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Warten auf den Zug: Das Faltvelo ist schnell zusammengeklappt.

Zum Tragen braucht es Kraft – soviel wie für zwei Sechserpacks mit 1,5-Liter-Flaschen.

Sorgt für zusätzlichen Schub: Der Elektromotor ist in der Vorderradnabe integriert.

Auch zusammengeklappt lässt sich das Faltvelo rollen.

Nur mit Schutzhülle fährt das Velo gratis als Handgepäck mit.

«Klack!» – umweltbewusst und schnell ans Ziel

Unabhängig Wer aufs Auto verzichten will, ist auf Bahn und Bus angewiesen. Falt-Velos sind dann eine praktische Ergänzung – und bieten ein Stück Freiheit.

Es ist eine Art von Luxus, auf dem Land zu leben, zugegeben, und in der Stadt zu arbeiten. Die Kehrseite ist das Pendeln: Im Auto hätte ich eine halbe Stunde zur Arbeit – ohne Stau. Aber mit Bus, Bahn und Tram geht es mehr als eine Stunde. Und wenn ich den Bus verpasse …

Die Hälfte fährt im Auto
Mit diesem Problem bin ich nicht allein:  3,8 Millionen Pendler machen sich jeden Morgen in der Schweiz auf den Arbeitsweg, sagt die Statistik. 52 Prozent nutzen dafür das Auto und sind so zwar unabhängig vom Fahrplan, jedoch nicht wirklich umweltbewusst unterwegs. Über 515 000 Menschen fahren mit dem öffentlichen Verkehr (öV), gut 100 000 mehr mit der Bahn zur Arbeit. Wer sich täglich in einen der überfüllten Pendlerzüge hineinzwängt, spürt am eigenen Leib, dass diese Zahlen in den vergangenen Jahren stetig angestiegen sind.

Ein kleines Stück Freiheit
Zuweilen trifft man im Zug aber auch auf Pendler, die ein zweites Fortbewegungsmittel dabei haben. Wenn andere aufs Tram hetzen, nehmen sie ihr Velo vom Haken oder klappen das Trottinettli auf und gleiten davon. Scooter, Kickboards und wie sie alle heissen, sind praktisch in der Stadt – allerdings nur, solange es nicht bergauf geht. Das Velo braucht dagegen viel mehr Platz und ein eigenes Ticket. Wer das Velo regelmässig im Zug mitnimmt, fährt mit dem Velopass der SBB für 220 Franken zwar relativ günstig. Doch andererseits ist in der Zürcher S-Bahn die Velomitnahme in den Stosszeiten gar nicht erlaubt. Die SBB weist zudem darauf hin, dass je nach Verkehrsaufkommen – insbesondere bei schönem Wetter – die Kapazitäten für den Velo-Selbstverlad knapp werden können und man notfalls auf andere Verbindungen ausweichen muss.

Faltvelo als Handgepäck
Eine clevere Alternative sind Faltvelos: Wenn sie zusammengeklappt und mit einer Schutzhülle verpackt sind, gelten sie als Handgepäck und können gratis im Zug mitgenommen werden. Und mit einem Elektromotor wie beim Saxonette Camper (s. rechts) ist der Rückenwind sozusagen eingebaut, wie der Selbstversuch bestätigt. Dann ist es auch kein Problem mehr, wenn ich an einen Ort muss, der von der nächsten Bahnstation abgelegen und nur an den Tagesrandzeiten oder gar nicht mit dem öV erreichbar ist. Für Langstrecken ist das Faltvelo, ob mit oder ohne Elektromotor, jedoch nicht ideal: Durch die kleinen Räder ist es normalen Bikes deutlich unterlegen, sowohl an Fahrkomfort wie beim Tempo. Zusammen- und Aufklappen geht mit etwas Übung schnell, aber das Verpacken in die Schutzhülle ist mühsam – vor allem, wenn das Velo nass und schmutzig ist. Ohne die Hülle lässt sich das Saxonette Camper auch zusammengefaltet auf den Rädern schieben. Zum Tragen als Handgepäck braucht es aber schon kräftige Arme.

Fazit: Das Faltvelo ist eine gute Ergänzung zu Bahn und Bus. Aber noch lieber nehme ich es mit in die Ferien. Dann lasse ich das Auto stehen und gehe mit dem Velo frische Croissants holen …

Locker ausrollen mit Coop Bau + Hobby

Saxonette Camper
Faltbares E-Bike (Pedelec), 250-Watt-Radnabenmotor vorn, 3-Gang-Nabenschaltung Shimano Nexus, Leergewicht 20 kg, Reichweite je nach Fahrmodus 30 bis 50 km, 1690 Franken.


Micro Big Wheel Scooter
Geeignet für Jugendliche und Erwachsene, grosse Rollen (200 mm) für Fahrten auf Asphalt, auch über weite Distanzen, Ständer, Gewicht 4,9 kg, Belastbarkeit 100 kg, 199 Franken.

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Martin Winkel

Redaktor

Foto:
Heiner H. Schmitt, zVg
Veröffentlicht:
Montag 23.03.2015, 18:03 Uhr

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