Der Benzinpreis steigt weiter

Text: Thomas Compagno, Fotos: Martin Heimann
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Walter Eberle von der Coop Mineraloel AG
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Christian Fichter, Konsumpsychologe an der Uni Zürich
Nun ist es soweit. Der Preis für einen Liter Benzin hat auch die teuerste Bio-Milch überholt und schrammt an der 2-Franken-Grenze. Experten schliessen nicht aus, dass der Benzinpreis im Sog der Rohölpreise weiter steigen könnte.

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Die meisten Tankstellen haben heute elektronische Anzeigen. Glück für die Angestellten, denn das häufige Schilder wechseln wäre mühsam. Den Tankstellenbetreibern bleibt momentan aber nichts anderes übrig, als mitzuziehen und ihre steigenden Einstandspreise an die Kunden weiterzugeben. «Die Margen sind zu klein, als dass wir sie auffangen könnten», sagt Walter Eberle, CEO der Coop Mineraloel AG. Im Tankstellengeschäft müssen sämtliche Kosten, inklusive die grossen Investitionen, mit einer Marge von rund 10 Rappen pro Liter, bzw. mit einer Handelsspanne von etwa 14,5 Rappen inklusive Transport gedeckt werden (siehe Grafik links).

Der derzeitige Preisanstieg bei den Treibstoffen - die Preise für Diesel und Flugpetrol sind noch stärker gestiegen als jene für Benzin - hat vor allem zwei Ursachen, sagt Rolf Hartl, Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung: zum einen die Spekulation an den Rohstoffbörsen, zum anderen aber auch die steigende Nachfrage östlich des Suezkanals: Die boomenden Wirtschaften in Indien und China, aber auch im arabischen Raum, brauchen immer mehr Energie. Hartl glaubt deshalb noch nicht an ein Ende der Preisspirale: «Einige Marktbeo-bachter halten es für möglich, dass der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl noch in diesem Jahr auf die Marke von 200 Dollar klettert.» Das ergäbe einen Benzinpreis von Fr. 2.50 aufwärts. «Das sind jedoch reine Spekulationen.»

Hartl selber glaubt, dass sich die Preise mindestens auf hohem Niveau einpendeln werden. «Solange die Weltwirtschaft so robust ist wie jetzt, so lange werden wir mit stabilen oder gar steigenden Treibstoffpreisen leben müssen», sagt Hartl. Eine Trendwende könne höchstens durch eine Rezession mit nachlassendem Konsum ausgelöst werden, doch «danach sieht es im Moment nicht aus.»

Der steigende Verbrauch an Erdöl ist jedoch nur die eine Seite. Die Preise steigen vor allem, weil das Angebot nicht parallel dazu erhöht wird. Fragt sich also, warum das Angebot nicht mit der steigenden Nachfrage Schritt halten kann. Dafür gibt es laut Rolf Hartl viele Gründe. Unter anderem hätte das billige Rohöl der vergangenen Jahre zu wenig Anreiz geschaffen, in Förderanlagen und Raffinerien zu investieren. Mit anderen Worten: Wir haben es mit einer Erdölknappheit zu tun, weil die Infrastruktur fehlt. Der Engpass liegt damit nicht im, sondern über dem Boden, präzisiert Rolf Hartl. «Das Erdöl geht uns in den nächsten 50 Jahren nicht aus, aber die Vorkommen werden zurzeit zu wenig genutzt.»

Den Händlern sind in dieser Preisspirale die Hände gebunden. «Wir können gar nichts gegen die hohen Preise tun», sagt Walter Eberle, «wir können nur kaufen und zahlen, sonst bekommen wir nichts.» Den Silberstreifen am Horizont sieht Eberle in der Entwicklung der letzten Tage, denn der Preis für Dieselöl hat etwas nachgegeben und der Abstand zum Benzin wurde leicht abgeschwächt. Das stimmt zuversichtlich, wenngleich Eberle nicht spekulieren will: «Der Benzinpreis Ende Jahr? Alles ist möglich - ausser verlässliche Prognosen.»

Das vermag die Autofahrer angesichts des heutigen Preisniveaus kaum mehr zu erschrecken. Wer allerdings die Füllung seines Heizöl-Tanks budgetieren und planen muss, steht vor einem schweren Entscheid. Die Preise sind allein innerhalb des letzten Jahres um etwa 50 Prozent gestiegen. Und Prognosen haben auch hier mehr mit Kaffeesatzlesen zu tun als mit seriösen Marktbeobachtungen. Walter Eberle empfiehlt, den leeren Tank jetzt mindestens teilweise zu füllen, um das Risiko abzufedern.



