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Krimireise Périgord Martin Walker

Trüffel, Foie Gras, Wein und Käse – es gibt handfeste Gründe, das Périgord im Südwesten Frankreichs zu besuchen. Eine Reise in die Region ist zugleich eine Reise in die Vergangenheit: in die Zeit der Burgen und Schlösser.

Wenn die Menschen keine Sonnenbrillen hätten und keine Mobiltelefone – in Sarlat würde man sich fühlen wie im Mittelalter. Rund um den zentralen Place de la Liberté drängen sich honigfarbene Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Unterbrochen wird die mittelalterliche Kulisse nur durch einige enge Gassen. Auf dem Platz bieten Bauern unter beigen Markisen ihre Produkte feil: Früchte und Gemüse natürlich, aber auch Foie Gras, Oliven, Käse und Wein. «Canard», «Cerf» und «Âne» sind kleine Trockenwürste angeschrieben – Ente, Hirsch, Esel, der Dreiklang des Lebens im Périgord. Am Stand duftet es nach Pfeffer, Salz und Speck. Der wohlbeleibte Bauer hinter der Holztheke hält einem ein Brettchen mit Wurstscheiben zum Probieren hin. Kein Zweifel: Hier könnte Bruno Courrèges einkaufen, einziger Polizist, Gourmet, Hobbykoch, Rugbytrainer und begehrtester Junggeselle von Saint-Denis. Oder ist er das gar, der in der blauen Uniform eines Flics da vorne aus der Gasse kommt?

Aber nein. Unmöglich. Bruno ist ja eine erfundene Figur. Zwar hat Schriftsteller Martin Walker für Bruno an seinem Freund, dem Dorfpolizisten Pierrot, Mass genommen. Trotzdem gibt es Bruno nur in den Romanen von Martin Walker. Von Bruno abgesehen beschreiben sie die Landschaft des Périgord, die Leute und vor allem ihre Küche so genau, dass die Romane auch als Reiseführer genommen werden können. In seinem letzten Buch zum Beispiel geht Bruno dem Geheimnis der schwarzen Trüffel nach, wie sie hier, auf dem Markt in Sarlat, ebenfalls zu finden sind. «Wenn Gott sich eine besonders schöne Pause gönnen will, dann kommt er bestimmt ins Périgord», ist der Schriftsteller Martin Walker überzeugt. Er muss es wissen: Als Journalist hat er mehr als nur die halbe Welt bereist. Vor ein paar Jahren hat er sich im Périgord ein altes Bauernhaus gekauft und sich da niedergelassen, wo die Welt am schönsten ist. Wenigstens die Welt der Menschen, die gerne essen und trinken. Das Périgord ist bekannt für seine kulinarischen Köstlichkeiten.

Nur wenige Kilometer südlich von Sarlat fliesst die Dordogne. Früher war der Fluss die wichtigste Transportverbindung: Er verbindet das Périgord mit Bordeaux. Die Zeiten, da Pferde mühsam auf Treidelpfaden die Boote den Fluss hinauf zogen, sind aber schon lange vorbei. Heute tragen die Boote nur noch Touristen, denen sich vom Wasser aus ein atemberaubender Blick auf eine der schönsten Landschaften Frankreichs bietet. Auf La Roque-Gageac etwa, ein mittelalterliches Städtchen, dessen Häuser sich eng an eine hoch aufragende Klippe schmiegen. Während der Religionskriege im 16. Jahrhundert war der Ort strategisch wichtig und stark befestigt. Heute ist es nur noch hübsch anzusehen, wie eine Filmkulisse.

