Haben beide Gesprächspartner ein Gerät mit demselben Telefonie(-Chat)-Programm, kann gratis telefoniert werden.

Internet-Telefonie – Gratis plaudern mit der Welt

Trotz Flatrates von Swisscom und Co. ist Internet-Telefonie immer noch attraktiv. Nutzer können gratis von Computer zu Computer in die ganze Welt telefonieren. Doch das ist noch lange nicht alles.

Besonders für Auslandgespräche mit Verwandten oder Freunden ist das Telefonieren übers Internet via Skype, ICQ oder Google Talk eine praktische Sache. Während das Plaudern übers Festnetz oder gar das Handy ein halbes Vermögen kostet, fährt man mit Voice over IP (VoIP) deutlich günstiger. Haben beide einen Computer zur Hand, geht das sogar gratis. Der älteste und bekannteste Dienst ist Skype. Er wurde dank seines Angebots mit Videochats und günstigen SMS schnell derart populär, dass vor zwei Jahren Microsoft zuschnappte und das Unternehmen für 8,5 Milliarden Dollar aufkaufte. «Man kann davon ausgehen, dass Skype der meistbenutzte Dienst ist», erklärt Ralf Beyeler, Telekomexperte beim Internet-Vergleichsdienst Comparis.

Telefonieren über Skype funktioniert sowohl auf Windows- als auch auf Apple- und Linuxsystemen sowie Smartphones. Auch auf Microsofts Xbox-360-Nachfolger, der Ende dieses Jahres auf den Markt kommen soll, dürfte Skype integriert sein. Während der Onlinegames kann man sich dann direkt über die Konsole unterhalten.
Alles, was man dazu braucht, ist ein Headset, eine Webcam und ein Skype-Konto. Gleich nach der Anmeldung testet die Software, die im Übrigen auch als App fürs Smartphone erhältlich ist, die Hardware. Kopfhörer, Mikrofon und Kamera werden dabei einem Funktionstest unterzogen. Gleichzeitig hat der Nutzer die Möglichkeit, ein Profilbild zu knipsen und hochzuladen. Es empfiehlt sich, in den Einstellungen nur Anrufe von eigenen Kontakten zuzulassen, da sonst eine Werbeflut droht. Danach kann man Kontakte von Hand eingeben oder importieren, beispielsweise aus Facebook oder Outlook, und schon kann man mit dem Telefonieren beginnen. Wahlweise mit oder ohne Videoübertragung, zudem sind Text-Chats oder Konferenzschaltungen möglich.

Während das alles noch gratis ist, bietet Skype zusätzliche Premiumdienste an. So kann man sich eine eigene Rufnummer einrichten, unter der man auf jedem Computer der Welt erreichbar ist – vorausgesetzt, es existiert ein Internetanschluss und man ist eingeloggt. Falls man den gewünschten Gesprächspartner auf dem konventionellen Festnetz-Telefon anrufen möchte, ist auch das in viele Länder möglich (im Gegensatz zu Konkurrenzdiensten wie Google Talk oder ICQ, die ansonsten ebenfalls einfache Videotelefonie und Textchats ermöglichen). Das ist praktisch, wenn das Gegenüber kein Skype-Konto besitzt. Um diese Dienste zu nutzen, muss man allerdings ein Abo lösen oder Prepaid-Guthaben aufladen. Mit dem Guthaben kann man via Skype Wi-Fi in über einer Million öffentlicher Drahtlosnetzwerke bezahlen. Bezahlt wird nur die tatsächliche Gesprächszeit, eine teure Tageskarte des jeweiligen Anbieters entfällt. Die Gebühren werden von Beginn an angezeigt. Für Vieltelefonierer lohnt sich indes ein Abo: Bereits für Fr. 2.59 bekommt man 120, für Fr. 5.39 gleich 400 Freiminuten.

Linkliste

Zum Download von Skype
Zur Internetseite von Google Talk
Zur Internetseite von ICQ

Ralf Beyeler, Telekomexperte bei Comparis, sagt: «Viele Kunden, die sich gar nicht darüber bewusst sind, nutzen VoIP-Anschlüsse. Zum Beispiel diejenigen von Kabelnetz-Anbietern wie Cablecom oder teilweise auch von Sunrise.» Aus Sicht des Kunden ist es dann ein normaler Festnetzanschluss, der im Hintergrund tatsächlich aber über VoIP läuft. «Bei Cablecom sogar, ohne dass man einen Internetanschluss haben muss.» Bei Skype wird es noch unklarer: «Das wird vor allem für Skype zu Skype benutzt und fehlt in der Fernmeldestatistik.» Deshalb ist nicht dokumentiert, wie viele Gespräche in der Schweiz über VoIP abgewickelt werden. In der provisorischen Ausgabe der Fernmeldestatistik für das Jahr 2011 werde zwar zwischen normaler Telefonie und VoIP unterschieden – aber nur beim Zugang selbst.

Headset: Lifecam HD-3000 und Headset Bundle

Das Bundle der Microsoft-Produkte beinhaltet alles, was es zum Telefonieren übers Internet braucht.

Einerseits das bequeme Stereo-Headset, das sich dank USB einfach anschliessen lässt. Es bietet digitale Klangqualität und ermöglicht Telefonanrufe über das Internet genauso wie Musik- und Filmwiedergaben oder das direkte Eintauchen ins Spielgeschehen. Andererseits beinhaltet das Bundle die Lifecam HD-3000, die mit ihrem 720p-HD-Sensor gestochen scharfe Bilder im 16:9-Breitbildformat liefert. Spassige Videoeffekte und brillante Fotos ergänzen die Produktfeatures.

Die einfache Bedienung, die Kompatibilität mit allen gängigen Telefonie-Softwares und Notebooks/PC, erleichtert den Start in die Internet-Telefonie.

Das Bundle gibt es unter anderem bei Fust für Fr. 49.90.

Zur Internetseite vom Fust

4 Bilder, 1 Wort

Bei «4 Bilder 1 Wort» erscheinen vier Fotos auf dem Display, deren Gemeinsamkeit man herausfinden muss.

Auf den ersten Blick ist das oftmals nicht gleich ersichtlich, doch zum Erreichen des nächsten Levels muss das richtige Wort eingegeben werden. Für jede richtige Antwort bekommt man Münzen («Coins») zur Belohnung, die später für Hilfsmittel eingesetzt werden können. So lassen sich die richtigen Buchstaben anzeigen, um weitere Hinweise zu erhalten.

Wer nicht genügend Münzen besitzt, kann im Shop gegen Bezahlung weitere Münzen kaufen oder im Internet nach den Lösungen suchen. Das Spielprinzip ist so einfach, dass es keine Anleitung dafür braucht. Dabei ist es aber sehr clever gemacht und kann schnell süchtig machen.

«4 Bilder 1 Wort» steht kostenlos im Google Play Store und bei iTunes zum Download bereit.

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Text:
Michael Benzing
Foto:
Imago, Stock&People, Imagepoint, zVg
Veröffentlicht:
Montag 06.05.2013, 11:50 Uhr

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