Ulrich Zimmer, Chef der Ricoter Erdaufbereitung, setzt neu auch auf vegane Erde. 

Weltneuheit vegane Balkonerde

Sabine Reber interviewt Ricoter-Chef Ulrich Zimmer zum neuen Produkt.

War es schwierig, die erste vegane Erde zu kreieren?
Ja, es war in der Tat eine Herausforderung und ein mehrjähriger Prozess. Nun sind wir stolz, dass wir als Weltneuheit die erste komplett vegane Erde bei Coop Bau + Hobby anbieten können. Die neue Erde ist ein reines Schweizer Produkt, sie wird in Aarberg und Frauenfeld hergestellt.

Und wie ist sie entstanden?
Von Vertretern der veganen Gesellschaft Schweiz haben wir erfahren, welche Voraussetzungen eine solche Erde erfüllen muss. Dann haben wir die Rezeptur ausgetüftelt. Dafür haben wir einen Kompost aus Nadelholzrinde kreiert. Herkömmlichen Kompost konnten wir nicht beimischen, da dieser Eierschalen und andere tierische Produkte enthalten kann. Der Nadelrinden-
kompost wird mit einem rein veganen Maisprotein aufgedüngt. Dieser Rohstoff braucht mehrere Monate Pflege und Reifung. So ist es gelungen, eine rein pflanzliche Erde herzustellen.

Wachsen die Pflanzen mit dem neuen Produkt besser?
Die vegane Erde ist qualitativ genauso hochwertig wie andere echte Bio-Erden mit der Bio-Knospe und sie wird ebenso verwendet. Wir haben das Pflanzenwachstum in der neuen Erde ausführlich getestet. Sie eignet sich für Blumen ebenso wie für Kräuter und Gemüse.

Ist diese neue Erde ökologisch besser? Hat sie sonstige Vorteile?
Je nach Betrachtung sind rein pflanzliche Rohstoffe ökologischer als tierische Produkte. Es geht uns aber vor allem darum, das sehr bewusste Konsumverhalten der Veganerinnen und Veganer zu unterstützen. Bisher wurde noch wenig über tierische Stoffe in der Erde nachgedacht, entsprechende Produkte fehlten.

Und was ist mit Regen-würmern, Schnecken und anderen Viechern im Garten? So ganz vegan wird die Erde im Gebrauch nicht bleiben …
Tierische Lebewesen, die in «gewachsener» Erde zahlreich vorkommen, sind für vegan lebende Menschen kein Problem, da diese Organismen sich diesen Lebensraum freiwillig ausgesucht haben. Wenn Bodenlebewesen auch die vegane Erde besiedeln möchten, sind sie herzlich willkommen, da sie für einen gesunden Boden seit jeher wichtig sind. Problematisch für Veganer sind lediglich die Produkte von vom Menschen gehaltenen Haus- und Nutztieren sowie Nebenprodukte, die der Mensch daraus herstellt.

Coop Oecoplan vegane Balkonerde, 15 l für Fr. 9.50.

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Stefan Fehlmann

Redaktor

Foto:
Peter Mosimann, zVg
Veröffentlicht:
Montag 03.04.2017, 00:00 Uhr

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