Das Ziel bei «Niche»: eine Tierart vor dem Aussterben bewahren.

Wie man mit Spielen Geld verdient

Verkaufserfolge ebenso wie Auszeichnungen zeigen: Schweizer Spieleentwickler mischen im internationalen Geschäft kräftig mit.  

Es muss nicht immer gleich um die Rettung der Welt gehen, damit ein Video-Game Erfolg hat. Das zeigt etwa der «Landwirtschafts-Simulator»: Der Spieler rückt mit dem Traktor aus, um die Felder zu bestellen, kauft Tiere und gibt alles, um seinen Hof zum Erfolg zu führen. Dieses friedliche Spiel hat in seiner letzten Version bereits nach vier Wochen im Verkauf die Millionenmarke geknackt, Kinder lieben es ebenso wie Erwachsene. Bemerkenswert daran: Das Spiel kommt nicht etwa aus einer der grossen Game-Schmieden in Übersee, sondern aus dem Zürcher Limmattal – die Simulation wurde bei Giants Software in Schlieren entwickelt. Ein weiteres Beispiel für erfolgreiche Schweizer Spiele ist «Transport Fever» des Schaffhauser Studios Urban Games, bei dem es darum geht, eine möglichst effiziente Infrastruktur auf Strasse, Schiene, Wasser und in der Luft aufzubauen.Dass in den vergangenen Jahren in der Schweiz eine recht lebhafte Spieleentwickler-Szene entstanden ist, zeigt auch das Interesse des Publikums an den Events, die hierzulande stattfinden. Neben der Basler «Fantasy» und der gerade Ende Januar in Zürich über die Bühne gegangenen «Ludicious» findet im Herbst die «Zurich Game Show» statt. 

Hohe Auszeichnung

Auch für den Nachwuchs ist gesorgt: Die Zürcher Hochschule der Künste ZHdK beispielsweise bietet seit einigen Jahren einen entsprechenden Studiengang an. Aus dieser Talentschmiede stammt auch die Zürcher Entwicklerin Philomena Schwab, die vom internationalen Wirtschaftsmagazin «Forbes» soeben in seine Liste der wichtigsten jungen Technologie-Talente («30 under 30») aufgenommen wurde. Obwohl sie nach dieser Auszeichnung postwendend ein Jobangebot aus Silicon Valley – dem Programmierer-Mekka in den USA – bekam, will die 27-Jährige ihre Zelte in der Schweiz nicht abbrechen: «Ich werde auf jeden Fall hier bleiben und unser frisch gegründetes Game-Studio weiter aufbauen.»
In dem von ihr mitentwickelten Spiel «Niche» geht es um Ressourcenverschwendung. Das Thema Natur ist für Philomena Schwab zentral: «Unsere meisten Inspirationen kommen direkt aus der Natur. Wir schauen uns sehr viele Dokumentationsfilme an und übersetzen spannende Inhalte in Game-Handlungen.»

Nur wenige schaffen es

Kreativität ist also offenbar vorhanden in der helvetischen Spieleentwickler-Szene. Dennoch schaffen es nur wenige, daraus auch Kapital zu schlagen. Zum einen fehlen finanzkräftige Sponsoren, zum anderen ein effektives Marketing. Dem einen oder anderen steht, so Philomena Schwab, aber auch ein Übermass an Kreativität im Weg: «Vielen Game-Entwicklern geht es vor allem darum, etwas Besonderes zu schaffen. Die Markttauglichkeit ist dann kaum Thema.»

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Text:
Michael Benzing
Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 13.02.2017, 15:00 Uhr

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