«Ab drei Franken wird weniger gefahren»
 
Coopzeitung: Wir kennen es aus dem Alcopop-Markt: Als die Modegetränke teurer wurden, sank der Konsum. Gibt es für solche Wechselwirkungen genaue Zahlen?
Christian Fichter:
Genaue Zahlen gibt es dafür nicht. Aber es ist ein Phänomen, das im Allgemeinen zutrifft: Wenn der Preis für ein Lebensmittel steigt, geht der Umsatz zurück - und umgekehrt.
 
Warum nur im Allgemeinen?
Im Hochpreissegment lässt sich auch eine andere Spirale feststellen. Je höher der Preis, desto höher der Umsatz. Unter Umständen macht die Verknappung des Angebots ein Produkt zum Luxusgut. Das kurbelt den Preis und den Umsatz an.
 
Benzin und Diesel sind nicht knapp, nur teuer. Warum sinkt der Konsum nicht, obschon der Preis stetig steigt? Seit Anfang Jahr um fast 20 Prozent!
Es gibt in der Tat sehr unterschiedliche Preissensitivitäten, wie das im Fachjargon heisst. Beim Benzin ist die Koppelung zwischen Preis und Produkt lose. Das heisst, der Kaufentscheid fällt nicht vor dem Regal wie etwa beim Fleisch, wo der Preis eine Rolle spielt. Der Kaufentscheid fällt, wenn der Tank leer ist. Auch die Verbindung zwischen Konsum und Kauf ist nicht eng. Kaum jemand denkt beim Fahren daran, wie teuer die nächste Tankfüllung wird. Zudem zahlen beim Tanken die meisten mit der Bancomat- oder Kreditkarte. Und damit zahlt man auch leichter. Es ist kein Zufall, dass die Tankstellen als Erste das bargeldlose Zahlen eingeführt haben.
 
Wo liegt denn die Schmerzgrenze für uns Schweizer Autofahrer? Ab welchem Preis wird weniger Benzin gebraucht?
Das kommt auf die Geschwindigkeit der Erhöhung an. Wenn der Preis von heute auf morgen verdoppelt würde, würde sicher weniger gefahren. Steigt der Preis aber stetig weiter, empfindet man den Unterschied nicht so stark.
 
In Franken?
Ich schätze, wenn der Preis von heute an bis Ende Jahr noch auf über drei Franken pro Liter steigt, würde wohl spürbar weniger gefahren werden.
 
Warum ist die Grenze so hoch?
Weil es uns in der Schweiz gut geht. Die Konsumstimmung ist nach wie vor gut. Auch wird Autofahren als unantastbar aufgefasst, es ist als Luxusgut nicht verhandelbar.

 

Leser-Kommentare (23).

