Protokoll: Die Waage sendet die Messwerte über das WLAN, die Auswertung erfolgt per App.

Fit, gesund und vernetzt mit der Cloud 

Wer Gewicht und andere Werte kontrollieren muss, kann das Aufschreiben der Daten sparen: Moderne Geräte registrieren alles automatisch.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das gilt auch für das Gewicht, vor allem, wenn man ein wenig zu viel davon hat und die Pfunde wieder loswerden will. Eine komfortable Lösung ist dann eine vernetzte Waage: Einmal eingerichtet, speichert sie automatisch die Messwerte.

In der Daten-Cloud

Dies funktioniert sogar für mehrere Benutzer, wenn sie mit einem eigenen Konto in der Cloud des Herstellers angemeldet sind. Je nach Modell werden die Messdaten direkt über das heimische WLAN-Netz in die Cloud übermittelt oder zunächst via Bluetooth zu einem Smartphone gesandt und von dort in der Cloud gespeichert. Da Bluetooth eine kleinere Sendeleistung hat als WLAN, müssen sich dabei Handy und Waage im gleichen Raum befinden. Per App lassen sich die Daten anschliessend grafisch aufgearbeitet abrufen.
Den komfortablen Mehrwert einer vernetzten Waage und das moderne Design lassen sich die Hersteller allerdings recht teuer bezahlen. Immerhin gibt es zum Beispiel bei Fust gute Einsteigermodelle der Marke Beurer bereits ab 60 Franken. Im Preissegment bis 100 Franken ist neben anderen die Marke Medisana vertreten. Noch teurer wirds bei Polar, Garmin, Withings oder Fitbit.

Nicht nur Pfunde im Blick

Neben dem Preis sollten Sie bei der Kaufentscheidung jedoch auch berücksichtigen, ob Sie bereits ein anderes smartes Gesundheitsgerät des Herstellers nutzen oder ob eine solche Anschaffung bei Ihnen in absehbarer Zeit ansteht – beispielsweise ein Aktivitäts-Tracker oder ein smartes Blutdruck- oder Blutzuckermessgerät. Dann lassen sich nämlich praktischerweise die Messwerte aller Geräte in einer einzigen App des Herstellers zusammenführen oder in Apps von Drittherstellern speichern.

Vom Körperfett …

Die vernetzten Waagen registrieren übrigens nicht nur das Gewicht: Fast alle errechnen mithilfe der zuvor eingegebenen Körpergrösse sowie dem Geschlecht des Nutzers den jeweiligen BMI (Body Mass Index). Die meisten Modelle ermitteln zudem auch den Fett- und Wasseranteil am Gesamtgewicht sowie die Knochenmasse. Dazu leitet das Gerät einen schwachen Strom durch die unteren Gliedmassen und misst den elektrischen Widerstand. Sportler können an diesen Werten erkennen, ob ihr Körper Muskelmasse aufbaut und Fett verbrennt.

… bis zum Ruhepuls 

Manche Apps errechnen aus diesen Angaben den Grundumsatz an Kalorien pro Tag. Das Modell Body Cardio von Withings misst über die Fusssohle zusätzlich den Ruhepuls des Nutzers und die Geschwindigkeit, mit der die Druckwelle des Herzschlags die Adern durchläuft. Das soll Auskunft über den Zustand der Arterien geben.

Helfen macht Freu(n)de

Blinde sind meist gut organisiert, im Alltag führt aber ein sehender Helfer oft schneller ans Ziel, zum Beispiel beim Ablesen eines Haltbarkeitsdatums. Ist jedoch kein Helfer in der Nähe, springt die App «Be my Eyes» ein: Braucht ein Blinder Hilfe, aktiviert er die Handykamera und lässt sich über die App mit einem registrierten sehenden Helfer verbinden. Bis dato konnte die App so weltweit über 210 000 Hilfsanfragen von Blinden vermitteln.

«Be my Eyes», gratis für iOS, demnächst auch für Android, ab 18 Jahren.

Diagnosewaagen im Test

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Text:
Andreas Grote
Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 15.05.2017, 10:00 Uhr

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