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Ein guter Wurf: Narzissen Zwiebeln

Schön klein: Zieräpfel und -kürbis

Weisse Herbstanemonen

Perfekt für Dekorationen: Ranken von Kletterpflanzen

Kranz aus Zweigen und Quitten

Gartenschmuck: getrocknete Mohnpflanzen

Kürbis im Rankenbett

Hier werden rote Speisezwiebeln wachsen.

Fantastisches Violett: Glockenrebe

Erntezeit: fast zu schön zum Essen

Wer Zwiebeln wirft,
wird Blumen ernten

Sabine Reber windet ihrem herbstlichen Garten ein Kränzchen und plant die Blütenpracht für den nächsten Frühling.

Ausser den weissen Herbstanemonen und ein paar Astern blüht jetzt nicht mehr allzu viel, die Rosen sind erschöpft von dem intensiven Sommer und wollen diesen Herbst kaum etwas hergeben. Und die Dahlien habe ich alle für Sträusse geschnitten. Dafür fallen die Anemonen nun umso mehr ins Gewicht: in leuchtend frischem Weiss stehen sie hoch erhaben über den Beeten und trotzen den Wetterlaunen. Herbstanemonen sollte man in jedem Garten haben, sie sind so dankbar und vermehren sich gern am Rand von Sträuchern oder im Hintergrund der Rosenbeete.

Ansonsten gilt es jetzt, sich langsam wieder im Haus für die kalte Jahreszeit gemütlich einzurichten. Soweit es geht, hole ich den Garten nach drinnen. Aus Zweigen und verdorrten Kletterpflanzen flechte ich Kränze. Insbesondere die dürren Feuerbohnen und die Ranken von Glockenreben und Clematis eignen sich gut für herbstliche Dekorationen. Die Samenstände von Karden, Schlafmohn und Jungfern im Grünen sowie kleine Kürbisse, Zwiebeln, Quitten und Zieräpfelchen füge ich hinzu. Von mir aus muss der Herbst gar nicht so farbig sein, denn in Gedanken bin ich sowieso schon bei der Frühlings-pracht. Auf meinem Tisch liegen all die schönen bunten Kataloge mit den neuen Blumenzwiebeln. Ich träume von farbigen Tulpenbeeten, schwelge in der Fantasie im Duft der Narzissen.

Blumenzwiebeln pflanzen ist ein bisschen wie Weihnachten und Ostern zugleich – Vorfreude und Überraschungen und Geschenke. Man kann einfach nie genug davon haben! Die Kinder wiegen die braunen Zwiebeln in ihren Händen, was für ein Wunder, dass daraus Blüten wachsen werden! Wir graben kleine Löcher, immer etwa doppelt so tief wie die Zwiebeln lang sind. Grosse Kaiserkronen (Fritillarien) und Hyazinthen werden also recht tief verbuddelt. Narzissen und Tulpen fühlen sich eine gute Handbreit unter dem Boden wohl. Wir legen die Zwiebeln sorgfältig mit den Wurzeln nach unten hinein, decken sie mit lockerer Erde zu, «damit sie schön warm haben», wie meine Tochter sagt. Tatsächlich ist der Boden noch gar nicht so kalt im Herbst, und da es nun etwas mehr regnet, haben die Zwiebeln alles, was sie zum Anwachsen brauchen. In den nächsten Wochen werden sich ihre Wurzeln entwickeln, und lange vor dem Winter werden sie kräftig sein und bereit, im Frühling zeitig ihre Triebe aus dem Boden zu strecken.

Wir verbringen ganze Nachmittage damit, Narzissen in die Wiese zu pflanzen. Am natürlichsten sehen Zwiebelblumen im Gras aus, wenn man die Zwiebeln in grossem Bogen auf den Boden wirft, und sie dann genau dort pflanzt, wo sie hingefallen sind. In dieser lockeren, zufälligen Art würden sie nämlich wachsen, wenn sie sich von selber versamen. Auch Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris) eignen sich gut zum Verwildern im Gras, sie gedeihen besonders gut an feuchteren Stellen.

Den Tulpen hingegen gefällt es in den Beeten meist besser, und sie sollten es keinesfalls allzu nass haben. Wildtulpen wie beispielsweise die Tulipa clusiana oder die weisse Tulipa turkestanica gedeihen am besten in einem Steingärtchen mit guter Drainage. Auch in Schalen und Töpfen sehen Tulpen natürlich fantastisch aus. Ich unterpflanze sie mit Hornveilchen, Stiefmütterchen und weissen Vergissmeinnicht. Diese haben sich fleissig versamt und wir graben die jungen Pflänzchen aus, um sie in die Gefässe zu nehmen. Ich hoffe, sie blühen dann wieder weiss, und dass es nicht doch nur die blauen Vergissmeinnicht sind, die sich versamt haben. Einige Gefässe mit Tulpen nehme ich ins Gewächshaus, sodass sie dann etwas früher blühen.

Im Gemüsegarten pflanzen wir jetzt Wintersteckzwiebeln sowie Knoblauch, der meist bessere Erträge bringt, wenn er im Herbst gepflanzt wird. Dazu säen wir noch etwas Winterportulak. Auch Hirschhornsalat, ein zähes, winterhartes Wegerichgewächs, sieht hübsch aus vor einer Reihe Zwiebeln. Und die übrig gebliebenen Steckzwiebelchen kleben wir auf die Kränze, wo sie ganz hübsch aussehen.

Für den Oktober

  • Obst und Gemüse ernten und einlagern;
  • Rosen, Büsche und Bäume pflanzen;
  • Ausgereifte Stecklinge von Ziergehölzen nehmen;
  • Kübelpflanzen zurückschneiden und ins Winterquartier einräumen;
  • Gemüse wenn nötig mit Vlies vor Nachtfrösten schützen;
  • Knollenpflanzen wie Dahlien und Begonien ausgraben, beschriften und frostfrei überwintern;
  • Kübel und Schalen mit Herbstblühern bepflanzen;
  • Wo nötig, den Boden umgraben;
  • Winterschutz für empfindliche Pflanzen bereithalten;
  • Heikle Gartenmöbel einräumen;
  • Laubbäume, Sträucher und Laubhecken schneiden;
  • Brunnen und Wasserspiele abstellen, Wasserleitungen entleeren;
  • Schläuche versorgen, sie werden sonst vom Frost brüchig.

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Sabine Reber

Bloggerin

Foto:
Stöh Grünig
Veröffentlicht:
Montag 03.10.2011, 16:00 Uhr

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