Sowohl zu Hause als auch von unterwegs lassen sich zum Beispiel WLAN-fähige Lichtsysteme übers Internet steuern.

WLAN-Fernbedienung – Vernetzte Wohnung

Viele Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik sind mit WLAN-Verbindung ausgestattet. So lassen sie sich kinderleicht für den Fernzugriff via Smartphone und Tablet-PC einrichten.

Ein drahtloses Heimnetzwerk über WLAN ist eine praktische Sache. Ohne eine einzige Strippe verbindet man mehrere Computer, Spielkonsolen, Heimkinoanlagen oder Fernseher mit dem Internet. Doch die Funk-Technologie lässt sich noch vielfältiger verwenden: Mit speziellen Apps kann man diverse Geräte über Smartphones steuern.

Beispielsweise das Beleuchtungssystem Philips Hue. Es lässt sich damit von unterwegs bedienen. Das Besondere daran: Man kann nicht nur jede der LED-Lampen ein- und ausschalten, sondern auch ihren Farbton verändern. Zudem lassen sich diverse Voreinstellungen für den Betrieb der Lampen vornehmen. Als Schutz vor Einbrechern eignet sich dieses System besser als ein Zeitschaltuhr-basiertes, da es sich individuell verändern lässt und den Ganoven bewohnte Zimmer viel realistischer vorgaukelt. Man kann damit natürlich auch die Beleuchtung für Haustiere von auswärts regeln oder es als sanften Licht-Wecker verwenden.

Das Einstellen funktioniert recht einfach. Man muss lediglich die WLAN-Lampen in die jeweilige Lampe schrauben und danach den Lichtschalter einschalten, damit sie mit Strom versorgt wird. Die Steuerungszentrale steckt in der sogenannten Hue Bridge, die bis zu 50 Lampen gleichzeitig bedienen kann. Das kleine Kästchen wird per LAN-Kabel mit dem Router verbunden. Nach dem Einschalten muss nur noch die App auf das Smartphone geladen werden, und schon ist das Lichter-Netzwerk einsatzbereit. Die App sucht die Bridge selbstständig und stellt so die Verbindung mit den Lampen her.

Auch Haushaltsgeräte lassen sich via WLAN steuern. So beispielsweise die Firmen-Kaffeemaschine Netkafy des Herstellers DBS in Wetzikon/ZH. Das Gerät verfügt über einen drahtlosen Netzwerkanschluss und kann so via App über jedes Mobilgerät bedient werden. Nach dem Auftrag an die Maschine zieht diese die Tasse aus dem integrierten Magazin automatisch ein und brüht das braune Getränk frisch auf. Zubereiten lässt sich sowohl normaler Kaffee als auch Espresso. So können beispielsweise aus der Sitzung heraus mehrere Tassen gleichzeitig bestellt werden. Sobald fertig gebrüht ist, liefert die App eine Bestätigung. Damit alles problemlos läuft, prüft die Elektronik ständig das Magazin und den Transport der Tasse. Die Maschine ist so konzipiert, dass Wasser und Kaffeebohnen gleichzeitig nachgefüllt und Tassen nachgeschoben beziehungsweise Tresterbehälter geleert werden müssen.

Wer sich bekleckert hat, kann seine verschmutzte Wäsche mit einer Smartphone-gesteuerten Waschmaschine reinigen. Samsung bietet mit der WF-12F9E6P4W ein Gerät an, das per Funk mit dem Heimnetzwerk verbunden wird. Über eine App ist es möglich, Temperatur und Spülgang einzustellen, die Maschine zu starten oder sich die Waschzeit anzeigen zu lassen. Wenn die Wäsche fertig ist, gibt die App eine Benachrichtigung heraus.

Unterhaltungselektronik kann ebenfalls häufig übers Netzwerk bedient werden. Smartphones werden via App zur Fernsteuerung von Blu-Ray-Playern oder Fernsehern, beispielsweise von Samsung, Toshiba oder Philips. Dazu müssen die Geräte lediglich im selben Netzwerk eingeloggt sein. Diese Variante bietet im Vergleich zur normalen Fernbedienung oftmals Zusatzfunktionen, beispielsweise eine Gestensteuerung.

Philips Hue LED vorgestellt von Cnet.com (Youtube)

Wlan-Büro-Kaffeemaschine «NetKafy» von Netkey (Youtube)

Sound: Sonos Playbar

Was wie eine normale Soundbar aussieht, ist in Wirklichkeit viel mehr: nämlich ein Streaming-Lautsprecher, der nebenbei den TV-Sound wiedergibt. Gespeist wird der Balken per Toslink-Anschluss vorzugsweise direkt vom Fernseher. Das setzt voraus, dass dieser die Signale von Quellen wie SAT-Receiver oder Spielkonsole digital (beispielsweise über ein HDMI-Kabel) erhält. Daneben kann man alle Quellen streamen, die sich im Heimnetzwerk befinden. Auch die Einbindung von Internet-Musikabo-Diensten ist möglich. Wie bei Sonos üblich, stellt auch die Playbar den Sound kompatiblen Lautsprechern in anderen Räumen zur Verfügung. Die Einrichtung erfolgt über eine App per Smartphone, Tablet oder Computer.

Die Sonos Playbar ist bei Interdiscount für 819 Franken erhältlich.

Zum Produkt bei Interdiscount

Lawinenmelder

«White Risk» ist eine praktische Suva-App für alle, die sich im winterlichen Gebirge abseits gesicherter Pisten aufhalten. Sie informiert über die aktuelle Schnee- und Lawinensituation in der Schweiz. Zudem bietet «White Risk» Hintergrundwissen zur Beurteilung der Lawinengefahr. Verschiedene Tools – wie zum Beispiel der «Danger Analyser» – helfen dem Benutzer, die Lawinensituation im Gelände zu analysieren. Weiter bietet die App die Möglichkeit, im Web geplante Touren offline auf Karten darzustellen. Mit der GPS-Funktion des Smartphones ist der aktuelle Standort auf der Tour ersichtlich. Wer sich für eine Fahrt abseits von Pisten entscheidet, tut dies auf eigene Gefahr.

Die App steht gratis viersprachig auf iTunes und im Google Play Store zur Verfügung. Für jährlich 13 Franken kann man zudem auf aktuelle Schnee- und Temperaturdaten zugreifen (gilt nur für die iPhone-Version).

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Text:
Michael Benzing
Foto:
Philips Communications, zVg
Veröffentlicht:
Montag 13.01.2014, 18:35 Uhr

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