiviert wurden und zu ordentlichen Büschen heranwachsen durften. Am besten eignen sich dafür solche, die schon beim Kauf möglichst gross sind. Ihre bunten Hochblätter fallen im Frühling ab, im Herbst bilden sich neue Hochblätter. Tatsächlich sind Weihnachtssterne mit den bei uns winterharten Wolfsmilch-Gewächsen verwandt. Spätestens wenn man einen Zweig abbricht und der giftige, weisse Saft an der Haut klebt, wird einem dies bewusst. Bei der herkömmlichen Produktion wurden die Weihnachtssterne früher gestaucht, das heisst, das Wachstum wurde mit chemischen Regulatoren beeinflusst. Das ist nun auch im konventionellen Gartenbau nicht mehr so. Damit die heute üblichen kurzwachsenden Sorten zum richtigen Zeitpunkt verkaufsfertig sind, wird die Lagertemperatur entsprechend reguliert. Dennoch gelingt es mit Bio-Weihnachtssternen leichter, sie mehrjährig zu kultivieren. Denn diese wachsen langsamer heran und haben so grössere Überlebenschancen. Ein Versuch lohnt sich!

Drei Tipps zum Dekorieren

Trendige LED-Lichter
Achten Sie darauf, dass sie ein warmes Licht abgeben. Die gelblichen und nicht die mit Blaustich kaufen!

Kabelbinder verwenden
In zarten Pflanzen montiert man Lichterketten am besten mit Kabelbindern (aus der Elektrik-Abteilung).

Gewichte beachten!
Das schwere Batterieteil muss gut befestigt sein, damit es nicht herunterfällt und die Pflanze beschädigt.

Die oben gezeigte Nordmanntanne ist im Topf gewachsen. Zum Zeitpunkt des Verkaufs ist sie fünf Jahre alt und misst 60 bis 80 cm. Erhältlich ist sie in grösseren Coop-Verkaufsstellen und bei Coop Bau + Hobby für Fr. 49.95. An ihr werden Sie bei richtiger Pflege lange Freude haben.

Neben den herkömmlichen gibt es auch Bio-Weihnachtssterne von Coop Oecoplan in verschiedenen leuchtenden Farben. Der 14-cm-Topf kostet Fr. 9.95.

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Sabine Reber

Bloggerin

Foto:
Floramedia, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 21.11.2016, 16:44 Uhr

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