Jérome Marro, 30. März 2010, \ 11:12 Uhr Benzin zu teuer eung eung Benzin ist viel zu teuer
ben, 25. August 2009, \ 10:10 Uhr Benzinpreis zu tief Die ganze Rot-Grün-Politik zu welcher Soccerhero vermutlich gehört und welche die meisten Akademiker als Mitglieder halten mit Stundenlöhnen ab Fr, 250.--, ist nichts anderes als eine unsoziale Abzocker-Politik. Damit verfolgen sie eine Soziale Schichtentrennung, weil schlussendlich nur noch di gutbetuchten Akademiker mit dem Auto anzutreffen sind. Das restliche „Fussvolk“ wird ihnen dann besser freie Fahrt gewähren da sie es sich nicht mehr leisten können (weil es ja nur denen richtig weh tut). Dagegen kann jeder Stimmbürger etwas beitragen indem er zum Vornherein die Wahlzettel der roten und grünen vernichtet da sie auch insbesondere Komplottfähig sind und nicht die Anliegen des Volkes vertreten sondern ein falsches hinterhältiges Machtspiel treiben.
e.goop, 14. Juni 2009, \ 17:55 Uhr Benzinpreis sind zu tief? Wer nicht abhängig ist, kann das leicht sagen. Wenn derjenige aber das Auto zum brötchenverdienen braucht, würde er anders schreiben. Gruss
cedric, 14. August 2008, \ 20:13 Uhr Günstiger tanken Sie können hier günstiger tanken : tanktipp.ch !
Sändy, 18. Juni 2008, \ 18:05 Uhr Der Benzinpreis ist immer noch viel zu tief Wer glaubt, dass der Benzinpreis zu tief sei, soll sich doch einmal überlegen, was sich mit dem hohen Preis alles noch verteuert. Es geht ja nicht nur um die Mobilität jedes einzelnen, viele Dienstleistungsbetriebe führen ihre Arbeit mit dem Auto aus. Die Post, die DHL, Reparaturdienste zu Hause (Waschmaschine, Heizung, Kühlschrank, TV usw.) auch diese Branchen müssen so ihre Preise anpassen, was für jeden Konsumenten wieder heisst, ihr müsst tiefer in die Tasche greifen, auch wenn ihr kein Auto besitzt, oder meistens die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt.
Kurt, 18. Juni 2008, \ 12:30 Uhr Benzinpreis Soccerhero wohnt wahrscheinlich wie Bastian Girod, max. 200 m von der nächsten Tram- oder Bushaltestelle entfernt.
Chrigel, 17. Juni 2008, \ 21:14 Uhr Benzin brauchen wir jeder wo sagt das der benzin zu billig ist solte auch für die esswahre da doppelte oder noch mehr bezahlen. überlegt doch mal wir brauchen doch mobilität. oder geht ihr nie in die ferien,oder auf die arbeit evt.mit dem post auto?? für mich sollte jeder ein bischen okologisch denken aber nicht so das die benzinpreise auf 5.- franke steigen. es währe nicht gut was würden wir bezahlen für all die lebensmittel wo es nicht gibt in der schweiz???? ( bannanen reis kaffee schoggi und so weiter überlegt einmal!! besonders soccerhero solte sich noch einmal gedanken machen.
Meier, 17. Juni 2008, \ 15:05 Uhr Benzinpreis Dieser Soccerhero muss ein !grosses A-Loch sein! Wahrscheinlich ein Dunkelgrüner zum kompostieren. Kommenatar überflüssig
Mariano, 17. Juni 2008, \ 14:16 Uhr Benzinpreise Es kann doch nicht angehen, dass die schwächsten noch mehr zur Kasse gebeten werden! Die Blauäugigkeit von Soccerhero ist doch sehr bedenklich! Er denkt wohl nicht an die Konsumentenpreise, die durch den hohen Ölpreis in die Höhe schnellen! Wer soll danach noch normale Lebensutensilien kaufen können!? Als der Treibstoff zwanziger eingeführt wurde, stiegen die Transportkosten um 20% an! Das wurde auf den Konsumenten abgewälzt und trifft so den normalen Verbraucher! Ich empfehle ihm, sich einmal ein paar Gedanken darüber zu machen, denn auch sein Toilettenpapier wird sich sehr stark verteuern und ich nehme nicht an, dass er dies mit der alten Zeitung ersetzen wird! Es kann sich auch nicht jeder ein neues Auto leisten und dabei genau diese mit dem Treibstoffpreis zu bestrafen, ist total falsch und ungerecht! Genau diese Menschen sind auf ihr Auto angewiesen, da sie nicht oder nur sehr schlecht an den ÖV angebunden sind
