Auf zum nächsten Abenteuer! Voller Begeisterung stürmt die Jungmannschaft durch die Hauptgasse von Solothurn.

Zeitreise am Jurasüdfuss

Spuren im Steinbruch, Kathedrale mit Aussicht, eine romantische Schlucht und ein Naturmuseum, schöne Uferwege und Badeplätze an der Aare – in Solothurn wird das volle Ausflugsprogramm geboten.

Die Kinder sind nicht mehr zu halten und toben durch die Altstadt, hinunter zum Alten Zeughaus mit seinen Ritterrüstungen, Waffen und Kanonen. Der Ausflug nach Solothurn bietet reichlich Geschichtsstoff: Die Römer hatten hier um 350 n. Chr. das befestigte «Castrum Salodurum» errichtet: eine Siedlung, umgeben von einer glockenförmigen Ringmauer. Den französischen Ambassadoren verdankt die Stadt ihre Barockarchitektur: Das Wahrzeichen von Solothurn ist die Sankt-Ursen-Kathedrale.

Blick über Solothurn: Von der Kathedrale sieht man weit über das Land bis zur Jurakette.

Blick über Solothurn: Von der Kathedrale sieht man weit über das Land bis zur Jurakette.
http://www.coopzeitung.ch/Zeitreise+am+Jurasuedfuss Blick über Solothurn: Von der Kathedrale sieht man weit über das Land bis zur Jurakette.

Über 249 Treppenstufen steigt man hinauf zum Turm und zur grossen Rundumschau. In 66 Meter Höhe ist die Aussicht über das Mittelland bis hinüber zu den Jurabergen grandios. Und schwindelerregend der Tiefblick zur Altstadt, in der jede Menge Entdeckungen warten. Etwa das Naturmuseum, in dem wir bei kostenlosem Eintritt viel über die Region erfahren, in der schon die Dinosaurier ihre Spuren hinterlassen haben. Auf einer Stadtführung erfahren wir, was es in Solothurn mit der magischen Zahl 11 auf sich hat. Die Kinder erkunden die Gassen mit dem Stadtführer «von Kindern für Kinder», und auf der Aare könnten wir mit dem Schiff flussaufwärts bis nach Biel.

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Dort, wo wir heute wandern, befand sich vor Jahrmillionen ein riesiges Meer.»

Auf seltsame Spuren treffen wir später vor den Toren der Stadt, ein wenig nordwestlich im Jura. Wir sind hinausgefahren zu einem alten Steinbruch zwischen Oberdorf und Lommiswil. Die Fährten dort oben im Kalkstein stammen von riesigen Pflanzenfressern, genauer gesagt: von einer Gruppe Brontosauriern, die hier rund 145 Millionen Jahre vor uns auf Wanderschaft war. Heute ermöglicht eine Plattform den direkten Blick auf die Dinospuren. Schautafeln erklären uns die Entstehungsgeschichte und vermitteln Wissenswertes über das Leben der Dinosaurier. Hier im Steinbruch hat man auch Versteinerungen von Schnecken, Zähne von Haien und Bruchstücke von Meeresschildkröten gefunden. Es ist eine seltsame Vorstellung: Dort, wo wir heute durch die Juraberge wandern, befand sich vor Jahrmillionen ein riesiges Meer – und am Strand gingen die Dinosaurier spazieren!

Verenaschlucht: Ein romantischer Spaziergang führt zur Einsiedelei vor den Toren der Stadt Solothurn.

Verenaschlucht: Ein romantischer Spaziergang führt zur Einsiedelei vor den Toren der Stadt Solothurn.
http://www.coopzeitung.ch/Zeitreise+am+Jurasuedfuss Verenaschlucht: Ein romantischer Spaziergang führt zur Einsiedelei vor den Toren der Stadt Solothurn.

Auf halbem Weg zurück zur Stadt kommen wir vorbei an der Einsiedelei in der Verenaschlucht. Sie besteht aus einem kleinen Häuschen, der Verena- und der Martinskapelle sowie zwei Grotten. Die Höhle hinter der Martinskapelle soll einst der heiligen Verena als Wohnung gedient haben. Dieses stille Fleckchen Erde, so nah bei der belebten Innenstadt und doch wie aus einer anderen Welt, steht heute als Kulturgut von nationaler Bedeutung unter Denkmalschutz. Das Wandern am Bach entlang hat etwas Friedvolles und das Murmeln des Wassers eine entspannende Wirkung. Wir laufen über Stein- und Holzbrücken, an Denkmälern und Gedenksteinen vorbei, und das Wasser plätschert über die von Moos bewachsenen Steine.

Die Solothurner Tour ist ein gutes Beispiel dafür, dass Wanderungen durch die Stadt und in ihrer Umgebung sehr abwechslungsreich und spannend sein können, für Familien mit Kindern ebenso wie 

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Text:
Jochen Ihle
Foto:
Michel Kaiser, Jochen Ihle
Veröffentlicht:
Montag 28.01.2013, 17:00 Uhr

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