Coach-Tagebuch

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14 Mai 2007

Stabübergabe

Kategorien: Steven Schneider

Hallo Leute,
einmal noch melde ich mich zu Wort (übrigens immer noch gleich schwer, ich habe noch nicht wieder zugenommen!) und lege die regelmässige Nachrichtenschreiberei aus dem Universum der purzelnden Pfunde in die Hände dreier sehr aktiver Teilnehmerinnen am Online Coach. Sie heissen - oder anders gesagt, sie nennen sich - berni67, jostra und Uschi.

Insbesondere bernie67 ist mir als extrem motivierende Schreiberin bekannt ...

Ich wünsche also allen viel Spass beim Lesen, beim Abnehmen und beim fröhlichen Kommentieren!

Machts gut,
schneider

Erstellt um 15:55 | Kommentare (1) | Drucken

9 Mai 2007

Es geht weiter ...

Kategorien: Steven Schneider
Hallo Zusammen
Steven hat sein Ziel erreicht, aber für die meisten der Coach-Teilnehmer geht es weiter. Ab nächsten Dienstag gibt es täglich neue Erlebnisse aus der Welt des Coachs. Eines können wir heute schon verraten: Alle haben noch mehr Möglichkeiten von Ihren Erlebnissen mit dem Programm zu berichten.

Für den Anfang haben wir zwei Teilnehmerinnen aus der Community, die ab Dienstag täglich in diesem Blog schreiben. Weitere Autoren sind herzlich willkommen. Mehr Informationen gibt es in der nächsten Coopzeitung am Dienstag, 15 Mai.

Mit besten Grüssen vom Webpublisher

Erstellt um 13:00 | Kommentare (0) | Drucken

8 Mai 2007

Bye bye!

Kategorien: Steven Schneider

Ich bin am Ende.
Wie vereinbart endet mein öffentliches Tagebuch nach 71 Einträgen.

7 Kilo leichter und um viele Lacher reicher darf ich sagen: das Bloggen hat Spass gemacht.

Ich drücke allen die Daumen, damit es weniger auf der Waage wird – wünsche allen aber ein genussvolles und heiteres weiteres Leben. Denn eines weiss ich: Ich schätze Leute mit pfundsguter Laune deutlich mehr als solche, die zwar das Idealgewicht, aber sonst keinen Witz haben.

Machts gut, danke allen, die hier gelesen und mitgeschrieben haben,
herzlich,
schneider 


Erstellt um 09:00 | Kommentare (16) | Drucken

7 Mai 2007

65 Tonnen! Guten Appetit ...

Kategorien: Steven Schneider

Hallo Leute,
heute folgt der dritte und letzte Teil unserer kleinen Serie über die Nahrungsabgabe. Ihr erinnert euch? "Man soll der Nahrungsaufnahme die gleiche Sorgfalt widmen wie der Nahrungsabgabe", ein Zitat von einem Autor, dessen Name mir grad entfallen ist. 

Zuerst einmal: Während eines normalen Lebens essen wir 65 Tonnen Nahrung und trinken 50'000 Liter Flüssigkeit. Und all das geht durch unseren Darm. Dieser wird von sehr vielen und sehr viel verschiedenen Lebewesen bevölkert und nimmt eine Fläche ein von 300 bis 400 Quadratmetern (also bis zu 20 x 20 Meter).

Kot besteht zum einen aus den unverdaulichen Anteilen der Nahrung und sowie unverdauten Resten wie Fett, Stärke und Bindegewebs- und Muskelfasern und 1 bis 2 dl Wasser. An körpereigenen Substanzen sind enthalten: abgestoßene Darmzellen, Rückstände von Verdauungsenzymen, Schleim und Gallenfarbstoffe, wie Sterkobilin, die dem Stuhl seine charakteristische gelbe bis dunkelbraune Farbe verleihen, sowie geringe Mengen an Gallensäuren selbst.

Der Gestank des Kots von Allesfressern rührt hauptsächlich von Indol und Skatol sowie Alkanthiole her, die bei der Verdauung von Proteinen entstehen, sowie von Schwefelwasserstoff, der mit dem Abbau von Proteinen durch Fäulnisbakterien gebildet wird (kann man auf wikipedia nachlesen) 

Und zu guter Letzt: Ob Papier oder Wasser und linke Hand: Ein kerngesunder Stuhl ist braun und hat einen Durchmesser von etwa 3 cm. Er ist weich, kompakt und wird in langen Teilen ausgeschieden. Wenn man diesen ausscheidet, braucht man kein Papier, da er keine Rückstände hinterlässt!

Ich wünsche euch allen eine erfolgreiche Woche! 


Erstellt um 09:00 | Kommentare (12) | Drucken

6 Mai 2007

"Wo es keine Unterschiede mehr gibt"

Kategorien: Steven Schneider

Kolumnenreihe "Briefe aus Oman", 1989, erschienen in "Aargauer Volksblatt" und "Die Botschaft"

Vorbemerkung: Habe ich schon mal erwähnt, dass ich als 25-Jähriger ins Sultanat von Oman ausgewandert bin? Ich habe damals regelmässig Texte in die Schweiz gesendet, die abgedruckt wurden. So wie dieser:

"Sie kennen bestimmt Leute, die sich zu wichtig nehmen: Alleswisser, Besserwisser, Hochnäsige, Schönlinge: Leute, die sich mit irgend etwas hervortun müssen, seien es Titel, Muskeln, Zeugnisse, Geld oder Autos. Leute, die einfach nicht zufrieden sind, nur Mensch zu sein, Leute, die ihre Titel, Muskeln, Zeugnisse, ihr Geld oder ihr Auto nur dazu verwenden, um sich überlegener zu fühlen.