Tatsächlich werden in dieser Region Frankreichs immer wieder Mittelalter-Filme gedreht. Sarlat zum Beispiel diente als Kulisse für «Ever After». Im Château de Beynac drehte Luc Besson «Jeanne d’Arc». Von der Burg aus bietet sich dem Besucher eine atemberaubende Sicht über das Tal der Dordogne und einige der Burgen des Périgord. 150 Meter über dem Fluss erheben sich die steinernen Zinnen der Burg über das Land. Im Jahr 1194 hatte sich Richard Löwenherz der Burg bemächtigt – der damals mächtigste Mann Europas dürfte einige Male in der Burg residiert haben. Heute sind die Machtzentren Europas weit weg von den friedlichen Landschaften des Périgord. Martin Walker erzählt in seinen Büchern aber immer wieder, welche Einflüsse die globalisierte Wirtschaft dennoch auf die Dörfer in diesem Winkel Frankreichs haben. Seien es gefälschte Trüffel aus Vietnam oder amerikanische Weinunternehmer – in Walkers Büchern sind die lokalen Produzenten eng vernetzt mit der Weltwirtschaft.

Trotzdem: Das Périgord ist eine der wenigen Gegenden Frankreichs, die man noch als ursprünglich bezeichnen kann. Paris ist weit weg, die Menschen gelten als die freundlichsten des ganzen Landes.
Ihre Küche ist einfach und geprägt von den Köstlichkeiten, die der Boden hergibt. Nüsse und Käse, Trüffel und Wein. So ist es heute, so muss es schon immer gewesen sein. Das Périgord hat ein mildes Klima – schon vor Tausenden von Jahren haben Menschen deshalb hier gesiedelt, die Wildtiere in den Eichenwäldern gejagt, von den fischreichen Flüssen gelebt, Nüsse und Beeren gesammelt. In den vielen Höhlen der Kalkberge fanden sie Unterschlupf. Die bekannteste ist die Höhle von Lascaux im Tal der Vézère. Da haben die Steinzeit-Menschen vor über 17 000 Jahren Malereien hinterlassen: Auf den Wänden der Höhle finden sich Hunderte von Tierzeichnungen. Auerochsen, Pferde, Bären, Hirsche – und Menschen. «Wir haben nichts dazugelernt!» soll der spanische Maler Pablo Picasso tief erschüttert ausgerufen haben, als er die Höhlenmalereien von Lascaux besichtigte. Weil die Atemluft der Besucher die Kunstwerke beschädigte, wurde die Höhle 1963 geschlossen. Wissenschaftler haben die Höhle danach aber 1:1 kopiert. Heute kann man sich deshalb in unmittelbarer Nähe zur Höhle dennoch einen Eindruck der Malereien verschaffen – nach wenigen Minuten in der kopierten Höhle hat man vergessen, dass es sich um eine Kopie handelt, und staunt nur noch über die Kühnheit, mit der die steinzeitlichen Maler ihre Linien gezogen haben.

Der Führer in der Höhle zeigt mit einer Taschenlampe auf die Details in den Zeichnungen. Im flackernden Licht der Lampe scheinen sich die urzeitlichen Tiere zu bewegen – magische Momente unter Tag. Lascaux ist eine von vielen Höhlen im Périgord. Nur wenige Kilometer weiter befindet sich die Gouffre de Proumeyssac, eine Tropfsteinkathedrale in der Nähe von Le Bugue. Die Höhle hat oben ein kreisrundes Loch. Im Mittelalter wurde dieses Loch von Raubrittern dazu verwendet, ihre Opfer zu beseitigen. Sie warfen die Kadaver von Pferden und die Leichen der beraubten Menschen in die Öffnung im Boden. Im Winter sah man Dampf aus dem Loch aufsteigen und es stank ganz fürchterlich. Unter Einheimischen war deshalb klar: Dieses Loch ist der Eingang zur Hölle. Erst vor hundert Jahren seilten sich mutige Männer in die Kaverne ab und entdeckten die Höhle. Heute ist sie bequem über einen seitlichen Stollen erschlossen. Die Geschichte der Höhle hat Martin Walker zu seinem vierten Bruno-Roman inspiriert: In der Höhle wird eine Leiche entdeckt. Bruno findet sich plötzlich zwischen allen Fronten wieder. Der französische Geheimdienst interessiert sich für die Leiche, weil sie mutmasslich etwas mit der baskischen Separatistenbewegung zu tun hat, die lokale Gendarmerie traut der Polizei (also Bruno) die Untersuchung nicht zu und zu allem Übel protestieren Tierschutz-Aktivisten gegen eine Gänsefarm in der Umgebung. Eine Gänsefarm, die für ihre Foie Gras bekannt ist – und Bruno liebt Foie Gras.

