Sie:

Schneider muss sich nie in Sicherheit bringen, so ein Quatsch! Es würde reichen, wenn er nicht die ganze Zeit im Weg stehen würde. Das tut er nämlich, und zwar immer dann, wenn es hektisch wird. Dass er sich ausgerechnet dann an einem Ort verstecken will, der im Zentrum des Interesses steht, ist mir vollkommen schleierhaft. Und der Schlüssel an der Badezimmertür ist kein Symbol für einen Isolationsraum, sondern bietet Sicherheit für unseren Besuch, wenn der mal muss. Sein sogenanntes Fachmagazin, eine Autorennsport-Postille, kann er irgendwo lesen, das braucht weder Abgeschiedenheit, noch intellektuelle Fähigkeiten. Ein sauberer Lidstrich hingegen verlangt nach dem besten Licht! Und das ist bei uns nun mal im Bad!

Er:

Von welchen Regeln, die der ganzen westlichen Welt bekannt sein sollen, ist hier die Rede? Dass Frauen ein Recht auf Schminke haben? Dass es vor einer Party zuhause wie in einem Hühnerstall zu und her gehen darf, während der Hahn sich gefälligst auf eine Stange verkriechen soll? Abgesehen davon ist es nicht so, dass ein Mann sich dort wohlfühlt, wo es eng ist, in einer Besenkammer oder unter der Treppe oder eben in einem winzigen Bad. Nein, ich könnte auch in einer riesigen Fabrikhalle glücklich sein. Sofern dort eine Schüssel steht, die ganz allein für mich da ist.

Wer konnte Sie überzeugen?

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