Sie müssen nicht meiner Meinung sein: Aber sind wir nicht alles doch nur Menschen? Ob reich oder arm, schön oder hässlich, gebildet oder nicht: wir atmen, trinken, brauchen Liebe. Wir schwitzen, haben Mundgeruch, Ohrenschmalz – und furzen tun wir auch alle. Und wenn wir essen gehen, ob für 5 oder 500 Franken, nach einer Weile gehen wir auf die Toilette. Ob Direktor oder Hilfsarbeiter, ob Porsche- oder Velofahrer; auf der Toilette gibt es keine Unterschiede mehr: es flutscht, es plumpst, es stinkt.

Vielleicht ist das Bad ja in Marmor gehalten und duftet nach Frühling. Vielleicht ist es nur ein Loch im Boden. Doch was kommt dann? Flauschiges Dreilagenpapier? Oder Wasser und die linke Hand?

In meinem ganzen Leben musste ich nie mein Geschäft verrichten, ohne etwas griffbereit zu halten, um mich abzuwischen. Selbst im Militär irgendwo im Wald konnte ich in meiner Verzweiflung zum Verbandsmaterial greifen, das man immer mit sich trägt. Doch hier in Muscat, der Hauptstadt von Oman, trage ich weder Verbandsmull mit mir rum, noch Papiertaschentücher, die hier überflüssig sind.

So geschah es einmal, dass ich völlig unausgerüstet ein Wochenende in der Wohnung von Ashraf, einem Äegypter, verbrachte. Ashraf ist ein sehr netter Kerl, macht sich aber nichts draus, aufzuräumen oder etwas anderes als Zahnpasta, Seifen und Lebensmittel zu kaufen. Es war also Donnerstagabend (Donnerstag/Freitag ist hier Wochenende), und ich musste aufs Klo. Ich liess die Hosen runter und setzte mich. Dann zog ich die Hosen wieder hoch und trat in die Stube: «Ashraf, wo ist das WC-Papier?» – «Ich habe kein WC-Papier», antwortete er. Ich: «Hast du irgendwo ein Papiertüchlein oder Zeitungen?» Ashraf schüttelte den Kopf. Du meine Güte, dachte ich und sagte: «Wie soll ich mich dann abwischen?» Mein Gastgeber blickte verständnislos: «Aber hast du denn nicht gesehen? Es hat Wasser und Seife!» – Ich beschloss, nicht aufs WC zu gehen.

Am folgenden Morgen war es nicht mehr auszuhalten. Ich trat in Ashrafs Zimmer: «Hör mal. Erkläre mir ganz genau, wie das auf der Toilette funktionieren soll, nur mit Wasser und Seife.» Wir gingen ins Bad. Da war die Schüssel, links davon ein Wasserhahn mit einem Schlauch dran, rechts lag eine Schachtel mit vielen bunten Seifen.

«Du setzt dich also drauf, dann nimmst du den Schlauch …ist dir das nicht klar? Gut, ich mache es dir vor.» Ashraf setzte sich, nahm den Schlauch in die rechte Hand, führte diesen von vorne zwischen die Beine und deutete mit der linken Hand ein Schrubben im Schritt an. «Du nimmst eine von den Seifen hier. Ich garantiere dir, du wirst dich sauberer fühlen als mit Papier. Aber zieh die Schuhe aus, sie könnten nass werden» – «Schuhe ausziehen? Was ist mit den Hosen, werden die auch nass?» – «Am besten, du ziehst alles aus.»

Ich schloss mich zunächst einmal ein. Kein Mensch durfte mich dabei erwischen, wie ich mit dem Schlauch hantierte. Dann zog ich mich aus und setzte mich auf die Schüssel. – Es flutschte, es plumpste, es stank. Ich sah mir das Ding an: Es war gigantisch und in drei Teile zerbrochen. Wie die Titanic auf dem Meeresgrund, dachte ich. 

Nun kam das Schwierige. Ich nahm eine rote Seife, balancierte diese auf den Fingerspitzen der linken Hand und griff mit der Rechten nach dem Schlauch. Die Seife lag Augenblicke später neben der Titanic. Ich griff nach einer blauen Seife, hielt sie gut fest und begann herumzuwerkeln. Schliesslich war es geschafft. Titanic und Seife verschwanden in einem riesigen Wasserstrudel, das Badezimmer war nass und ich war sauber. Ich musste mich nur noch abtrocknen, ankleiden und die Hände waschen.

Unterdessen haben mich die Umstände gezwungen, die Technik ohne Schlauch zu erlernen. Ich weiss nicht, ob dies Ashrafs Erfindung ist, aber in allen anderen öffentlichen WC's der Teelokale, wo man Wasserpfeife raucht, gibts keine Schläuche, nur Kannen und Becher. 

Nun, mir ist egal, wie Sie es handhaben. Wenn man mitbekommen hat, dass es da hinten eventuell "gruusig" ist, kann man das nicht über Nacht vergessen. Ich aber kann Ihnen sagen: mit Wasser und Seife fühlt man sich sauberer und wohler."

 

Nachbemerkung: Mit solchen Texten habe ich den Einstieg in den Beruf des Journalismus geschafft - insbesondere diese Kolumne hat mir eine Stelle als Redaktor eingetragen. Womit bewiesen ist, dass sich die sorgfältige  Auseinandersetzung mit dem Stuhlgang nicht nur für eine gesunde Verdauung lohnt!

Okay, andere würden sagen, der Journalismus war schon damals im Arsch.

Erstellt um 09:00 | Kommentare (0) | Drucken

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