Martin Walker teilt die Leidenschaft seiner Romanfigur für Gänseleber. Sein neuster Roman liest sich stellenweise wie ein Plädoyer dafür. «Leider wissen viele Tierschützer nicht, dass Enten und Gänse sich selbst stopfen und ihre Leber anschwellen lassen, um Energie für ihre langen Wanderflüge zu speichern», erklärt Walker. Zum Glück sind nicht alle Köstlichkeiten der Region so kontrovers. Das Fleisch der Gänse etwa wird gerne zu einer Rillette verarbeitet, einem Brotaufstrich, der gut zu einem Glas Monbazillac passt. Im Winter prägen Pilze, Trüffel und Baumnüsse die Speisekarte. Im Périgord sind drei von vier AOC-prämierten Nusssorten beheimatet. Die Nüsse werden nach altem Rezept in der Nussmühle gemahlen, über offenem Feuer erhitzt und dann gepresst. Das Nussöl vergoldet die Gerichte im Périgord. Auf dem Markt von Sarlat bieten Bauern die Baumnüsse auch offen zum Kauf an. Wäre Bruno der Polizist hier, er würde eine Nuss aus dem Korb stibitzen, sie probieren und dem Bauern am Stand anerkennend zunicken. Dann würde er weiterschlendern und vielleicht am Käsestand vom Pican-dou probieren, einem kleinen Ziegenkäse. Oder er würde sich zu seinem Freund, dem Baron, an eines der Tischchen auf dem Platz setzen und sich einen Obstschnaps gönnen, nach dem ersten Schluck tief aufseufzen und sich zurücklehnen. Wie sein Erfinder Martin Walker wäre auch Bruno sicher: Wenn Gott Ferien machen würde, dann hier.

Périgord: Schlösser, Kulinarik und Begegnung mit Policier Bruno und seinem Kreator, Bestseller-Autor Martin Walker.

1.Tag, Freitag
Lyon - Clermont-Ferrand
Anreise via Lyon nach Clermont- Ferrand.
Mittagessen unterwegs, inbegriffen.
Nachtessen und Übernachtung in Clermont -Ferrand.

2. Tag, Samstag
Clermont-Ferrand–Nussmühle–Les Eyzies-de-Tayac.
Busfahrt ins Périgord, Mittag-essen unterwegs, nicht inbegriffen. Bei Sainthe Nathalène lernen Sie am Nachmittag die Moulin de la Tour, eine Nüssmühle aus dem 16. Jahrhundert kennen. Francine und Jean-Pierre Bordier zeigen die Köstlichkeiten aus ihrem gesuchten Nussöl. Degustation und Gelegenheit um Einkauf. Weiterfahrt zum Hotel des Roches in Les Eyzies-de-Tayac. Nachtessen und Übernachtung

3. Tag, Sonntag
Die Gärten von Eyrignac–Fahrt mit dem Holzboot auf der Dordogne.
Mit der örtlichen Reiseleiterin Régine, die Sie ab jetzt und bis zum 6. Tag begleitet, besuchen Sie die Jardins du Manoir d‘Eyrignac bei Salignac. Weiterfahrt via Sarlat in den malerischen Ort Roque-Gageac und freie Zeit zum Mittagessen.
Start zum Ausflug ins schönste Tal Frankreichs. Sie erleben die Dordogne auf einer Panoramafahrt auf dem Holzboot mit herrlichen Ausblicken auf diverse Schlösser: Château de la Malartie, Château de Marqueyssac, Château de Castelnau und Château de la Coste. Danach besuchen Sie die Festung Beynac mit ihrer tollen Sicht in die Landschaft. Nachtessen in Les Eyzies-de-Tayac.

