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Auf der Bühne des Casino Winterthur: «Geil, haben wir dieses Haus gegründet.» Für Viktor Giacobbo etwas vom Wesentlichsten das er in seinem Leben gemacht hat.



Viktor Giacobbo: «Humor ist, was ich lustig finde»

Der Satiriker Viktor Giacobbo über seinen neuen Film, das Verhältnis der Schweiz zu Deutschland, die grösste Leistung seines Lebens und die Frage, was unter Humor zu verstehen ist.

Coopzeitung: Sie leben vom Humor. Was ist das überhaupt?
Viktor Giacobbo: Keine Ahnung. Für mich ist Humor das, was ich lustig finde.

Nur Sie?
Ja. Das ist, auch wenn es arrogant klingt, der Massstab eines jeden Komikers. Ausser jener, die vor einem Testpublikum ihre Witze so verdünnen und auf alle Seiten kompatibel machen, dass das eigene künstlerische Profil verschwindet.

Sie machen das, was Sie ­lustig finden, und die Leute, die das auch lustig finden, sind Ihre Kunden. Der Rest ist Ihnen wurscht.
Ja, das entspannt mich. Wir haben bei Giacobbo/Müller ja recht gute Einschaltquoten. Und es bedrückt mich auch nicht, dass die sinken könnten. Ich glaube auch nicht, dass alle, die unsere Sendung schauen, alles darin lustig finden. Weil Humor Geschmackssache ist, können wir nur unsere Humorarten liefern. – Und wir bedienen auch das Informationsbedürfnis, gerade von jungen Leuten oder von Auslandschweizern.

Ist das ein Giacobbo-Witz?
Nein, wir bekommen sehr viele Reaktionen von Auslandschweizern. Für viele ist unsere Sendung eine Wochenzusammenfassung der Ereignisse in der Schweiz, bei der sie sich unterhalten können.

Gibt es einen Humor, den alle Leute lustig finden.
Emil ist einer, der einen breiten Mittelweg gefunden hat, den Jung und Alt lustig finden – ich übrigens auch. Die Frage ist einfach: Will man das? Es gibt Leute, die beim Humor einen gewissen Exklusivitätsanspruch haben. Und es gibt viele, die es geniessen, wenn sie mit dem Komiker ein verschworenes Gefühl kriegen, wenn sie sagen können: Ah, das haben jetzt nicht alle begriffen, aber ich schon.

Kann man Humor im eigentlichen Sinne produzieren wie einen Küchentisch oder ein Rüebli?
Wichtig ist: Man muss dazu Lust haben, und das haben wir. Sobald ich diese Lust nicht mehr habe, höre ich auf. Das habe ich auch beim Spätprogramm gemacht. Da habe ich auf einem Quotenhoch aufgehört, weil ich fand, jetzt kenne ich es, ich mag nicht mehr.

Das ist sozusagen die Grosswetterlage. Betrachten wir einen einzelnen Tag: Sie sind müde, traurig, haben keine Lust. Wie funktioniert das dann mit der Humorproduktion?
Diese Situation kennt jeder andere in seinem Beruf auch. Die lustige Idee zu haben, ist das eine. Aber sie nachher umzusetzen ist technische Knochenarbeit.

Trotzdem: Auf der Bühne lustig zu sein, ist etwas anderes als in einem Büro Rechnungen abzulegen.
Klar, wir haben einen sehr kreativen Beruf. Wenn man aber eine Rampensau ist – und das sind wir alle –, lebt man eben auch vom Adrenalin. Wenn das ausgeschüttet wird, können sie ein lustiges Theaterstück spielen, selbst wenn ein Angehöriger gestorben ist; das ist dann wie weg. Das gilt auch bei Fieber oder Grippe. Klar, nach der Vorstellung holt es einen dann wieder ein.

Kann man es mit einem Sportler vergleichen, der zum Zeitpunkt x seine Leistung bringen muss, egal was um ihn herum geschieht?
Absolut, das ist ein guter Vergleich.

Bei Giacobbo/Müller spielen sie viele verschiedene Figuren – Harry Hasler, Fredi Hinz, Debbie Mötteli, Doktor Klöti. Welche gefällt Ihnen am besten?
Mir gefällt immer die am besten, die ich gerade spiele. Gut, eine etwas engere Beziehung habe ich zu Fredi Hinz. Das ist einer, der mal dem Teufel vom Karren gefallen aber trotzdem gut drauf ist. Ein ewiger Achtundsechziger, einer von der Drogenfraktion. Das gefällt mir, und offenbar den Leuten auch. Meistens sind es die neuen Figuren, zum Beispiel finde ich den Fruktarier, Donatella Versace oder Frau Leutenegger-Oberholzer im Moment interessanter als Harry Hasler.

