Sie:

Er nennt es: Früchte ernten! So ein Witz. Ich nenn es: Ablenkung vom eigenen Herbst. Dass man in seinem Leben Träume hat, ist wichtig. Dagegen habe ich nichts. Auch gegen die Sehnsucht nach Freiheit kann ich nichts einwenden. Was mich wirklich stört ist, dass dieser Traum von der Töfftour kein sehr persönlicher ist, sondern ein Traum ab Stange. Wie wärs, wenn er sich für den Lebensherbst auf die Suche nach tiefen, eigenen Wünschen machen würde. Ich habe da schon Ideen: statt Motorrad fahren, zu Fuss ans Meer wandern. Das würde mir Eindruck machen. Und wäre alles andere als albern.

Er:

Innere Weisheit? Was hat das mit einem Männerausflug zu tun? Als ob die Zunahme innerer Weisheit bei Schreiber dazu geführt hat, dass sie weniger schwarze Schuhe kauft! Nein. Es geht nicht um Albernheiten, sondern um Träume. Und neben den verbesserten finanziellen und zeitlichen Rahmenbedingungen zur Erfüllung derselbigen, gibt es schon etwas, was eine grössere Summe an Lebensjahren zeitigt: Die Fähigkeit, etwas Aussergewöhnliches viel tiefer und intensiver zu erleben. Männer, die älter werden, fühlen mehr. Auch auf einer Harley.

Wer konnte Sie überzeugen?

↩︎

Stimmen Sie ab:

Werden Männer, wenn sie älter werden, albern?

Bitte wählen Sie zuerst eine Antwort aus

Die Abstimmung ist beendet.



Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?