4. Tag, Montag, Begegnung mit Martin Walker
Lascaux-Höhlen–Begegnung mit Martin Walker.
Besuch der weltbekannten Höhlen von Lascaux II. Treffen im Dorf Le Bugue mit Martin Walker, dem geistigen Vater Brunos. Der Krimiautor führt Sie zum Gouffre de Proumeyssac, einer geheimnisvollen Höhle und Tatort seines vierten Romans. Sie liegt in der Nähe von Martin Walkers Heim. Lesung. Abendessen nochmals in Les Eyzies-de-Tayac.

5. Tag, Dienstag, Ausflug nach Bergerac – Château de Montbazillac und Châtau de Tirégand
Kosten Sie den Süsswein von Montbazillac, dort wo er wächst: Im Schloss Montbazillac werden Sie zur Degustation empfangen. Verkostung und Kleiner Imbiss.
Ganz in der Nähe ist das Schloss Tirégand, welche von Nachfahren der Familie Saint-Exupéry bewohnt wird. Führung. Abschiedsessen.

6. Tag, Mittwoch, Markt in Sarlat und Heimreise
Heute ist Markt in Sarlat-la Canéda. Nach dem Mittagessen (nicht inbegriffen) fahren wir ostwärts Richtung Clermont Ferrand.
Nachtessen und Übernachtung.

7. Tag, Donnerstag
Clermont – Ferrand - Schweiz
Rückreise via Lyon – Genf – zurück an die Einsteigeorte. Mittagessen unterwegs, inbegriffen.

Programmänderungen vorbehalten

#1Das Detailprogramm zum Herunterladen

Das müssen Sie wissen

Reisedaten

29.08. - 04.09.2014

Einsteigeorte

07.15 h Zürich, EUROBUS Terminal
07.45 h Windisch, EUROBUS Terminal
08.30 h Olten, Bahnhof, Gösgerstrasse

Ihre Hoteladressen

1 x Hinreise, 1 x Rückreise:
Hotel Mercure***
Clermont - Ferrand
4 x Hotel des Roches***
Les Eyzies de Tayac

Preis pro Person

Im Doppelzimmer Fr. 1940.–
Einzelzimmerzuschlag Fr. 280.–
Teilnehmerzahl: minimal 15, maximal 30 Personen

Inbegriffene Leistungen

  • Reise im De Luxe Bus (ehemals 5-Stern-Bus)
  • 2 Übernachtungen im Hotel Océania****, in Clermont -Ferrand, Frühstücksbüffet und Nachtessen
  • 4 Übernachtungen im Hotel des Roches in Les Eyzies de Tayac, Frühstücksbüffet
  • 3 Nachtessen in lokalen Restaurants in Les Eyzies de Tayac
  • Alle Ausflüge und Eintritte wie im Programm beschrieben (Lascaux II, Gärten von Eyrignac, Flussfahrt Dordogne, Besuch Sarlat, Nussmühle Weinverkostung, Eintritte)
  • Begegnung und Lesung mit Martin Walker, Übersetzung ins Deutsche durch die Reiseleiterin
  • Begleitung durch Régine, örtliche Reiseleiterin vom 3.-6. Tag
  • 4 Mittagessen am am 1., 2, 3. und am 7. Tag.

Nicht inbegriffen

    4 Mittagessen Getränke und persönliche Auslagen. Annullationsversicherung. Sofern eine solche gewünscht wird, kann sie für Fr. 25.- abgeschlossen werden.

    Sitzplatzzuschlag im Bus:

    1. Reihe Fr. 6.-/Tag und Person 
    2. Reihe Fr. 5.-/Tag und Person 
    3. Reihe Fr. 4.-/Tag und Person 
    4. Reihe Fr. 3.-/Tag und Person 


     

      Infos/Organisation

      Eurobus, Windisch.
      Tel. 056 461 61 61
      E-Mail: windisch@eurobus.ch

      Ich reise mit ins Périgord.

      Anmeldung zur Leserreise

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      ZVG
      Veröffentlicht:
      Freitag 24.02.2012, 18:26 Uhr

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