Ich dachte, wahrscheinlich steht Ihnen Doktor Klöti am nächsten, weil der in kürzester Zeit unglaublich viel reden kann – wie Sie.
Der gefällt mir auch, aber es eignen sich nicht alle Themen und Aussagen für alle Figuren gleich gut.

Auf welche Ihrer Eigenschaften würden Sie sich einschiessen, wens Sie sich selber parodieren müssten?
Sich selber zu parodieren ist sehr schwierig. Klar, man beobachtet sich, aber man sieht an sich selber nur nervige Sachen. Und wenn man an jemandem nur nervige Sachen sieht, kann man ihn nicht so gut parodieren. Wir müssen ja unsere Sendungen im Nachhinein immer anschauen, und ich sage Ihnen: Das ist kein Vergnügen; ich lache nicht über mich.

Komisch: Sie machen, was Sie lustig finden, aber Sie lachen nicht darüber.
Das mit dem Lustigfinden bezieht sich auf die Auswahl der Themen. Aber dass einem eine Figur gefällt, bedeutet nicht, dass man selber am lautesten lachen muss, wenn man sie spielt. Das wäre peinlich.

Auch Ihre Berufspalette ist auch relativ vielfältig: Autor, Kabarettist, Moderator, Schauspieler, Produzent, Verwaltungsratspräsident.
Die sieht vielfältiger aus, als sie in Wirklichkeit ist. Alles hat eine grosse Klammer: das Satiremachen, das Entertainment.

Was würden Sie als grösste Leistung Ihrer Karriere ­bezeichnen?
Am meisten, oder fast am meisten Vergnügen hatte ich eigentlich während der Saison beim Circus Knie. Das ist die ultimative Live-Tournee, die man in der Schweiz machen kann.

Darum gibt es auch Leute, die daran scheitern ...
… ja, es gibt Leute, die das unterschätzen.

Aber das Casinotheater …
… ist sicher etwas vom Wesentlichsten, was ich in
meinem Leben gemacht habe. Wenn im Haus gleichzeitig eine Theaterinszenierung stattfindet, ein Casino-Slam, die Beiz ist voll, alle Generationen sind hier, junge Künstler können sich einem grösseren Publikum präsentieren – da denke ich manchmal: Geil, haben wir dieses Haus gegründet. Aber das bin nicht ich allein, auch wenn ich der Initiant war.

Können Sie in zwei Sätzen zusammenfassen, worum es in Ihrem neuen Film «Der grosse Kanton» geht?
Es ist ein satirischer Dokumentarfilm über die Beziehung zwischen der Schweiz und Deutschland. Ich vertrete die absurde These, dass fast alle Probleme dieser beiden Länder gelöst werden könnten, wenn Deutschland sich als Kanton der Schweiz anschliessen würde. Mit dieser These gehe ich bei deutschen und Schweizer Persönlichkeiten vorbei, wir diskutieren darüber. Wichtig ist: Ich verarsche die Leute nicht. Es ist ein kleiner, unterhaltender Film, die Leute müssen bereit sein, zuzuhören.

Und was wäre, wenn sich Deutschland der Schweiz anschliessen würde?
Im Nationalrat würden uns die Deutschen klar dominieren. Aber im Ständerat hätten sie genauso nur zwei Sitze wie die beiden Appenzell. Die Frage ist auch, ob wir die Minarette abbrechen müssten – aber das ist ein Nebenaspekt, zugegeben.

Interessant finde ich die Erkenntnis, dass Angela Merkel dann Regierungs­rätin wäre.
Sie kommt kurz im Film vor, spielt aber keine grosse Rolle. Ich habe sie zwar angefragt, aber bis heute keine Antwort bekommen. Mit andern habe ich das Gespräch geführt: Joschka Fischer, Frank Walter Steinmeier, Gregor Gysi, Gerhard Polt oder Elke Heidenreich in Deutschland und aus der Schweiz zum Beispiel Peter von Matt, Michael Ringier, Oswald Grübel oder Doris Leuthardt.

Kabarettisten – man darf Sie doch als Kabarettist bezeichnen ...
... ja klar, ich mag das lieber als Comedian ...