jeannette, 17. Juni 2008, \ 13:15 Uhr Benzinpreise Wir haben die Bushaltestelle auch nicht gerade vor der Haustüre und sind angewiesen auf unser Auto.Da wir in der Landwirtschaft tätig sind trifft es uns noch viel mehr.Die Maschinen brauchen ja auch Treibstoff und das nicht zu knapp!Da kann man auf solche Komentare wie von Soccerhero herzlich verzichten.Das diese hohen Benzinpreise auch ihn treffen hat er warscheindlich nicht begriffen,denn das wird ja alles dem Konsumenten weiter verrechnet!
bubbo, 17. Juni 2008, \ 11:56 Uhr Benzinpreise Natürlich sind die Benzin und auch die Oelpreise viel zu hoch. Ich glaube nicht, dass dies unbedingt nötig wäre. Noch etwas zu Soccerhero: Mein Sohn fährt ab Juli mit dem Postauto zur Schule. Nach dem ich die ABO-Rechnung gesehen habe, bezweifle ich, dass wir mit ökologischen Verkehrsmitteln günstiger fahren. Und das kanns ja auch nicht sein:
Wüst, 17. Juni 2008, \ 09:09 Uhr Benzinpreis Ich sehe das Gejammer um den Benzinpreis nicht ein. Ich fahre pro Jahr ca. 15'000 Km. und verbrauche somit bei einem Verbrauch von 8 Ltr. auf 100 Km. 1200 Ltr. Benzin pro Jahr. Bei einer Preiserhöhung von 10% macht das im Jahr 120 Fr. Da ich das Rauchen von 3 Päckchen Zigaretten täglich aufgegeben habe, lebe ich laut BAG gesünder und könnte mir jährlich einen Benzinpreis von bis zu 7 Fr. leisten, ohne mehr Geld zu brauchen. Sollte der Benzinpreis weier als 7 Fr. steigen würde ich von Bio wieder auf normale Lebensmittel umsteigen. Dass am Schluss die Zeche Alle bezahlen, scheint Soccerhero nicht zu wissen. Ist es eventuell möglich, dass er kein Auto vermag und aus Neid solche Artikel schreibt?
Beat Schärer, 17. Juni 2008, \ 06:59 Uhr Viel zu teuer Wiso soll ich weniger Fahren, wenn ich von Berufswegen ein Auto brauche? Wer bezahlt mir die teuren Wohnungszinsen, welche im Engadin verlangt werden, nur damit ich mit meiner Grossfamilie (9 Personen) am Arbeitsort wohnen kann, damit ich effektiv Benzin sparen und ganz auf das Auto verzichten kann? Ja, ja, es gibt immer noch Leute, die meinen, mit einem höheren Preis sei alles getan. Stimmt so aber nicht, wenn das ganze System, in dem wir Leben, krank ist.
Heinz Zimmerli, 14. Juni 2008, \ 17:46 Uhr Benzinpreis Mit dem Erdöl verdienen sich ein paar Konzerne zurzeit eine goldige Nase!! Die Preise werden noch weiter steigen bis zu diesem Punkt wo der Konsument es sich nicht mehr leisten kann. Ich persönlich fahre nur Kurzstrecken mit dem Auto. Für längere Reisen nehme ich den Zug. Mein nächstes Fahrzeug wird garantiert mit etwas anderem laufen als fossilen Brennstoffen. Die Zukunft wird dem Elektroauto gehören, zumindest was die Kurzstrecken anbetrifft. Und die meisten Fahrten sind ja doch nicht länger wie 20 -30 Km.
werauchimmer, 13. Juni 2008, \ 08:45 Uhr Auch der Meinung Ich bin auch der Meinung das, dass Benzin noch viel zu billig ist. Ich hoffe es wird noch viel teurer damit wirklich nicht mehr so viele Junge einfach im Zeug herumfahren um zu zeigen was sie für ein tolles Auto haben. Vielleicht würde es die Anzahl Unfälle ein bisschen verringern...
leimgruber, 12. Juni 2008, \ 21:03 Uhr Benzinpreise Wenn ich sehe wie heute die Strassen permanent verstopft sind ,ist der Benzinpreis immer noch zu billig. Für jede paar hundert Meter wird das Auto gebraucht und viele Junge ohne Sinn und Zweck umherfahren. Ausserdem sind in 90 % nur eine Person im Fahrzeug,so wird die Energie wieter verschwendet.Vielleicht besserts mal wenn der Treibstoff 5 Fr/ L kostet
