Wir haben zusammen mit den Filmleuten und der Redaktion lange überlegt, wie wir den Besuchern der Website mehr bieten könnten als nur bewegte Bilder zweier lesender Kolumnisten», erzählt Sybil Schreiber über den Beginn des neusten Coups von Schreiber (43) und Schneider (42). Nach Gesprächen mit dem Internet-Team der Coopzeitung wurde klar: In einer Beziehung tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf. «Wir fühlen uns nicht klüger als unsere Leserinnen und Leser und philosophieren nicht abgehoben, sondern stolpern über die gleichen kleinen Alltäglichkeiten wie sie - wir sind so was wie ihr Spiegelbild», meint Steven Schneider. «Mit den Kurzfilmen, die nun neu im Internet gezeigt werden, setzen wir den Dialog fort, der nach unseren Lesungen mit dem Publikum beginnt.»
Die Film-Crew rückt für die Aufnahmen zuerst in Warenhäuser, Super- und Bau+Hobbymärkte von Coop aus, um Kunden-Statements zu einer bestimmten Frage einzuholen. Beim späteren Dreh zu Hause bei Schreiber und Schneider werden die Coopzeitung-Kolumnisten mit den Antworten konfrontiert und spinnen die Gedanken spontan weiter. «Das ist alles sehr improvisiert», sagt Sybil Schreiber, «schliesslich sind wir ja keine Schauspieler. Eigentlich sind es ganz normale Gespräche über die Tücken einer Beziehung.» In der ersten Ausgabe geht es um die verbreitete Meinung, dass Frauen so viel und Männer so wenig reden. Schneider glaubt erklären zu können, weshalb das stimmt ...
Am ersten Drehtag war Schneider unsicher, ob er die Rolle hinbekommt: «Das Ganze ist ja Neuland für uns. Und ich fragte mich: Schaffen wir das? Wird das was?», erinnert sich der Aargauer. Auch Schreiber plagten Selbstzweifel: «Ich war total angespannt und habe mir dauernd überlegt, wie ich wirke, was ich sage. Aber zum Glück hat die Regisseurin einfach weitergefilmt, bis ich gar nicht mehr gemerkt habe, ob die Kamera läuft. So ist etwas wirklich Authentisches herausgekommen.»
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Die Stunde der Wahrheit(en)
Live: Schreiber vs. Schneider
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