... Kabarettisten hatten oder haben eine Mission, etwas, das Sie Aussagen oder verändern wollen. Hat Ihr Film eine solche Mission, eine ernstzunehmende Aussage?
Das mit der Mission von Satirikern oder Kabarettisten ist so eine Sache: In allererster Linie ist Satire eine Unterhaltungsform. Und dann braucht es für diese Unterhaltungsform die Realität und den Standpunkt von dem, der die Satire macht. Und mit einem Standpunkt gibt es eine Meinung und dann kann man das vielleicht im weitesten Sinn als Mission interpretieren. Insofern hat jeder Mensch, der eine Meinung hat, eine Mission, weil er findet, dieses oder jenes müsste man machen. Aber diejenigen Kabarettisten, die hingehen und sagen, ich will etwas gegen die Krieg machen und dann eine entsprechende Nummer schreiben – das kommt meistens nicht so gut. Das ist wahnsinnig moralisch und auch wahnsinnig eitel.

Aber Sie haben auch eine Meinung.
Ja, klar, ich nerve mich ob gewisser Dinge und das kommt dann auch raus. Das ist ja das Schöne an diesem Beruf, dass man das thematisieren kann. Hier im Film war die Grundidee aber eine formale: Ich wollte einfach gerne mal einen satirischen Dokumentarfilm machen. Dann fragte ich mich, welches Thema mich interessieren würde und dafür geeignet wäre. Wir gehen auch nicht nur auf Deutschland und die Schweiz von heute ein, sondern auch auf frühere Gebietserweiterungen.

Die da wären?
Marignano war der Abschluss der Gebietserweiterung in der Lombardei. Wir waren dort, haben auf dem Schlachtfeld gefilmt. Wir waren in Rottweil, das lange zur Schweiz gehörte, wir waren auf der Habsburg. Wir fassen das Thema sehr weit. Wenn der Film ein bisschen zur Entspannung der verkrampften Situation zwischen den beiden Ländern beiträgt, dann freut mich das. Aber es entspräche nicht der Wahrheit zu sagen, dies sei der Grund, warum ich diesen Film gemacht habe. Das war nicht meine Mission.

Wie viel kostet der Film?
Ungefähr 800 000 Franken.

Also eine Low-Budget-Produktion.
Ja, ich wollte keine öffentlichen Gelder, kein Geld vom Bund – weil ich mir nicht von irgendeiner Kommission dreinreden lassen wollte, die dann sagt, was gut ist und was nicht. Ich will meine Freiheit bei der Arbeit bewahren. Auch das Casinotheater beruht auf diesem Willen.

Ein so tiefes Budget lässt nicht viel Gutes erahnen.
Man kann für diesen Preis einen guten Film machen – wenn man will. Ich reiste für die Interviews mit einem Billigflug und der Kamera nach Berlin und traf dort einen Kameramann und einen Tontechniker. Und dann flog ich mit dieser Kamera wieder zurück.

Der letzte Film, bei dem Sie mitmachten, „Die Räuberinnen“, war nicht wirklich ein Hit. Darf man von „Der grosse Kanton“ etwas mehr erwarten?
Das ist etwas völlig anderes. Erstens war es der Film von Carla Lia Monti und ich war nur Schauspieler in einer Nebenrolle – auch wenn idiotischerweise vom „neuen Giacobbo-Film“ geschrieben wurde. Bei den „Räuberinnen“ wusste ich von Anfang an: Das ist Trash, das wird die Leute polarisieren. Der Film ist gescheitert, das finde ich auch, aber die Grundidee mit der „Vertrashung“ von Schillers Räuber finde ich immer noch toll. Was mich nervte, ist, dass ein Kritiker schrieb, man sollte solchen Leuten kein Geld mehr geben. Ist es denn die Aufgabe eines Filmkritikers, zu entscheiden, ob ein Künstler kein Geld mehr bekommt? Es betraf ja nicht mich direkt – ausserdem habe ich gratis mitgespielt.

Ein bisschen sollte man sich als Schauspieler aber ja auch mit dem Film identifizieren können.
Ich habe immer Freude, wenn jemand etwas Neues versucht. Und wenn er damit scheitert – he nu, das gibt’s. Allerdings darf man in der Schweiz nicht scheitern. Das ist zum Teil in den USA völlig anders. Da machen die erfolgreichsten Künstler Filme, die sowas von durchfallen. Hier in der Schweiz ist dies auf eine seltsame Art verboten.

«

Wenn ich wollen würde, wäre ich es. Pensioniert, meine ich»

Sie sind 61 – da darf man langsam an eine Früh­pensionierung denken.
Ja, darf man, wenn man will.

Sie wollen nicht?
Wenn ich wollen würde, wäre ich es. Pensioniert, meine ich.

Man darf noch länger mit ­Ihnen rechnen.
Ich habe in meinem Leben nie länger als auf ein Jahr hinaus geplant – gut, bei einem Film muss man das trotzdem, das dauert einfach etwas länger. Aber auch bei der Sendung entscheiden Mike und ich von Jahr zu Jahr, ob wir weitermachen wollen.

