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Intelligenz als Handicap

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24. Oktober 2017

Chefredaktor Silvan Grütter

Würden Sie sich als intelligent bezeichnen? Kommt drauf an, werden Sie nun vielleicht denken.

Rechnen kann ich ganz gut, aber mit Fremdsprachen habe ich es überhaupt nicht. Oder umgekehrt. Das eine ist nicht besser als das andere.

Fest steht: Intelligent zu sein heisst nicht, alles zu können. Wäre dies die Voraussetzung, man dürfte Albert Einstein das Sinnbild für Intelligenz par excellence nicht als intelligent bezeichnen: In Französisch, Geografie und Zeichnen fielen die Maturnoten des späteren Nobelpreisträgers eher bescheiden aus.

Was ist Intelligenz also? Dieser Frage ging meine Redaktionskollegin Susanne Stettler für die aktuelle Titelgeschichte nach. Dabei fand sie zum Beispiel heraus, dass Intelligenz zwar die am besten untersuchte psychologische Eigenschaft ist, eine einheitliche Definition gibt es aber bis heute nicht.
Eine Form, Intelligenz wenigstens zu messen, ist das Ermitteln des Intelligenzquotienten (IQ). Er sagt allerdings noch nichts darüber aus, wie ausgeprägt die soziale oder emotionale Intelligenz ist. So kann jemand zwar blitzgescheit sein, aber im Umgang mit anderen kein Fettnäpfchen auslassen.
Dass ein hoher IQ das Leben nicht nur einfach macht, weiss auch Natalia Malysheva. Die Präsidentin der Hochbegabtenvereinigung Mensa hat einen IQ von über 130 und gilt damit als weit überdurchschnittlich intelligent. Dies könne auch anstrengend sein, verriet sie unserer Redaktorin: Wie viele Hochbegabte, bin ich hochsensibel.

Ihren IQ spielerisch testen können Sie im grossen Coopzeitung-IQ-Test.