Salina ist noch nicht einmal fünf. Doch sie hat schon fast die ganze Welt bereist. Seit der Geburt ist sie mit ihrer Familie für den Klimaschutz unterwegs. Ist eine Weltreise zu viel für so ein kleines Kind?
Coopzeitung: Gehst du gerne Skilaufen, Salina?
Salina: Ja!
Dario: Wie eine Rakete rast die Salina hier die Abhänge hinunter. Die Kinder bewegen sich sehr gerne. Auch auf dem Boot klettern sie den ganzen Tag herum.
Und bist du da auch schon mal ins Wasser gefallen?
Nein. Ich nicht, der Andri, mein Bruder, auch nicht, aber der Papi!
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Salinas Kommentar: „Sie haben sehr schön getanzt, aber sie konnten sehr schlecht hören.“
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Andri (3 Jahre) und Noé (4 Monate) beim Mittagsschlaf auf dem Boot.
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Zu ihrem selbstdefinierten Auftrag gehört der regelmässige Besuch von Schulen.
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Die Schwörers an Bord. Küche, Wohn- und Schlafraum – alles in einem.
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Bei starkem Seegang werden die Kinder gut angeschnallt. Für sie ist das ein Spiel, das sie „Helikopter“ nennen.
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Unter dem Link www.toptotop.org findet man viele weitere Informationen über diese aussergewöhnliche Expedition.
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Einen grossen Teil ihrer Wegstrecke legen die Schwörers mit dem Velo zurück.
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Besuch in einer Schule. Die balinesischen Kinder sind sehr interessiert.
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20 t Müll haben die Schwörers mit den Einheimischen schon gesammelt. Das meiste davon am Strand. Der Müll wird meist anschliessend vergraben.
Und wer hat ihn gerettet?
Andri und ich haben der
Mami gezeigt, wo Papi ist und sie ist zurückgesegelt. Dann haben wir
ihm einen Rettungsring ins Wasser geschmissen und ihn gerettet.
Hattest du keine Angst?
Nein.Dario: Angst ist
für uns ein sehr wichtiges Thema. Es wäre falsch zu sagen, dass ich nie
Angst habe. Ich sage immer, Leute, die keine Angst haben, leben nicht
mehr lang. Aber es ist keine panische Angst. In schwierigen Situationen
arbeiten Sabine und ich umso konzent-rierter. Wir sind ein gut
eingespieltes Team.
Welche Gefahr fürchtet ihr am meisten?
Dass jemand
über Bord geht, sich verletzt oder krank wird, ist unsere grösste
Befürchtung. Und wir tun unser Bestmögliches, alle
Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, damit das nicht passiert. An Bord
haben wir eine Lifeline, damit werden bei starken Winden und hohem
Seegang alle angebunden.
Wenn es stark windet und das Boot richtig schaukelt, wie geht es dir dann, Salina?
Das macht Spass.
Dario:
Bei Unwettern kommen unsere Kinder in die Kajüte in einen Hängesitz.
Für die Kinder ist das ein Spiel, das sie Helikopter nennen.
Ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr euch und eure Kinder in Gefahr bringt, bei einer solchen Expedition grösser als daheim?
Nein.
Für Aussenstehende ist ein Sturm vielleicht sehr beeindruckend. Sie
könnten sagen, das ist ja verrückt mit Kindern. Ein Sturm ist immer
unangenehm, doch unsere Kinder haben sich seit Geburt daran gewöhnt,
dass es ab und zu heftig schaukelt. Gefahren, die man selbst nicht
kennt, schätzt man oft grösser ein.
Seid ihr sehr optimistisch?
Wir sind gläubige
Christen und haben ein sehr starkes Gottvertrauen. Aber wir gehen nicht
leichtsinnig mit brenzligen Situationen um. Wir tun unser Möglichstes
und ausserdem gibt es da oben noch jemand, der zu uns schaut.
Was gebt ihr euren Kindern mit dieser Expedition, was andere Kinder nicht haben?
Uns.
Wir können unseren Kindern ermöglichen, dass wir 24 Stunden am Tag bei
ihnen sind. Das haben viele Kinder nicht, deren Eltern zum Beispiel
beide auswärts arbeiten müssen. Wir haben viel Zeit zum gemeinsamen
Spielen. Und die Kinder müssen an Bord aktiv mithelfen. Wir haben
keinen Fernseher. Einfach gesprochen, ist Liebe das Wichtigste für
Kinder. Die Gesundheit muss garantiert sein und sie brauchen
ausreichend Schlaf.
Was ist mit einem regelmäs-sigen Tagesablauf?
Auf
dem Boot haben wir einen festen Rhythmus. Vier Stunden bin ich am
Steuer und vier Stunden Sabine. Wenns dunkel wird, gehen alle ins Bett.
Für uns Erwachsene ist es bei einer Überquerung streng, weil wir dann
auch nachts fahren. Wenn die Kinder aufwachen, wollen sie spielen und
wir sind müde. Aber wir sind mehr vor Anker oder mit dem Fahrrad
unterwegs, als dass wir Überquerungen machen. Wir waren bisher
längstens 45 Tage unterwegs, ohne Land zu sehen.
Salina, was zeigst du deinen Freunden, wenn sie das erste Mal auf das Boot kommen?
Wie
ich schwimmen und tauchen kann. Die Fenster darf man nicht öffnen, weil
sie sonst kaputt gehen könnten. Dann käme Wasser ins Boot.
Du kannst aber auch sehr gut klettern, oder?
Ja, Andri auch.
Dario, was gebt ihr euren Kindern nicht, was andere Kinder haben?
Im
Moment nichts. Unsere Kinder sind ja auch noch klein. Wenn sie mal 10
Jahre sind und beginnen, Freundschaften fürs Leben zu schliessen,
möchten wir zurück sein und einen festen Wohnsitz haben.
Salina, wie heisst deine beste Freundin?
Kara. Sie ist sieben Jahre alt. Ihr Boot heisst Magnum und sie kommt aus San Francisco.
Kannst du Kara denn treffen und mit ihr spielen?
Ja.
Dario:
Wir sind mit vielen Familien mit Kindern im regelmässigen Kontakt, die
auch Weltumsegelungen machen. Und wir begegnen uns hier und dort wieder
und legen ein Stück der Route gemeinsam zurück. Wenn wir in Küstennähe
sind, haben wir auch Skypekontakt.
Salina, wie sprichst du mit Kara?
Englisch.
Would you like to go back to Pachamama? (Möchtest du zurück nach Pachamama?)
Yes! - When skiing is finished. (Ja, nach dem Skilaufen.)
Familie Schwörer
Beeindruckende Mission
Ein Statement gegen den
Klimawandel: In sieben Jahren haben die Krankenschwester Sabine
Ammann-Schwörer (33) und der Bergführer Dario Schwörer (41) 10 000
Seemeilen mit ihrem 15-Meter-Segelboot «Pachamama» (Muttererde) nur mit
Wind-, Sonnen- und Muskelkraft zurückgelegt. Sie haben in 33 Ländern
über 45 000 Kinder besucht. Gleichzeitig haben sie ihre Kinder Salina
(fast 5), Andri (3) und Noé (4 Monate) bekommen. Das Buch «Die
Schwörers» von Marc Zollinger ist das Dokument dieser Expedition.
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Einsendeschluss ist Montag, 1. Februar 2010, 16 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.










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