Thomas Compagno, 12. Juni 2008, \ 16:25 Uhr Antwort auf die Frage von P. Bolinger Die Coop Mineraloel AG nimmt auf die Frage von P. Bolinger wie folgt Stellung: "Dass die Treibstoffpreise nicht einheitlich sein können, hat verschiedene Gründe. Der heute gewichtigste Grund ist die harte lokale Konkurrenzsituation mit ihren engen Margen. Die Wettbewerbssituation könnte sogar dazu führen, dass der Treibstoff ohne Gewinn angeboten wird. Je nach Einkaufs- und Logistikmöglichkeiten beträgt die Brutto-Marge lediglich sechs bis sieben Prozent. Damit müssen auch die Pächterprovisionen, die Infrastrukturkosten, der Transport und die Abschreibungen der hohen Investitionen gedeckt werden! Insbesodnere dann, wenn die Preisfront sehr angespannt ist, wirkt sich Angebot/Nachfrage zusätzlich preistreibend aus. Die aktuelle regionale Preisgestaltung ist dennoch im Interesse der Kunden, die vom harten Wettbewerb profitieren können. Zudem ist es Ausdruck eines funktionierenden Wirtschaftssystems. Coop Tankstellen gehören regional zu den günstigsten Treibstoffanbietern. Wir möchten aber noch festhalten: - Dass der offizielle schweizerische Referenzpreis für einen Liter Treibstoff heute beinahe überall stark unterschritten ist. - Dass Coop Mineraloel AG den grössten Teil des jährlichen Werbebudgets zur Verbilligung des Treibstoffpreises zu Gunsten der Kunden einsetzt. - dass unsere selbständigen Tankstellen-Unternehmer die Preise im lokalen Wettbewerb laufend und sehr genau beobachten."
Plantera, 11. Juni 2008, \ 13:45 Uhr Benzinpreis Nach meiner Meinung ist der Benzinpreis viel zu hoch und macht sich auch im Haushaltsbudget bemerkbar. Da zwischen meinem Wohnort und meiner Arbeit nur 15 KM liegen für die ich mit dem ÖV pro Tag 3 Std. benötige muss ich mit dem Auto zur Arbeit fahren.Somit kann ich 2,5 Std einsparen pro Tag!! Neben meinem Job habe ich auch noch andere Verpflichtungen wie Haushalt oder meinem betagten Vater schauen usw. somit sind 2,5 Std. sehr viel für mich. Wenn ich so Kommentare lese wie von soccerhero kommt mir schon die Galle hoch. Anscheinend gibt es immer noch viele Leute die nur für sich schauen und nicht weiter überlegen dass ein Auto für viele Menschen eine echte Hilfe ist und nur ein kleiner Teil der Bevölkerung einfach zum Vergnügen herum fährt.
Senti, 11. Juni 2008, \ 12:39 Uhr Benzinpreis ich möchte dazu folgendes sagen: diejenigen, die finden, die Benzinpreise seien immer noch zu niedrig, sollten mal in den Bergen wohnen und auf ein Fahrzeug angewiesen sein. Dann würden sie wahrscheinlich auch anders reden. Man kann schon auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen - aber wie, wenn sie kaum da sind. In den Bergen fährt nicht alle fünf Minuten ein Bus oder ein Tram, wie in einer Stadt. Auch könnte man Abends ohne Auto gar nicht mehr weg um z.B. Kurse oder Sportaktivitäten zu besuchen, da anschliessend kein Bus mehr fährt, der einem wieder heimbringt !! Auch das Umsteigen auf umweltverträgliche Fahrzeuge (z.B. Biogas, Strom usw.) kann man sich in den Bergen gar nicht "leisten", denn hier oben gibt es für solche Fahrzeuge ja nicht einmal Tankstellen für solche Fahrzeuge. Wo also bitte sollten wir diese Fahrzeuge auftanken können ? Wenn man in der Stadt wohnt, kann man gut solche Sprüche klopfen, aber vielleicht sollte man auch mal an die Leute denken, die nicht soviel Alternativen vor der Haustüre vorfinden... Auch finde ich sollte man sich mal überlegen, was die immer höheren Spritpreise auch für alle Leute - und zwar wirklich alle Leute - überhaupt bedeutet. Die Lebensmittel werden nämlich auch teurer, da die Transportkosten schliesslich auf den Kunden abgewälzt werden; die öffentlichen Verkehrsmittel (Bus) werden auch teurer, da der steigende Benzinpreis auch hier auf den Kunden überwälzt wird. Irgendwann werden die Preise der Post steigen, da auch hier selbstverständlich die hohen Benzinkosten auf den Kunden überwälzt werden. Auch der Vertreter, der mit dem PW unterwegs ist, hat höhere Kosten, die irgendwann mit dem Produkt das er vertritt, wieder auf den Kunden abgewälzt wird. Also, die steigenden Benzinpreise werden irgendwann auf uns alle - auf alle Konsumenten und Konsumentinnen in irgendeiner Form wieder abgewälzt. Sollen die Benzinpreise wirklich noch mehr steigen ? Vielleicht sollte man sich auch hier mal seine Gedanken machen und nicht immer nur das Auto und den