Viktor Giacobbo

Geburtsdatum: 6. Februar 1952
Wohnort: Winterthur
Beruf: Satiriker
Aktuell: Am 16. Mai kommt sein neuer Film «Der grosse Kanton» in die Kinos – ein satirischer Dokumentarfilm zur Frage, was wäre, wenn sich Deutschland der Schweiz als Kanton anschliessen würde. Der Film läuft auch an 14 Standorten des von Coop unterstützten «Luna Open Air Cinema» (www.lunaopenaircinema.ch). In Zug, Zofingen, Aarau, Arbon, Luzern, Murten und Hallwyl wird Viktor Giacobbo als Gast vor Ort zu den Besuchern sprechen.

Zur Homepage von Viktor Giacobbo

Der grosse Kanton von Viktor Giacobbo

Synopsis

Eine dokumentarische Konversation zur Beilegung eines nachbarschaftlichen Konfliktes.

Seit Jahren streiten sich Deutschland und die Schweiz über zentrale Fragen des nachbarschaftlichen Zusammenlebens. Dabei gibt es für alle Streitfragen eine einfache Lösung: Deutschland tritt der Schweiz als neuer Kanton bei. Das hat für beide Länder nur Vorteile.

Was halten die Entscheidungsträger und Meinungsmacher in beiden Ländern von dieser These? Nach zahlreichen Gesprächen mit Persönlichkeiten und der Neubewertung bekannter wie unbekannter historischer Ereignisse kommt Viktor Giacobbo zu einem überraschenden Schluss.

«Der grosse Kanton» ist ein satirisch überhöhter Kino-Dokumentarfilm, irgendwo zwischen abenteuerlich interpretierten Fakten, seriösen Statements, mutwilliger Geschichtsklitterung und einer absurden These.

(Quelle: VEGA Film: http://www.vegafilm.com/vega-film/de/filme/der-grosse-kanton/synopsis/)

 

Welches Buch liegt grad auf Ihrem Nachttisch?

„Wölfe“ oder im Original „Wolf Hall“ von Hilary Mantel, eine belletristische Biografie über Thomas Cromwell.

Welches ist Ihr Lieblings-Romanheld?

Oh, da kann ich mich nicht entscheiden: Walter Berglund von Jonathan Franzen, Hans Castorp von Thomas Mann – oder doch Donald Duck?

Und welche Vorbilder haben Sie in der Wirklichkeit?

Vorbilder sind nicht in der Wirklichkeit, nur in der Imagination.

Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen?

Shaun the Sheep.

Und welchen Film würden Sie gerne wieder einmal sehen?

„Erin Brockovich“  von Steven Soderbergh.

Ihr Lieblings-Filmheld?

Nicholas Cage in Ridley Scotts „Matchstick Men“

Was für Musik hören Sie gerade?

Ein Mix aus amerikanischem Indie-Rock.

Welche CD würden Sie auf die einsame Insel mitnehmen?

„Mean Everything to Nothing“ von Manchester Orchestra.

Mit welchem Musiker würden Sie gerne einmal einen trinken?

Mit Randy Newman oder Jack White.

Was kochen Sie selbst?

Öpfelröschti de Luxe.

Ihre Lieblingsspeise?

Fussili mit Sugo all’arrabbiata.

Ihr Lieblingsgetränk?

Kaffee (von Ferrari in Dietikon)

Mit wem essen Sie am liebsten?

Erstaunlicherweise mit Freunden.

Und wo essen Sie am liebsten?

Am Tisch.

Mac oder PC?

Zuhause PC, unterwegs Android, für die Musik Apple.

Auto oder Zug?

Ein meiner täglichen Fragen.

Wein oder Bier?

Wein.

Pasta oder Fondue?

Siehe oben.

Joggen oder Walken?

Biken.

Berge oder Meer?

Berge am Meer.

Wann haben Sie zuletzt geweint?

Wahrscheinlich bei irgendeinem Tierfilm.

Wie bringt man Sie zum Lachen?

Durch Schlagfertigkeit.

Welches Tier wären Sie am liebsten?

Bitzer (bei Shaun the Sheep).

Wovon träumen Sie?

Wenn ich das wüsste.

Was ist für Sie das grösste Glück?

Bei dieser Frage eine riesige Auswahl zu haben.

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Martin Zimmerli

Redaktor

Foto:
Christian Lanz
Videos:
YouTube
Veröffentlicht:
Freitag 03.05.2013, 10:25 Uhr

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