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Zeit zum Gärtnern

Garten & Co. Langsam kommt der Frühling in die Gänge. Endlich gibt es im Garten etwas zu tun. Also: Ab ins grüne Reich und an die Töpfe, fertig, los.

Befreie mich vom Wintermäntelchen», fleht die mit Vlies umhüllte Kamelie. «Umtopfen, umtopfen», rufts aus der anderen Ecke des Gartens. Und auch der sonst so genügsame Buchsbaum bettelt nach Dünger und einer neuen Frisur. Die warmen Sonnenstrahlen und angenehmen Bodentemperaturen wecken die Gartenbewohner nach einem langen Winter. Blumen, Pflanzen, Sträucher, Bäume - sie alle melden jetzt ihre Bedürfnisse an.
«Es gibt einiges zu tun», stellt Hobbygärtner Kurt Bloch fest. Sein Refugium ist etwa 150 Quadratmeter gross, schmal geschnitten, und gehört zu einer Reihenhaussiedlung in Muttenz BL. Insbesondere der Rasen und die Englischen Rosen, an denen sein Herz besonders hängt, brauchen nun liebevolle Pflege.
Ein leidenschaftlicher Hobbygärtner. Ja, das ist der 52-jährige Familienvater. Ein beseelter Gartenmensch. Jedes Pflänzchen, jeder Baum, die Pergola, das Biotop, der Natursteinboden tragen seine Handschrift. Die Gestaltung seines Gartens ist für Bloch ein langer kreativer Prozess, der bis heute nicht abgeschlossen ist. «Zu Beginn überlegte ich, wie mein Wunschgarten auszusehen hat, machte viele Notizen und erstellte einen Grobplan», erinnert sich der autodidaktische Gartengestalter. Geschaffen hat er ein romantisches, an die englische Gartenkultur angelehntes Fleckchen Erde. Inspiration fand und findet er in Gartenbüchern, Ausstellungen und fremden Gärten. «Wenn ich Gärten sehe, die mir gefallen, bleibe ich schon mal länger stehen, um zu gucken», meint er lächelnd.

Blochs Garten ist ein Raum mit Atmosphäre. Eine strukturierte Oase, in der sich Sträucher und Pflanzen in Farbe und Form ergänzen. «Oft entdecke ich aber etwas, was ich ändern könnte, und seis nur ein Topf, der nicht am richtigen Platz steht», meint der Mann mit den grünen Genen: «Das Biotop etwa würde ich heute anders in der Form und grösser gestalten, die Uferzone mit mehr Sumpfpflanzen bepflanzen.» Fliessendes Wasser und eine gute Beleuchtung sind für den passionierten Hobbygärtner unverzichtbare Stimmungsmacher im Garten. Genauso wie ein Sitzplatz an einem lauschigen Plätzchen. Schliesslich will man die Pracht auch geniessen.

Sein grüner Traum ist noch nicht vollends verwirklicht: «Der Garten ist zu sommerlastig. Mein Wunsch ist ein Garten für alle Jahreszeiten, in dem immer etwas blüht.» Vorerst freut er sich aber, sein Refugium für diese Saison fit zu trimmen.

Rosenschnitt

Falls nicht schon geschehen, ist jetzt Zeit, die Rosen zurück-zuschneiden. Der Schnitt regt zu vielen Jung-
trieben an. Dafür verwendet Hobbygärtner Kurt Bloch eine gute, scharfe Gartenschere.

Kräuter eintopfen

Von Basilikum bis Zitronen-Thymian: Frische Küchenkräuter, immer griffbereit und in hübschen Töpfen, passen auf den kleinsten Balkon. Das gefällt nicht nur dem Gaumen, auch fürs Auge machts viel her.

Knollen pflanzen

Der April ist Pflanzzeit für Sommerblüher wie etwa Dahlien und Gladiolen. Beim Kauf von Zwiebelblumen auf gute Qualität achten. Die Zwiebel muss sich fest anfühlen, darf nicht beschädigt, matschig oder schimmlig sein.

Unkraut jäten

Unkraut ist eine Plage. Das wenige Unkraut, das jetzt zu wachsen beginnt, kann man im Zaum halten, wenn man es so früh wie möglich entfernt.

Teich reinigen

Jetzt ist die richtige Zeit zur Pflege des Gartenteichs. Je kleiner die Teichfläche, umso wichtiger ist es, hereingewehtes Laub und abgestorbene Pflanzenreste zu entfernen.

Vertikutieren

Vertikutieren bedeutet vertikal schneiden. Dabei wird der Rasen von altem Schnittgut, abgestorbenen Pflanzenteilen und Moos befreit, um die Belüftung des Bodens zu verbessern. Am besten mäht man den Rasen einmal vor dem Vertikutieren. Danach den Rasen düngen.

Ziergräser schneiden

Ziergräser werden im Frühjahr, kurz vor dem Austrieb, handbreit über dem Boden zurückgeschnitten. Ein Tipp: Damit es einfacher von der Hand geht, vorher die Halme zusammenbinden.

 

Vor dem Eintopfen
Alte Töpfe reinigen

Bevor alte Kübel und Töpfe neu bepflanzt werden, sollten Sie diese gründlich reinigen und von alter Erde, Moos, Wurzelresten und Kalk befreien. Passiert das nicht, können Krankheitserreger, mit denen die Vorgänger im Topf befallen waren, auf die neuen Pflanzen übertragen werden. Töpfe mit heissem Wasser und einer Bürste gründlich schrubben. Ein ordentlicher Schuss Essig im Putzwasser desinfiziert zusätzlich. Zum Schluss die Töpfe gründlich mit klarem Wasser nachspülen und dann trocknen.

 

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Yvonne Pini-Fertsch

Redaktorin

Foto:
Heiner H. Schmitt
Veröffentlicht:
Montag 18.07.2011, 11:57 Uhr

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