Sabine Reber mit den neu gepflanzten gelb-grünen Seggen, links Montbretien.

Ziergräser – Verspielte Leichtigkeit

Nun wiegen sie sich wieder im Wind, die trendigen Gräsersorten, die in keinem Herbstgarten fehlen dürfen. Auch in Balkonkistchen sind sie hübsch.

Nach dem grossen Hagelschaden diesen Sommer habe ich jetzt viel Platz: Die Petunien waren so zerstört, dass ich sie schon im August kompostieren konnte, und auch in den Staudenbeeten hat das Unwetter Platz geschaffen. Zwar trauere ich noch um die schönen Funkien und Farne, die nur noch in Fetzen herunterhingen. Aber ich mag mich nicht den Rest des Jahres grämen. Also hab ich alles zurückgeschnitten und viele schöne Gräser in die Lücken gepflanzt: Lampenputzergras (Pennisetum), diverse Seggen sowie einige orange blühende Montbretien (Crocosmia) zur Auflockerung. Wenn es im nächsten Frühling zu eng wird, kann ich die Gräser gut wieder ausgraben und anderswo platzieren. Aber für den Moment bin ich glücklich: Gräser gut, alles gut. Die Gartenaussicht ist gerettet, jetzt geniessen wir den Herbst. 

Zarte Schnabelrinde

Vorne Blauschwingel, in der Mitte Seggen und hinten Sterntänzer-Schnabelrinden.

Vorne Blauschwingel, in der Mitte Seggen und hinten Sterntänzer-Schnabelrinden.
http://www.coopzeitung.ch/Ziergraeser+_+Verspielte+Leichtigkeit Vorne Blauschwingel, in der Mitte Seggen und hinten Sterntänzer-Schnabelrinden.

Mein Lieblingsgras ist die feingliedrige Schnabelrinde (Rhynchospora colorata). Die Züchtung «Sterntänzer» ist bei Coop als Oecoplan-Bio-Pflanze erhältlich und wird vom WWF empfohlen. Überhaupt gibt es nun ein erfreulich grosses Angebot an Bio-Gräsern. Gräser haben kaum mit Schädlingen und Krankheiten zu kämpfen und sind daher für den Bio-Garten bestens geeignet. Im Staudenbeet sieht die Schnabelrinde besonders hübsch aus, wenn sie in grösseren Gruppen gepflanzt wird. Dann tanzen ihre weissen Sternblüten wie Feen über dem saftig-grünen Gras. Leider ist dieses Ziergras nicht ganz winterhart. Aber bis Ende Jahr sieht es auf jeden Fall gut aus. Drum gönne ich mir diesen kleinen Luxus und pflanze eine ganze Kiste Schnabelrinden-Gras vor die Hortensien. Ein bisschen Schönheit muss sein! 

Locker mit Seggen

Seggen passen überall. Diverse Sorten der klassischen kleinen Gewächse sind jetzt im Angebot. Hübsch sind diejenigen mit gelb-grün gestreiftem Laub (Carex Evergold). Im Balkon- und Topf-arrangement sehen sie zu gelben und orangen Chrysanthemen perfekt aus. Auch für den Rand von Staudenbeeten sind die kleinen Seggen schöne Füller. Wichtig beim Pflanzen: die Büschel mit einer Hand gut zusammenhalten, die Erde festdrücken, und dann die Blätter schön locker verteilen, sodass sie sich im Wind bewegen können. Wenn man beim Einpflanzen von Seggen nicht aufpasst, kleben die unteren Blätter in der nassen Erde und verfaulen. Sonst sind sie extrem pflegeleicht. Sie trotzen locker Sturm und Unwettern und sehen meist bis in den Frühling hinein gut aus. Man muss sie einfach regelmässig giessen! Seggen mögen es feucht.

Für trockene Standorte eignen sich hingegen die gräulichen Blauschwingel (Festuca glauca), die sich auch in Kistchen hübsch machen.

Lang andauernde Freude
Gräser im Herbst nicht zurückschneiden! Sie sehen auch mit Raureif im Winter noch gut aus.

Aufteilen und vermehren
Im Frühling zurückschneiden und, wenn nötig, grosse Klumpen in Stücke teilen und wieder einpflanzen.

Sie kommen immer wieder
Gräser aus Töpfen und Kisten können im Frühling im Garten weiterverwendet werden, sie sind mehrjährig.

  

Gräser und Kürbisse

Sabine Reber empfiehlt, die im Artikel erwähnten Ziergräser im Herbst mit Zierkürbissen zu kombinieren. Sowohl im Garten als auch im Balkonkistchen passen diese Pflanzen sehr schön zusammen. Die Zierkürbisse (oben) sind für Fr. 1.95 pro Stück erhältlich, und zwar in grösseren Coop-Verkaufsstellen oder bei Coop Bau + Hobby.

Die Bio-Sterntänzer-Schnabelrinden kosten im 13-cm-Topf Fr. 6.95, Seggen und Blauschwingel Fr. 5.95.

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Sabine Reber

Bloggerin

Foto:
Stöh Grünig, Heiner H. Schmitt
Veröffentlicht:
Montag 11.09.2017, 10:00 Uhr

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