Autofahrer sehen. Man sollte mal überlegen, was alles sonst noch hinter diesen Preisen steckt. In den Bergdörfern werden immer mehr Dorfläden geschlossen (mein Dorf, wo ich lebe ist davon auch betroffen), weil auch ein Volg nicht mehr bereit ist, in solch abgelegenen Orten zu liefern, da es zu teuer ist ! Sollen wir alle aus den Bergen in die Stadt ziehen oder was ? Oder was würde wohl passieren, wenn auf einmal alle auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen würden - der Verkehrskollaps würde bevorstehen, denn die SBB ist ja nicht einmal in der Lage, am frühen Morgen die Züge von Zürich nach Bern so zusammenzustellen, damit die Pendler wirklich Platz haben. Und auf was für eine Idee kommt da die SBB - sie will - natürlich - die Preise erhöhen um gewissen Leuten das Zugfahren zu "verleiden". In was für einer Welt leben wir eigentlich nocht ? Bundesrat Leuenberger fordert ja schon lange hohe Benzinpreise, damit das Autofahren keinen Spass mehr macht. Jetzt bekommt er sie auch - und ich bin sicher, dass hier auch der Bund tatkräftig mithilft, dass die Preise immer mehr steigen und dass die Kommentare, dass Amerika soviel braucht und jetzt China usw. nur billige Ausreden sind. Man sieht ja, wieviel allein der Bund an den Benzinpreisen einsackt ! Auch die Alternativen zum Heizöl: was bringen sie, wenn sie von den zuständigen Bauämtern in den Gemeinden nicht einmal genehmigt werden, weil sie sonst das Ortsbild "verschandeln" ! Wie soll man da auf umweltverträgliche Heizungen umsteigen können ? Ich selber bin nicht jemand, der einfach mal zum Spass ins Auto steigt um im Tessin einen Kaffee trinken zu gehen. Ich bin praktisch jeden Tag auf das Auto angewiesen, da ich in einem Bergdorf lebe und mein Job ausserhalb ist. Vielleicht habe ich mit meinen Ausführungen auch zum Nachdenken angeregt, dass es hier nicht nur um das Auto und den Autofahrer geht - wäre zu doch zu hoffen.
Figini, 11. Juni 2008, \ 05:55 Uhr Milch ist mein Benzin Ich bezahle für einen Liter Milch gerne fast 2.- (Heidi Milch oder Freefrom) und würde auch 5.- dafür zahlen. Die Bauern sollen schliesslich etwas davon haben, wenn wir schon von "Förderung" reden!
P. Bolinger, 10. Juni 2008, \ 11:52 Uhr Herr Es ist unerfreulich, wenn die Benzinpreise weiterhin so ansteigen. Was mich jedoch mehr stört, ist die Tatsache, dass ich an der Cooptankstelle in Landquart und in Laax 8 - 10 Rp. weniger für den Liter bezahle als in Zug. Wird hier ein zusätzlicher Finanzausgleich betrieben?
T. Junker, 10. Juni 2008, \ 11:37 Uhr Der Benzinpreis steigt weiter Seit über 8 Jahren wird uns diese Abzockerei mit fadenscheinigen Argumenten vorgegacker. Zuerst, dass die Amis schon im März in die Ferien fahren würden. Dann, dass in Indien und China iimmense Nachfragen bestehen. Jedoch haben in all diesen Regionen gewaltige Naturkatastrofen stattgefunden, wo hunderttausende von Strassenkilometern zerstört und überschwemmt waren, also konnte dort gar nicht gefahren werden. Das Kapitel Oelpreise fällt eben auch in das ganze Globalisierungsdesaster (Finanzkriese,Lebensmittelkrise) und wir Konsumenten/Innen bezahlen die Zerche. Denn schon 2004 hat ein Exxon-Manager in Deutschland gesagt, dass diese Preise überrissen seien. s2 5 l q
soccerhero, 10. Juni 2008, \ 10:23 Uhr Noch viel zu niedrig Der Benzinpreis ist meiner Meinung noch viel zu niedrig, damit die Leute auf ökologisch verträgliche Verkehrsmittel umsteigen! Von mir aus kann der Liter Benzin ab sofort 5 Franken oder mehr kosten. Dann tuts nämlich erst so richtig weh!

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Jérome Marro, 30. März 2010, \ 11:12 Uhr Benzin zu teuer eung eung Benzin ist viel zu teuer
ben, 25. August 2009, \ 10:10 Uhr Benzinpreis zu tief Die ganze Rot-Grün-Politik zu welcher Soccerhero vermutlich gehört und welche die meisten[...] mehr
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