1 von 4


In Aktion: «Grimsel» auf dem Silverstone Circuit.



Rekordjagd für die Technik von morgen

Wenn «Grimsel» über die Piste fegt, geht es fast zu wie in der Formel 1. Doch deutlich leiser: «Grimsel» ist ein Elektrofahrzeug, das Studenten der ETH Zürich (Maschinenbau) und der Hochschule Luzern (Elektrotechnik) gemeinsam entwickelt haben.

Das AMZ-Team 2014 mit Jonas Abeken (vordere Reihe, erster von links).

Das AMZ-Team 2014 mit Jonas Abeken (vordere Reihe, erster von links).
Das AMZ-Team 2014 mit Jonas Abeken (vordere Reihe, erster von links).

Organisiert im Akademischen Motorsportverein Zürich (AMZ), bauen die Nachwuchsingenieure seit 2006 jedes Jahr einen Prototypen für die «Formula Student»-Wettbewerbe, bei denen das AMZ-Team in ganz Europa antritt.

Die Technik ist beeindruckend: Dank Carbon-Leichtbau wiegt das Fahrzeug nur 168 Kilo. Angetrieben wird es von vier eigens entwickelten Radnabenmotoren mit je 37 KW Leistung, zusammen über 200 PS. Die Motoren werden einzeln angesteuert und verhelfen dem Auto so zu mehr Agilität als bei einem herkömmlichen Antrieb, erklärt AMZ-Chef Jonas Abeken. Der 23-Jährige studiert im 7. Semester Maschinenbau an der ETH Zürich und war im Team bislang für die Aerodynamik zuständig. Die mechanischen Bremsen kommen kaum noch zum Einsatz, gebremst wird elektrisch: «Wir können bis zu 35 Prozent der Energie damit zurückgewinnen», sagt Abeken.

«Grimsel» brachte dem AMZ in der Saison 2014 drei Gesamtsiege sowie an den Wettbewerben in Österreich und Spanien die höchsten jemals in Europa bei der «Formula Student» erzielten Punktewertungen. Spektakulärer Abschluss war der 3. November in Dübendorf ZH: Dort beschleunigte der Elektro-Rennwagen in nur 1,785 Sekunden von 0 auf 100 km/h – Weltrekord! Beim Jubeln zeigte das Team, dass es auch ebenso laut sein kann wie die Formel 1 …

Wenn andere die Feiertage geniessen, geht es bereits an das nächste Fahrzeug: Das Team trifft sich zwischen dem 26. und 31. Dezember zum sogenannten «Bootcamp», um die Details der neuen Konstruktion festzulegen, deren Rollout für Mitte Mai 2015 vorgesehen ist. Traditionsgemäss wird das Fahrzeug wieder den Namen eines Passes tragen: «Flüela». Und es soll die Technik wieder einen Schritt weiter voranbringen: «Vieles von dem, was wir hier entwickeln, ist nicht nur im Automobilbau einsetzbar», betont Jonas Abeken. Dass die Studenten dabei auch noch Spass haben, muss ja nicht schaden.

Mehr über den AMZ auf der Internetseite des Vereins.

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.





Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld:

$springMacroRequestContext.getMessage($code, $text)






Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Martin Winkel

Redaktor

Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 29.12.2014, 12:54 Uhr

Weiterempfehlen:




Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?