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Der Konstrukteur

Das Team der Prometheus erkundet eine Höhle.

... und erlebt einige Überraschungen.

Filmkritik: Prometheus

Ursprünglich sollte «Prometheus» ein Prequel zu Ridley Scotts «Alien» werden, der die Vorgeschichte zum Science-Fiction-Klassiker erzählt. Von dieser Idee sind jedoch nur einzelne Verweise auf den Vorgänger übrig geblieben.

 

Ein riesiges Raumschiff überfliegt eine urzeitliche Landschaft. Ein statuenhaft wirkendes menschenähnliches Wesen opfert sich an einem Wasserfall, indem es eine dunkle Flüssigkeit trinkt. Dieser sterbende Opferkonstrukteur fällt in die Fluten, sein Körper löst sich in alle Bestandteile auf und verteilt so die Grundbausteine des Lebens im Wasser des Planeten. Das Raumschiff fliegt fort.

Im Auftrag von Weyland Industries, vertreten durch Meredith Vickers (Charlize Theron), macht sich eine Forschergruppe und der Androide David (Michael Fassbender) im Raumschiff «Prometheus» auf eine Reise nach den Ursprüngen des menschlichen Lebens. Angeführt wird die Gruppe von den Forschern Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green), die davon überzeugt sind, dass die mysteriösen Zeichen, die sie weltweit entdeckt haben, sie zu wertvollen Antworten über den Beginn der Menschheit führen. Die zweijährige Expedition führt die Passagiere schliesslich zu den dunkelsten Ecken des Universums, wo sie Schlimmes erwartet….

Auf einem Mond ortet die Prometheus künstliche Strukturen. Die Crew landet und erkundet riesige Katakomben. Elizabeth glaubt, dass die Felsmalerei eine Einladung ins All war. Von Däniken hat also doch Recht: Wir stammen von kosmischen Wesen ab!

Ursprünglich sollte «Prometheus» ein Prequel zu Ridley Scotts «Alien» werden, der die Vorgeschichte zum Science-Fiction-Klassiker erzählt. Von dieser Idee sind jedoch nur einzelne Verweise auf den Vorgänger übrig geblieben. Ridley Scott raunt von einem Schöpfungsmythos, der Darwin Lügen straft. Das macht er sehr geschickt - die ersten 80 Minuten sind Mysterien-Kino vom Prickelndsten. Hoch spannend, wie ein Erkundungs-Team in labyrinthische Gewölbe vordringt. Es findet Tausende von Kapseln, Artefakte, rätselhafte Hologramme, einen Schädel mit menschlichen Zügen. Jedes Bild ein Hingucker. Bauten, Tricks, Design fesseln mit der Faszination des Fremdartigen und Unheimlichen. Unglaublich viel Details, Nebengeschichten und Figuren sind zu entdecken.

Eigentlich standen alle Vorzeichen auf Superfilm. Doch irgendwo bei der Entwicklung des Drehbuchs haben sich Ridley Scott und seine Autoren verzettelt: Mit viel zu viel Stoff für zwei Stunden Film bleibt Prometheus letzten Endes sehr blass. Da können auch die schönen Aufnahmen und die vielen Anspielungen für Fans nicht helfen. Schade, wäre Ridley Scott dem Motto «Weniger ist mehr» gefolgt, wäre tatsächlich ein Superfilm entstanden. So kommt Prometheus nicht an die ursprünglichen Alien-Filme heran.

Prometheus ist bereits in den meisten Ländern angelaufen und konnte bisher bei einem Produktionsbudget in Höhe von 130 Millionen Dollar und 303 Millionen in die Kinokassen spülen. Diese Summe reicht dem Regisseur Ridley Scott und dem Filmstudio 20th Century Fox völlig aus, um eine Fortsetzung zu entwickeln. Demzufolge spricht der Filmemacher bereits mit dem Studio über das Sequel. Es bleibt abzuwarten, ob man sich folglich auf «Prometheus 2» freuen darf oder doch nicht ...

Jetzt im Kino

Regie:
Ridley Scott

Darsteller:
Michael Fassbender: David
Noomi Rapace: Elizabeth Shaw
Charlize Theron: Meredith Vickers
Guy Pearce: Sir Peter Weyland
Patrick Wilson: Elizabeths Vater
Idris Elba: Captain Janek
Rafe Spall: Milburn


Produktion: USA, 2012
Länge: 124 Minuten
Freigegeben: ab 14/16 Jahren

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Foto:
ZVG
Veröffentlicht:
Dienstag 07.08.2012, 09:01 Uhr

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